Nich in Form
13. Februar 2008, 11 Uhr

Heute bin ich nicht in Laufform. Fußgelenke schmerzen. Deshalb nur die Kleinmädchenstrecke. 1,72 km in 11 min 41 sek macht 8,83 km/h und 145 verbrannte kCal.
13 Feb 2008 Achim Bodewig 0 comments

13. Februar 2008, 11 Uhr

Heute bin ich nicht in Laufform. Fußgelenke schmerzen. Deshalb nur die Kleinmädchenstrecke. 1,72 km in 11 min 41 sek macht 8,83 km/h und 145 verbrannte kCal.
13 Feb 2008 Achim Bodewig 0 comments
10. Februar 2008
Heute also wirklich Polen. Der erste Ausflug vor die Stadttore Berlins im Jahre 2008. Sogar der erste Ausflug vor den S-Bahn-Ring in diesem Jahr, wenn ich mich nicht täusche. Zuerst wieder der Kampf mit dem Fahrscheinautomaten. Natürlich bin ich zu doof. Man muss an diesen Maschinen zuerst das Verkehrsmittel wählen (Fernverkehr / Regionalverkehr / S-Bahn). Und dann erst das Ziel. Völlig logisch. Vor allem, wenn im Eingangsmenü als erstes »Zielbahnhof« aufleuchtet. Völlig klar. Da muss mal ein schlauer Interface-Designer ran. Justus, nächste Aufgabe für dich und deine Kommilitonen: Fahrscheinautomaten der Deutschen Bahn so programmieren, dass sie auch Leute mit Computerkenntnissen bedienen können. Mir hat übrigens eine freundliche Dame eines so genannten Service Points geholfen.
16.27 Uhr: Ankunft in Frankfurt (Oder). Ich könnte, wenn ich wollte, jetzt nach Moskau umsteigen.

16.31 Uhr: Das kommt mir doch bekannt vor. Diese Art von Architektur soll mir aber noch mehrere Male begegnen. Ich habe kein einziges Gebäude zweimal fotografiert.



Wie man sieht, erschöpft sich der Charme der Stadt recht schnell.
16.48 Uhr: Blick von der Europabrücke Stadtbrücke gen Westen. Das Dach gehört zu den Grenzanlagen, die eigentlich abgebaut werden könnten, oder?

16.51 Uhr: Dzień dobry. Drei Minuten später hat man auch schon das Zentrum von Słubice hinter sich. Doro, von hier bekamst du deine SMS.

16.57 Uhr: Auch in Polen kommt der Plattenbaufreund auf seine Kosten.

17.27 Uhr: Schon wieder im Westen. Der Europaplatz mit Gräfin-Dönhoff-Gebäude der Viadrina-Universität (links), nicht verkehrender Meterspurstraßenbahn (Bildmitte) und Ruine (rechts).

18.27 Uhr: Meine Einkäufe aus Polen, im örtlichen Burger King ausgebreitet: Eine Stange West Silver (63,50 PLN) für Doro. Doro hatte sich Zigaretten gewünscht. 2 x 0,5 Liter Mleko świeże (à 0,89 PLN) für Andi. Andi hatte sich Milch gewünscht. 2 x 0,5 Liter Żywiec (à 2,39 PLN) für Rainer. Rainer hatte sich nichts gewünscht, freut sich aber immer über Bier. Und 0,5 Liter Sobieski (19,95 PLN) für mich. Sobieski ist mein Lieblingswodka. Der örtliche Supermarkt hat auch sonntags bis 21.30 Uhr geöffnet.

