Archive for April, 2008

Apple, Ausblicke

Sehr schicke Mukke

19. April 2008, 15.21 Uhr

Weil er mir mit seiner Musik gerade auf dem Sofa (und gestern und beim Joggen und vorgestern und auf dem Rad und vorgestern und beim Arbeiten und überhaupt eigentlich immer) so viel Freude macht, erneut ein Hinweis auf nd_baumecker.

Nächste Woche am 30.4. wieder im Berghain bei Smegma!

Was ich sonst so höre? Bitteschön. Da hat mich doch jetzt tatsächlich ein gewisser sharktankcleaner bei Moloko und Roísín Murphy von Platz 1 des »Played the most by« verdrängt. Sowas aber auch!

Nachtrag von 18.19 Uhr: Mit einigen Tricks habe ich jetzt auch meine Airport Express nach wochenlangem Darniederliegen wieder zum Laufen gebracht. Ich nutz(t)e sie seit Monaten nur noch zum Streamen meiner iTunes-Musik auf meinen Verstärker. Seltsamerweise ließ sie sich zwar im entsprechenden Dienstprogramm nach einem Büroklammer-Reset finden und konfigurieren, ward aber nach dem dann folgenden Neustart nicht mehr zu sehen. Jetzt habe ich ein Ethernet-Kabel angeschlossen und (obwohl das Kabel gar nicht nötig ist), tut sie’s jetzt endlich wieder.

Ausblicke

Den Mond anwichsen

19. April 2008, 2.49 Uhr

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Kann man sich nach einer Veranstaltung namens »Betreutes Trinken. Wodkaprobe in der Raststätte Gnadenbrot« eigentlich etwas Schöneres wünschen, als bei so einem Ausblick am offenen Fenster zu stehen?

Ausdauer

Alles Lüge!

18. April 2008, 14 Uhr

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Von Sonne merkte ich eben beim Joggen nichts. Eher was von diesig-feucht-eklig-klamm. Deshalb hat es mich auch schnell wieder in die Wohnung gezogen.

Für die Statisitik: 1,72 km in 11 min 49 sek macht 8,73 km/h und 145 verbrannte kCal.

Ausdauer

Nordkurve

16. April 2008, 14 Uhr

Heute die Nordstrecke. Einmal um die Spreeinsel rum. Fast. Ein Stückchen fehlt noch.

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3,51 km in 26 min 04 sec. Macht 300 verbrannte Kcal und 8,08 km/h.

Müssen Spreeausflugsschiffe eigentlich keinen Rußfilter haben? Die stinken total. Mehr als zehn litauische LKWs zusammen.

Arbeit

Schriften erkennen

15. April 2008, 22 Uhr

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The Rather Difficult Font Game. Mein Ergebnis ist deutlich verbesserungswürdig …

Ausblicke

Wilde Tiere auf der Fischerinsel

14. April 2008, 21.19 Uhr

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Dieses Bild hat die Qualität einer Ultraschallaufnahme. Ist aber in Wirklichlich ein Fuchs auf der Grünstraßenbrücke direkt vor meiner Haustüre auf der Flucht vor mir. Ich bog mit dem Rad um die Ecke und dann stand er keine zwei Meter vor mir. Wir waren beide überrascht und schauten uns entsetzt an. Ich dachte zuerst noch, Mensch, das ist ja mal eine dicke Katze. Und dann war’s ein Fuchs. Vielleicht der, den ich vor zwei Jahren am Palast der Republik gesehen habe. Füchse sind toll!

Ausflüge

Die Deutsche Bahn stellt sich ihrer Geschichte …

… eher gar nicht.

14. April 2008, 19.25 Uhr:

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Berlin Ostbahnhof. Nach über einer Stunde Anstehen bin ich immer noch nicht drin im Zug der Erinnerung.

