Archive for November, 2008

Aha

Die Geister, die ich rief

30. November 2008, 18 Uhr

VorGestern hab ich, weil ich ihn so lustig fand, einen Brief einer Russin, die mich heiraten oder die an meine vielen prallgefüllten Bankkonten will, hier zum allgemeinen Amüsemang eingestellt. Die letzten 24 Stunden hat nun ein Kollege dieser Russin meinen Blog gekapert. Eher auch amüsierend als sonst irgendwas. Man könnte sich schon fast geehrt fühlen. Immerhin gab’s Lesben am Mac (neben ein paar weniger harmlosen Bildern):

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An dieser Stelle auch vielen Dank an die vielen vielen Mitteilungen, die mich auf diversen Kanälen erreichten. Am Telefon, per SMS, per iChat, per E-Mail. Da ist man einmal eine Nacht ohne sein MacBook unterwegs und dann das …

Autsch

Was echt total nervt

30. November 2008, 18 Uhr

Was echt total nervt: Wenn man sein Fahrrad mit einem Platten (am Hinterrad!) zur Reparatur bringt, dort sagt, ich glaube, ich habe mir da was ins Hinterrad gefahren, bitte einmal einen neuen Schlauch und auch drauf achten, dass das Ding, was den Platten verursacht hat, nicht noch im Mantel steckt, man zur Antwort kriegt, nee, ist klar, da schauen wir immer nach, man das Rad abholt, man extra noch einmal fragt, ob sie die Reißzwecke oder den Nagel oder was auch immer gefunden haben und die einem sagen, alles ist in Ordnung und man fährt dann mit dem Rad und am nächsten Tag merkt, dass das Hinterrad langsam wieder Luft verliert, man keine Luftpumpe bei sich hat und dann an einem Sonntag (geschlossene Läden!) von Wilmersdorf in den Prenzlauer Berg fahren will und alle zwei Kilometer bei anderen Rädern nach einer Luftpumpe Ausschau halten muss und man eigentlich das Fahrrad die Hälfte der Strecke nicht fahren konnte, sondern schieben musste, weil natürlich in Berlin überall Fahrräder rumstehen, aber alle keine Luftpumpe dran haben. Das nervt echt total.

Ausblicke

Sichelmond über Kreuzberg

30. November 2008, 16.37 Uhr

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Aha

Hello mein deutscher Freund

Hallo. Ich sah deine den Fragebogen auf der webseite der Bekanntschaft Dating. Genau erinnere ich mich nicht. Du bist verwundert, diesen Brief zu bekommen. Wahrheit? Einfach so es sich ergab, dass ich dich vollkommen nicht weiss. Ich hoffe mich, die Lekture meines Briefes wird dich nicht sehr ermuden, ich werde mich bemuhen, kurz zu sein. Ich bitte die Verzeihung fur von meinem deutsch. Ich will dass du mich verstehst. Warum schreibe ich dem deutschen Mann? Ich versammle mich, in Deutschland sehr bald anzukommen. Ich habe das Geld und Visum fur die Reise in Deutschland. Ich suche die Liebe und der neuen Freunde. Moglich werde ich die Liebe finden. Mir 28 Jahre. Ich bin die russische Frau. Meinen Namen Maria. Ich in Kanada in diesen Moment. Aber meine Heimat ist Kasachstans. Es ist eine ehemalige Republik USSR. Meine Verwandten die Grossmutter war Deutsche. Haedrich war ihr Nachname. In Kasachstan leben viel Deutschen bis jetzt. Es war eine grosse Ubersiedlung in 40-50 Jahre des vorigen Jahrhundertes. Ich kam in Kanada im Fruhling an. Ich lebe bei Schwester. Meine Schwester und ihr Mann kamen in Kanada in 2007 an. Sie wollen in Kanada fur immer bleiben. Hier haben sie die gute Arbeit. Aber Ich will in Deutschland ankommen. Wir haben die Eltern nicht. Unsere Eltern umkommend in die Autokatastrophe wenn ich war Kind. Es ist eine traurige Geschichte. Ich werde dir ausfuhrlicher in meinen nachsten Briefen erzahlen.

