4. März 2009, 10.27 Uhr

Das Original aus Google Earth:

2009-03-03-google.jpg

Und die Fälschung (weil in Photoshop ein wenig gerade gezuppelt):

2009-03-04-1027.jpg

Seit einigen Tagen liegt (fast) ganz Berlin als 3-D-Modell in Google Earth vor. Ein Spaß ist es aber noch nicht. Ich hatte gestern Abend die Idee, meinen wohl bekannten Ausblick mal am Bildschirm zu simulieren. Ich brauchte für die Aktion mit dem Screenshot etwa zwei Stunden. Die Modelle bauen sich ewig langsam auf, auch scheint alles, was weiter als einen Kilometer vom »Betrachter« entfernt liegt, nicht mehr gerendert zu werden. Wenn man nun also größere Teile der Stadt als 3-D-Modell sehen will, muss man erst in die Ferne gehen, warten, warten, warten, und sich dann langsam an den gewünschten »Aussichtspunkt« zurücktasten. Dann bekommt man auch Gebäude in der Ferne dreidimensional zu sehen.

Mein technisches Equipment könnte fast nicht besser sein: DSL16.000, iMac Intel Core 2 Duo mit 3,06 GHz Taktung, 4 GB RAM und eine Grafikkarte mit 512 MB VRAM. Das Warten war nur auszuhalten, weil ich nebenbei auf dem MacBook arbeiten konnte.

Der Turm auf dem Teufelsberg fehlt mir ganz doll. Den gibt es noch nicht in 3-D. Der Neubau direkt vor meiner Nase am Spittelmarkt fehlt auch komplett und mit den Dächern hapert es noch ein wenig.

Aber eine nette Spielerei ist es allemal. Und in fünf Jahren werden wir das völlig selbstverständlich in allen Städten nutzen können.

Schon verrückt. Vor zwanzig Jahren fand ich ein Faxgerät noch total abgefahren. Gearbeitet habe ich an einem Monitor mit giftgrüner Schrift auf schwarzem Grund. Heute nervt es mich, wenn ich ein bisschen warten muss, bis sich ein 3-D-Modell von Berlin vor meiner Nase auf einem 24-Zoll-Monitor mit 16 Millionen Farben aufbaut …