Zwischenzeitlich bin ich noch zweimal über die Oder (und damit über die Grenze) gefahren. Irgendwie schrill. Ich kenne diese Grenze ja noch deutlich anders. 1988 brauchte man ein umständlich zu beantragendes Visum und noch vor zwei Monaten musste man zumindest den Ausweis vorzeigen. Ich finde Europa und Schengen toll!
Mein Fazit: Ich schätze, dass Słubice und Frankfurt bis in fünf Jahren wieder zu einer Stadt verschmolzen sein werden. Bis dahin besteht Słubices Ortskern nur aus Dutzenden von Zigarettenläden, sehr vielen Frisörsalons, zwei Tankstellen und riecht zu Heizungszeiten streng nach verbrannter Braunkohle. Frankfurt sieht größtenteils ziemlich durchsaniert aus, hat zu meiner Überraschung Berge und eine offenbar an Sonntagen nicht verkehrende Straßenbahn, ist bis auf einen total überlaufenen und der örtlichen Jugend als Treffpunkt dienenden Burger King am Bahnhof auch sonst ziemlich tot und das beste an der Stadt ist vermutlich ihre schnelle und halbstündlich bediente Bahnverbindung nach Berlin. Oder von mir aus auch die nach Warschau. Und warum gibt es in Słubice nur Pizzerien und Döner-Stände? Ich hätte so gerne echte Piroggen gegessen. Und dazu ein Źywiec getrunken. Das mach ich dann wohl das nächste Mal wieder im Gnadenbrot.
10 Feb 2008 Achim Bodewig 0 comments
10 Feb 2008 Achim Bodewig 0 comments
10. Februar 2008, 13 Uhr

Die aktuelle Hausstrecke (Außenministerium, Nikolaiviertel, Jannowitzbrücke = 3,24 km) bin ich heute fast schwächelfrei in 22 min 44 sek (inklusive 10 sek Gefummel am klemmenden Reißverschluss, um den Stoppuhr-iPod aus der Hose zu bekommen). Macht 8,55 km/h und 275 verbrannte kCal. Das Ganze bei Sonnenschein, guter Laune und Vorfreude auf den Ausflug nach Polen.
10 Feb 2008 Achim Bodewig 0 comments
9. Februar 2008, 15 Uhr

Ausflugswetter. Heute wollte ich nach Polen fahren. Nach Słubice. Einmal Regionalbahn bis Frankfurt (Oder) und dann mit dem Rad über die Oder. Leider bin ich zu doof für das Fahrkartenverkaufssystem der Deutschen Bahn oder die Deutsche Bahn ist zu doof, ihre Fahrkarten zu verkaufen. Im Internet geht’s nicht. Also dachte ich, ich zieh mir ne Fahrkarte am Automaten auf dem Bahnsteig. Auf dem Bahnsteig am Alexanderplatz gibt es keine Fahrkartenautomaten. Also mit dem Rad wieder eine Etage tiefer (noch 5 Minuten bis zur Abfahrt des Zuges), Touristinnen bevölkern einen Automaten. Als ich dran bin, liegen 2 Euro in der Ausgabe und ich habe noch 2 Minuten Zeit. Auf Eintippen von »Frankfurt (Oder)« als Fahrziel und der Option der Bahncard werden mir 90 Cent Ticketpreis angeboten. Kann ja nicht sein. Also nochmal von vorne. Von Berlin, Alexanderplatz, nach Frankfurt (Oder), Bahnhof: 0,90 Euro. Verflixt. Ich beschließe, das Ticket in den hoffentlich in den Regionalzügen vorhandenen Fahrkartenautomaten zu ziehen und bewege mich wieder auf den Bahnsteig. Da fährt mein Zug gerade ab. Ohne mich. Gut. Heute also nicht nach Polen. Ich könnte eine halbe Stunde warten und den nächsten Zug (noch immer ohne Fahrkarte) nehmen, beschließe, die Reise auf morgen zu verschieben, mich aber heute mit einem Ticket für Hin- und Rückfahrt nebst Fahrradkarte zu versorgen. An einem anderen Automaten werde ich auf Spanisch aufgefordert, meine Bahncard einzuführen (der Sprachwechsel gelingt mir nicht), dann kommt eine Fehlermeldung, die ich nicht verstehe. Nächster Automat: Der spricht deutsch, will auch erstmal meine Bahncard, die er aber angeblich nicht auslesen kann. Ich soll mich mit einer Bahnhotline verbinden. Ich bleibe tapfer und klicke mich auf dem Touchscreen weiter durch die Menüs, gebe Abfahrtsort und Ziel ein, werde gefragt, wann ich denn fahren möchte und kann mir am Ende eine Verbindungsübersicht ausdrucken lassen. Toll. Wieder kein Ticket.
Dann eben heute ein neuer Versuch, in Mitte ein vernünftiges Café mit WLAN-Zugang zu finden, das nicht allzu versnobt daherkommt. Ich sitze nun am Rosenthaler Platz im Sankt Oberholz, habe einen Latte Macchiato und ein Stück eines sehr leckeren Schokoladenkuchens mit vermutlich mindestens 2.000 Kalorien vor mir. Draußen pulsiert die Stadt, draußen sitzen ganz viele Leute (Berliner müssen selbstverständlich sofort beim ersten halbwegs warmen Sonnenschein draußen sitzen), drinnen wird wenig geraucht, der Laden ist zwar Mitteschickimicki, aber auf angenehm zurückhaltende Art. In Frankfurt oder Słubice hätte es mir nicht besser ergehen können.

