Tag 4
4. August 2009, 21.20 Uhr
Von Schmarsow nach Karnin. 117 Kilometer. Fahrtzeit 6 Stunden 01 Minuten. Vmix 19,44 km/h, Vmax 39,13 km/h.
04 Aug 2009 Achim Bodewig 0 comments

4. August 2009, 21.20 Uhr
Von Schmarsow nach Karnin. 117 Kilometer. Fahrtzeit 6 Stunden 01 Minuten. Vmix 19,44 km/h, Vmax 39,13 km/h.
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4. August 2009, 22.50 Uhr
Nun habe ich die andere Seite des Peenestroms doch erreicht. Diese Brücke ist toll. In Kombination mit dem Bahndamm auf der Inselseite, der noch existiert, und dem anschließenden Bahnhof Karnin ein ganz toller Ort. So toll, dass ich einfach mal mein Zelt zwischen den Gleisen (die liegen tatsächlich noch!) aufgeschlagen habe.

Das Bild habe ich um 22.20 Uhr gemacht. Hier ist es stockdunkel. Belichtungszeit des Bildes: 60 Sekunden.
Ich hoffe, dass ich es noch erleben werde, dass diese Brücke eines Tages wieder in Betrieb genommen wird. Zum einen kommt man dann innerhalb von zwei Stunden von Berlin nach Usedom, zum anderen kann ich dann meinen Kindern sagen, wenn ich mit denen nach Usedom fahre, schaut, hier zwischen den Gleisen hat euer Vater schon einmal eine Nacht in einem Zelt verbracht. Und sie werden mir den Vogel zeigen.
04 Aug 2009 Achim Bodewig 2 comments
4. August 2009
20.26 Uhr. Noch immer Festland. Aber die Hubbrücke kommt wieder in Blicknähe:

20.32 Uhr. Die Brücke über den Peenestrom ist erreicht!

20.41 Uhr. Mein Tagespensum bisher:

20.53 Uhr. Ziel erreicht. Diesmal auf der richtigen Seite des Wassers:

20.54 Uhr. Der Bahndamm nördlich der nicht mehr existierenden Peenestrom-Eisenbahnbrücke:

21.08 Uhr. Blick vom Bahndamm auf den Yachthafen von Karnin:

21.09 Uhr. Noch einmal der Blick auf den Bahndamm mit dem ehemaligen Bahnhofsgebäude Karnin im Hintergrund:

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4. August 2009, 20.30 Uhr
Unter mir der Peenestrom. Hinter mir das Festland. Vor mir die Insel! Ich hab’s geschafft!
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4. August 2009, 20 Uhr
Noch immer keine Ostsee. Oh je. Aber ich habe soeben grünes Licht bekommen, dass ich noch ein paar Tage länger unterwegs sein darf. Ich hatte eigentlich damit gerechnet, dass ich für den nächsten Auftrag schon morgen zurück nach Berlin fahren muss. Dann natürlich mit dem Zug.
Ich hab eben sehr reichhaltig – wenn auch ohne Fleisch – gegessen, wie es Essen bei Großmutter gab. Pellkartoffeln, Gemüse, Setzei. Jetzt bin ich gestärkt für den Rest der heutigen Fahrt. In einer Stunde wird es dunkel. Ich muss noch einen Zeltplatz oder ähnliches suchen. Die Insel Usedom ist noch etwa 10 Kilometer entfernt. Heute bin ich schon über 100 Kilometer gefahren.
Vorsprochen: morgen gibt es Fotos vom Meer!
04 Aug 2009 Achim Bodewig 1 comment
4. August 2009
15.11 Uhr:

16.22 Uhr. Im Anklamer Stadtbruch, Deutschlands größtem Moorwald:

Sehr bizarre Gegend. Viel Wasser. Und darin absterbender Birkenwald. Und kaum ein Mensch. Dafür ganz viele Vögel.
16.40 Uhr. Mein heutiges Tagesziel wird sichtbar: Die Karniner Hubbrücke.