Viele Leute sagen dass ich schon. Ich kann nicht daruber richten. Ich weiss nicht. Moglich es so. Ich werde dir mein fotos im nachsten Brief senden. Du kannst anschauen. Was du mich noch wissen willst? Ich werde froh sein, auf alle deinen Fragen zu antworten. Ich werde froh sein, dich besser zu erfahren. Ich will dass du ehrlich und aufrichtig mit mir war. Keiner Spiele, bitte. Es ist es sehr schwer, die Liebe und das Gluck nach unserer Welt zu finden. Aber ich glaube doch dass ich die Liebe im Internet finden kann. Moglich es du? Ich glucklich werde in Deutschland ankommen und sich mit dir im realen Leben zu umgehen.
Bitte, antwortet mir es ist obligatorisch. Du wirst mich am meisten viel glucklichst machen. Ich schreibe den Brief aus dem Internet Cafes. Es ist offentlich die Mitteilunge. Da meinen personlich e-mail.
mar123iya@yahoo.ca

Schreibe den Brief auf diesen e-mail bitte. Danke.
Maria

Aha

Gewichtsentwicklung im Spätzleland

28. November 2008, 15 Uhr

Zwei Wochen Baden-Württemberg. Vor zwei Wochen befürchtete ich Schlimmstes, was die Entwicklung meines Gewichts angeht. Und nun die Überraschung: minus (!!) ein Kilogramm. Jetzt sind’s exakt neunundsiebzig. Bei einsachtundachtzig bestes Verhältnis. Ich bin stolz auf mich. Aber es gab ja auch nie Spätzle mit Rahmschnitzel.

Ausstellungen

Kontrastprogramm

27. November 2008

Nach Ankunft in Berlin folgt sofort das Hauptstadtkontrastprogramm. Ich bin total glücklich, wieder in Berlin zu sein.

18.18 Uhr. Ausstellungseröffnung im Schlüterhof im Deutschen Historischen Museum:

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18.52 Uhr:

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(Eva hab ich diesmal nicht geküsst.)

21.18 Uhr. Auf der Weidendammer Brücke:

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[...] Und diesmal entdeckt sie auf den Masten der Weidendammer Brücke die golden angemalten »Sonnen«. »Eine Sonne!« schreit sie, und ich muß lange suchen, ehe ich sie finde, und sehe sie durch Helene zum erstenmal. [...]

Christa Wolf. »Ein Tag im Jahr«

23.56 Uhr. Bondage auf der Schlossbrücke:

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28. November 2008

0.01 Uhr. Irritierend freier Blick:

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Ausflüge

Sänk juh vor träwweling wiss Deutsche Bahn

27. November 2008, 16 Uhr

Angekündigt hatte ich es bereits bei meiner letzten Reise: Ab jetzt folgt immer ein Erfahrungsbericht mit der Deutschen Bahn (oder anderen öffentlichen Verkehrsmitteln).

Diesmal ging von Berlin nach Schwäbisch Hall, danach nach Karlsruhe und zum Abschluss wieder zurück nach Berlin.

16. November: IC von Berlin nach Nürnberg. Gebucht habe ich einen Tag vorher. Keine Platzreservierung mehr möglich. Trotzdem habe ich einen Sitzplatz. Zum Glück. Wenn ich mir die vielen vielen armen Teufel ansehe, die vor allem ab Leipzig in den Gängen und vor dem Abteil rumlungern müssen. Pünktliche Abfahrt in Berlin, leider etwa zwanzig Minuten Verspätung in Nürnberg, damit ist mein Anschlusszug nach Schwäbisch Hall weg. Ich komme mit exakt einer Stunde Verspätung am Zielort an.

Am 23. November von Schwäbisch Hall nach Karlsruhe geht es zuerst im Regionalzug nach Heilbronn, dort Umstieg auf die von mir viel bewunderte kombinierte Stadt- / Straßen- / Überland- / S-Bahn nach dem Karlsruher Modell, die sogar ins fast 200 Kilometer entfernte Heilbronn fährt und mir eine umsteigefreie Fahrt bis vor Frau W.s Haustüre in der Kaiserstraße in Karlsruhe erlaubt. Ich höre etwa fünfzig Mal den knarzenden, etwas unfreundlich anmutenden Satz »Nächste Station: Soundso. Der Zug hält nur bei Bedarf.« Bedarf scheint immer zu bestehen. Die Fahrt ist trotzdem angenehm. Pünktliche Abfahrt und pünktliche Ankunft.