Selbstverständlich alles voll mit Laptops, die Hälfte davon Macs und alle scheinen ihr Filesharing aktiviert zu haben …

Ach ja: Die gefundenen 2 Euro hab ich einem Junkieschnorrer geschenkt. Der faselte was von “kann ich dir ja zurückschicken”. Ich verzichtete aber auf Adressentausch.
09 Feb 2008 Achim Bodewig 0 comments
5. Februar 2008, 14.49 Uhr

Hat mir doch am Wochenende so ein Depp meinen tollen Fahrradcomputer geklaut. Halterung abgerissen, Kabel durchgerissen. Vor meiner Wohnungstüre im 15. Stock. Im SED-Spießerhaus. Samstagabend war noch alles da, Sonntagmittag fehlte das Ding. Was macht man mit so nem halben Teil? Der Impulsgeber ist noch dran am Rad.
15.26 Uhr
Knapp eine Stunde später ist das Ding ersetzt. Ich bin um 18 Euro 90 ärmer und schmutzige Finger reicher. Und wünsche mir die Sharia für Fahrrad(teil)diebe.
05 Feb 2008 Achim Bodewig 3 comments
5. Februar 2008, 13 Uhr

Heute wieder die Runde Außenministerium, Nikolaiviertel, Jannowitzbrücke. Mit weniger Schwächeln als vorgestern. Trotzdem ohne gestoppte Zeit. Der iPod hat sich geweigert, die Zeit ordentlich zu nehmen. Vor der Haustüre, nach dem Laufen, zeigte er mir freundlicherweise 00:00.0 an. Kann ja nicht sein, nach über 3 km. Und in der Wohnung beim Ausziehen dann auf einmal 00:30.3 – nach Briefkastenleeren, Rumgefummel mit Schlüssel und etwa 50 Meter über Spree.
05 Feb 2008 Achim Bodewig 0 comments
4. Februar 2008, 9.54 Uhr