20.17 Uhr:

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Ich bin drin. Es ist eng. Es ist stickig. Es geht nur langsam vorwärts. Man bekommt Beklemmungen. Vor allem, wenn man wie ich, schnell Platzangst bekommt. Und man bekommt ein Gefühl für den Horror, den die Kinder erlebt haben müssen, die mit der Deutschen Reichsbahn in Güterwaggons nach Auschwitz transport wurden. Aus ganz Europa.

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21.07 Uhr:

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Ab morgen ist der Zug zwei Tage in Lichtenberg, dann zwei Tage in Schöneweide, anschließend zwei Tage am Westhafen und zum Abschluss am 21. und 22. April in Grunewald.

Es ist wirklich nur zum Schämen, was Herr Mehdorn sich hier geleistet hat. Ich finde gar keine Worte, wie schäbig ich das finde.

Ausblicke

Vorkoster

14. April 2008, 16.10 Uhr

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Herr W., ich hab in der Raststätte Gnadenbrot schon wieder vorgekostet. Wer’s nicht erkennt: Das sind Maultaschen auf Kartoffelsalat. War okay. Aber an die 99 Punkte in der Maultaschenmanufaktur kommt dieses Gericht nie ran. Bestenfalls 33 Punkte gibt es dafür.

Ausblicke

Weltstadt oder Provinz?

13. April 2008

In Berlin tobt ja gerade mal wieder Krieg. Ein Krieg der Tempelhof-Schließungsbefürworter gegen die Tempelhof-muss-Flughafen-Bleiber. Mit solchen Plakaten wird da für das Eine oder gegen das Andere geworben. In zwei Wochen ist Volksentscheid. Eins ist schon mal klar: Die Plakate haben bestensfalls Kleinstadtniveau. Dann frage ich mich, welche Weltstadt denn einen Flughafen wie Tempelhof hat. Gibt es einen Flughafen auf Manhattan? Einen mitten in Mumbai? Einen am Roten Platz in Moskau? Bielefeld hat vielleicht einen Flugplatz, der nur drei Kilometer Luftlinie vom Zentrum entfernt ist. Nichts gegen Bielefeld (so es denn existiert), aber soll Bielefeld unser Maßstab sein? Es mag Städte in Deutschland geben, in denen man in Erwägung ziehen kann, eine Aktion der CDU zu unterstützen oder sie gar zu wählen. Berlin gehört auf keinen Fall dazu. Und Berliner bleibe ich auch, ohne dass ich für so dusseligen Scheiß stimme, wie es einem die Deppen von der Union vormachen wollen. Das Gebäude des Flughafens ist toll. Aber das bleibt es auch ohne Flugbetrieb.

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Ach ja: Man sieht das Grün zart sprießen. Dem folgt in den nächsten Tagen mit Sicherheit eine Explosion.

Ausblicke

Richtig abgebogen

12. April 2008, 15.45 Uhr

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Heute bin ich beim Außenministerium richtig, nämlich nach rechts, abgebogen. Meine Erkältung bzw. die Reste davon (leider schon die zweite in diesem Jahr) habe ich mir zusammen mit 276 kCal in gemütlichen 23 min 18 sec bei durchschnittlich 8,34 km/h hoffentlich rausgelaufen. Übrigens zeigte meine Waage nach dem Laufen mein niedrigsten Gewicht seit Beginn dieser Aufzeichnungen.

Unterwegs: Außer viel Sonne viele Touristen auf und in Zehnerreihen nebeneinander auch neben der Spree.

Ich bitte jetzt endlich und ohne Ausnahme um dauerhaft zweistellige Temperaturen bis mindestens Ende Oktober.

Apple

Mac-Sanatorium Fischerinsel

12. April 2008, 14.48 Uhr

Gestern Abend erreicht mich der Hilferuf meines längst verschollen geglaubten Nachbarn. A. N.: »Herr Bodewig, mein PowerBook startet nicht mehr. Nur noch blauer Monitor. Kannst du mir helfen?« Konnte ich natürlich.

