Freitag, der dreizehnte
Freitag, 13. Februar 2009, 14.30 Uhr
Seit zwei Wochen habe ich Kopfschmerzen. Ich habe sonst nie Kopfschmerzen. Vielleicht zweimal im Jahr, wenn ich die Nacht zuvor wirklich sehr viel getrunken habe. Da ich fast nie zu viel trinke, habe ich fast nie Kopfschmerzen. Seit zwei Wochen ist das anders. Pünktlich zum Aufwachen bohrt es an der linken Schläfe, der Schmerz scheint sich regelrecht zu einem einzigen Punkt zu vereinen und dann dort zuzustechen. So sehr, dass mir das linke Auge tränt und die Nase läuft. Nach zehn bis zwanzig Minuten ist der Spuk vorüber. Ab und zu wiederholt sich das um die Mittagszeit. Das Internet verriet mir, dass ich wohl nicht an einem Tumor leide, nicht sofort sterben werde und auch nicht viel dagegen tun kann und deshalb auch nicht sofort zum Arzt rennen muss. Cluster-Kopfschmerz nennt man das. Ich dachte, ich beobachte das noch ein wenig. Heute ist alles anders. Heute fing der Kopfschmerz pünktlich zum Aufwachen um Viertel vor acht an und hat bisher nicht aufgehört. Es muss am Freitag, den dreizehnten liegen.
13 Feb 2009 Achim Bodewig





Jeder Arzt würde sich über solche eine detaillierte Verlaufsbeschreibung freuen. Man müsste natürlich hingehen…
…. wie “Günter” schon schrieb: man müsste hingehen, und zwar ziemlich dringend…
[...] lang jeden Morgen ziemlich fiese Kopfschmerzen. Die letzten 36 Stunden vor dem Wochenende sogar nonstop. Am Samstagabend gab es nach der Christa-Wolf-Lesung ein Bier. Und eine Tüte. (Die Tüte [...]