Heute nun mit dem ICE von Karlsruhe nach Berlin. Zuerst von Karlsruhe bis Mannheim. Der Zug soll an Gleis 3 abfahren. Kurz vor Abfahrt wird per Lautsprecherdurchsage angekündigt, der Zug fahre von Gleis 4, also demselben Bahnsteig ab. An Gleis 3 kommt ein Zug ohne Zielangabe an. Auf den Bahnsteigschildern steht etwas von einem Ersatzzug nach Basel. Kurz darauf kommt ein Zug auf Gleis 4 an. Auf dem Bahnsteigschildern steht als Ziel Köln, am Zug selbst aber Basel. Große Verwirrung bei den Fahrgästen. Ich besteige den Zug, der als Ziel Basel anzeigt und hoffe, dass Lautsprecheransage und Bahnsteigschilder stimmen und er mich doch in Richtung Norden bewegt. Tut er dann auch.

Gegen Mittag gönne ich mir eine leckere polnische Pilzsuppe und danke der Deutschen Bahn, dass die Zugrestaurants doch nicht abgeschafft wurden. Neben mir am Tisch sitzt ein gut angezogener älterer Herr, der Tischmanieren wie ein Schwein hat.

Soeben haben wir den Bahnhof Spandau verlassen. Ich komme vermutlich pünktlich am Hauptbahnhof an.

Ausflüge

Reisefundstücke

27. November 2008

10.41 Uhr. Letzter Blick in Karlsruhes Kaiserstraße:

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10.46 Uhr:

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10.54 Uhr. Wenn ich wollte, könnte ich jetzt auch nach Kiel fahren:

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11.17 Uhr:

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11.29 Uhr. ICE-Dach und Mannheimer Hochhausdach:

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14.16 Uhr. Polnische Pilzsuppe im ICE-Bordrestaurant:

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15.13 Uhr. Vorbeirauschende Landschaften:

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15.43 Uhr:

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Ausflüge

Karlsruher Fundstücke

25. November 2008

9.07 Uhr. Echte Fische:

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17.32 Uhr. Sehr beeindruckend finde ich immer wieder den Straßenbahnverkehr mit geschätztem 20-Sekunden-Takt in Karlsruhe, das so genannte »Karlsruher Modell«. Hier auf der Kaiserstraße am Marktplatz:

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Ausflüge

Karlsruher Fundstücke

24. November 2008

13.44 Uhr. Ich werde zum Ikea-Tisch-Bauen verdonnert:

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15.59 Uhr. Ich werde dazu verdonnert, mit meiner Gastgeberin das Kind aus der Kita abzuholen:

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18.25 Uhr. Schon über eine Woche in Baden-Württemberg und jetzt erst meine erste Maultasche:

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Ausflüge

Karlsruher Fundstücke

23. November 2008, 21.33 Uhr

Und ich wollte mein Fahrrad mit nach Süddeutschland nehmen …

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Ausflüge

Hohenloher Fundstücke

23. November 2008

14.16 Uhr:

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19.57 Uhr:

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Ausdauer

Durch den Matsch laufen

19. November 2008, 8.40 Uhr

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3,11 km in 21 min 27 sec gleich 8,70 km/h und 121 verbrannte kCal.

Arbeit, Ausflüge

Hohenloher Fundstücke

17. November 2008

8.21 Uhr:

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15.39 Uhr, Blick gen Nordosten:

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Blick gen Norden:

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Blick gen Nordwesten:

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Blick gen Westen:

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Wie man sieht, geht es (zumindest landschaftlich) mal wieder sehr beschaulich zu bei meinem auswärtigen Arbeitseinsatz in dieser Woche. In Hohenlohe.

Ausdauer

Durch den Frühnebel laufen

17. November 2008, 9 Uhr

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Frühes Zubettgehen hat auch was. Da wacht man von alleine um halb sechs auf, kann noch im Bett gemütlich ein Kapitel Frau Wolf lesen und ist vor neun Uhr schon durch den Frühnebel der aufgehenden Sonne entgegengelaufen.

3,11 km in 20 min 55 sec gleich 8,92 km/h und 120 verbrannte kCal.

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