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Pro Nase drei Bier, einen Wodka und eine Schale Eis sowie eine Nacht später war alles wiedergestellt. Ohne Datenverlust selbstverständlich.

Macht ihr auch alle fleißig eure Datensicherung? Das war nämlich schon der zweite Hilferuf gestern. Der anderen Hilfesuchenden konnte ich nach fernmündlicher Fehlerbeschreibung (»Nichts mehr auf dem Schirm. Nur grau. Und das Laufwerk klackert.«) leider nur diese Ferndiagnose stellen: Laufwerk mechanisch kaputt. Ich kann nichts machen. Meine Frage nach regelmäßigem Backup wurde nach kurzer Schockstarre mit einem kleinlauten »Nein« beantwortet. Na dann …

Antiquitäten

Preußisch korrektes Fahrradniederlegen

11. April 2008, 15.21 Uhr

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Heute vor vierzig Jahren wurde an dieser Stelle Rudi Dutschke niedergeschossen. Aus diesem Anlass gab es heute eine kleine Demo. Keine Kranz-, sondern eine Fahrradniederlegung. Weil er ja damals auch auf dem Rad saß und nach dem Attentat nur noch eben dieses, seine Blutlache und seine Aktentasche auf dem Kurfürstendamm lagen.

Ich hab mein Fahrrad zuerst einfach so hingelegt. Wurde aber gleich aufgeklärt, dass ich es doch bitte in Fahrtrichtung legen möge. Auch eine Rudi-Dutschke-Radniederlegung muss natürlich ordentlich vonstattengehen. Wir sind ja in Preußen.

Immerhin war der westliche Kudamm für etwa eine halbe Stunde gesperrt. Und die üblichen Verdächtigen waren anwesend. Die Reden anschließend hab ich mir nicht mehr angetan.

15.22 Uhr

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Ob Herr Dutschke heute noch immer mit dem Rad fahren würde? So wie sein Altersgenosse Christian Ströbele. (Den ich gar nicht sah. war der etwa gar nicht anwesend?) Ob er auch einen Mac hätte? Er böte sich jedenfalls als Deutscher für Apples Kampagne »Think different« bestens an.

Nachtrag vom 12.04.2008: Gestern schon gab es dazu einen sehr lesenswerten Artikel im Tagesspiegel.

Antiquitäten, Autos

Das Original

10. April 2008, 18.25 Uhr

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Das Original ist noch immer am coolsten. Wenn mich nicht alles täuscht, war beim Original auch der mit der langen Nase der Clubman. Und nicht der mit dem langen Heck. Hier ist beides lang. Und beides vermutlich mindestens dreißig Jahre alt. Coole Karre!

Antiquitäten

Haste mal 98 Mark?

9. April 2008, 20.15 Uhr

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Diesen Laden in Kreuzbergs Skalitzer Straße gab es schon vor zwanzig Jahren. Manche Dinge ändern sich nie.

Abschaum

Doch Stalking

7. April 2008, 16.01 Uhr

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Vor ein paar Tagen machte ich mir Gedanken, ob denn diese massive Präsenz der BILD-Werbung vor meiner Nase den Tatbestand des Stalkings erfüllt. Heute rückte mir der Axel-Springer-Verlag deutlich näher: Ein »kostenloeses Probeexemplar« ungefragt und unerwünscht in meinem Briefkasten. Die Berliner Zeitung liegt schon ausgelesen im Altpapier (über die freue ich mich auch jeden Tag), mit der BILD werde ich mir noch (ungelesen) den Arsch abwischen.

An der Stelle noch einmal der Link zu BILDblog. Wenn ich das jetzt in den letzten Wochen richtig verfolgt habe, ist mindenstens eine Nachricht pro Tag in der BILD erlogen, erfunden. Es werden Tatsachen verdreht, Grenzen überschritten. Ekelhaft.

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