Mehr Sonne als am Freitag, viel weniger Autos auf der Leipziger Straße und tatsächlich wieder Menschen, die aus der U-Bahn kommen.
04 Feb 2008 Achim Bodewig 0 comments
Für den Wiedereinstieg war die Ministrecke bis zum Außenministerium und zurück ja gut. Heute dann doch mal etwas mehr. Außenministerium, Palastruine, Nikolaiviertel, Jannowitzbrücke und zurück. Laut TrailRunner sind das 3,24 km. Dafür brauchte ich mit kleinem Schwächeln ab Jannowitzbrücke 23 min 2 sek. Macht 275 verbrannte kCal und 8,44 km/h. Ich bin stolz auf mich. Außerdem hatte ich 20 Minuten Sonne satt und weiß nun, dass die Baustelle an der Jannowitzbrücke keine Baustelle mehr ist.
03 Feb 2008 Achim Bodewig 0 comments
2. Februar 2008
Heute wollte ich mal was Neues machen. Nicht, wie so oft an einem Samstag, mich mit der Samstagausgabe der Berliner Zeitung aus meinem Briefkasten, meinem MacBook und einem Latte Macchiato ins Café Luzia in der Oranienstraße setzen, um dort in aller Ruhe meine Presseschau zu erledigen. Sondern mich mit Berliner Zeitung und MacBook in ein anderes Café hocken. Zum Beispiel in Mitte. Wenn ich schon in Mitte wohne. Zuerst hab ich ein paar Ecken in meinem Stadtteil besichtigt, die sich in den letzten Monaten verändert haben oder sich in den nächsten Monaten verändern werden. Wie immer alles für meine Berlin-Homepage mit der Kamera dokumentiert. Ausgrabungen am Petriplatz, Museumsinsel, Kupfergraben, Palast-Abriss, Brunnenbau hinter der Bauakademie-Attrappe, Hackescher Markt. Es ist enorm, was auf so kleiner Fläche passiert. Und dabei hat man nach zwanzig Jahren Berlin doch schon das Gefühl, es stehe eh fast kaum noch ein Stein dort, wo er vor zwanzig Jahren stand. Jut. Wo ich schon mal dort war, hielt ich also rund um den Hackeschen Markt Ausschau nach einem Café, in dem ich mich niederlassen wollte. Die Gegend durchfahre ich ja mehrmals wöchentlich flott mit dem Rad. Heute eher gemütliches Dahingleiten und Augenoffenhalten. Ein Modeladen neben dem anderen. Nicht, dass es für mich eine große Überraschung war. Aber dies an einem Samstagnachmittag zu sehen, war doch etwas erschreckend. Lauter unsympathisch wirkende Neu-Mitte-Bewohner. Vermutlich Ex-Hamburger, Ex-Düsseldorfer, Ex-Münchener. Sorry, Herr F. aus D. Sorry, Herr H. aus H. (Münchener kenne ich keine.) Aber ihr wisst ja, warum ihr immer so gerne nach Berlin kommt. Also: Konsumterror, nur des Konsums willen. Entsprechend natürlich auch die drei bis fünf gastronomische Einrichtungen zwischen den Modeläden. Da dacht ich mir, fahr ich doch wieder in die Oranienstraße, dorthin, wo es mir auch schon beim ersten Besuch in der Stadt 1984 am besten gefiel. Café Luzia: Rappelvoll. Und zwar rappelvoll mit Rauchern. Die Nichtraucherhälfte des Lokals ist keine Nichtraucherhälfte mehr. Äh. War da nicht was mit einem neuen Gesetz? Naja, ich musste kurz entscheiden. Ist es mir wichtig, unter Leuten zu sitzen und ein bisschen Leute gucken zu können oder ist es mir wichtig, keine Kopfschmerzen zu bekommen? Kopfschmerzen bekomme ich nämlich immer dann, wenn vor meiner ersten richtigen Mahlzeit des Tages (was nicht mein üppiges Frühstück ist) um mich herum geraucht wird. Die 20 Sekunden Nachdenken reichten schon für leichten Drücken auf der Stirn. Also wieder raus. Ich wollte dann nach Schöneberg fahren. Dann kam Hagel von oben. Auf dem Fahrrad nicht wirklich lustig, wenn man 20 Minuten Weg vor sich hat. Also sitze ich jetzt wieder zu Hause. Toller Samstagsauflug. Wäre ich doch nach Polen gefahren. Das mach ich dann nächstes Wochenende, wenn das Wetter einigermaßen okay ist. Zwei Stunden mit dem Zug und ich kann mir Veränderungen in Stettin anschauen oder das erste Mal so richtig Landsberg an der Warthe bestaunen.
02 Feb 2008 Achim Bodewig 5 comments
1. Februar 2008, 10.07 Uhr

Zum Glück haben die Berliner nicht mehr alle Geld für ein eigenes Auto. Sonst würde es jetzt noch schlimmer aussehen. Statt der morgendlichen Massenwanderung aus dem U-Bahnhof Spittelmarkt heute nur eine etwas vollere Leipziger Straße. Immerhin wird brav die Busspur weiter freigehalten.
01 Feb 2008 Achim Bodewig 0 comments