17.06 Uhr. Bitter. Meine Fähre fährt mir im Hafen von Kamp vor der Nase weg:

17.29 Uhr. Peenestrom und Hubbrücke:

17.41 Uhr. Zwischen Kamp und Anklam im Moorgebiet, was mir 32 Kilometer Umweg beschert:

18.09 Uhr. Ortseingang Anklam:

18.11 Uhr. Hansestadt Anklam, Steintor:

18.16 Uhr. Plattenbauten am Anklamer Marktplatz:

18.17 Uhr:

18.23 Uhr. Peenebrücke in Anklam:

Die Peene ist nicht der Peenestrom! Ich bin also noch immer nicht auf Usedom.
18.26 Uhr. Orstausgang von Anklam:

18.48 Uhr:

19.13 Uhr. Letzte Mahlzeit auf dem vorpommerschen Festland:

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4. August 2009, 17.15 Uhr
Eben habe ich mein diesjähriges Fährdesaster erlebt. Ich bin in Kamp. Das ist ein kleines Nest östlich von Anklam. Man kann auf die Insel Usedom schauen. Das andere Ufer ist keine 500 Meter entfernt. Es gab bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs hier eine Eisenbahnbrücke, die – nur mal so zwischendurch als Info – als Karniner Hubbrücke Berlin mit Swinemünde verband. Die Züge brauchten damals zwei Stunden für die Strecke. Brücke ist nicht mehr. Ließ die Wehrmacht 1945 sprengen. Eine Fähre gibt es heute. Die fährt bis 17 Uhr. Ich sah sie gerade noch abfahren. Um zur anderen Seite zu kommen, muss ich via Anklam eine Straßenbrücke nehmen. Sind etwa 25 Kilometer Strecke. Um an den Punkt zu kommen, der da 500 Meter vor mir liegt. Super.
Ach ja. Ich hab natürlich meist Gegenwind. Toll.
04 Aug 2009 Achim Bodewig 0 comments
4. August 2009. Nördliches Ende der Uckermark: Das hübsche kleine Städtchen Ueckermünde.
13.56 Uhr. Marktplatz von Ueckermünde:

14.00 Uhr:

14.01 Uhr. Mal wieder ein bisschen DDR-Optik:

14.03 Uhr. Gruß nach Schwäbisch Hall:

14.30 Uhr. Mein Freund aus Prenzlau:

Wir halten fest: Den jungen Mann sah ich etwa 50 Kilometer weiter südlich um 10.53 Uhr am Ortsausgang von Prenzlau. Er ist also in 3 Stunden und 37 Minuten 50 Kilometer gelaufen. Das macht fast 14 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit! So schnell fahren manche Leute Fahrrad. Respekt, Respekt!
04 Aug 2009 Achim Bodewig 0 comments
4. August 2009, 12.30 Uhr
Nach 34 Kilometern eine erste Rast. Auf einem Friedhof mitten im Wald. Zwischen Torgelow und Eggesin. Völlige Stille. Gräber, in denen oft nur ein Ehepartner liegt, der Grabstein aber schon mit Namen und Geburtsjahr des anderen Ehepartners beschriftet ist. Sehr befremdlich für mich.
Unterwegs ziemlich langweilige Strecke. Keine Seen, keine besonders schönen Wälder. Dafür ab und an Baltic-Runner. Hab ich gestern gelernt: Da laufen (!!) welche von Berlin nach Usedom. Laufen! Rennen! Unglaublich! Immerhin gibt es alle 5 bis 10 Kilometer Versorgungsstationen für die Läufer und Läuferinnen. Das kann ich dann in zwei Jahren nach meinem ersten Marathonlauf auch machen.
Einen Truppenübungsplatz gab es unterwegs. Da standen zwei Dutzend arme Schweine mit Gasmasken, in voller Uniform und in Regencapes in der Sonne stramm. Was für ein Horror. Erst werden sie hier geschunden und dürfen dann in Afghanistan sterben. Bin ich froh, dass ich damals verweigert habe!
Die Nacht auf dem Heuboden war toll! Ich habe total gut geschlafen. Die ersten Lebewesen, die ich nach dem Aufstehen sah, waren zwei junge Esel (oder Maultiere?) und ein Fohlen. Sehr süß!
04 Aug 2009 Achim Bodewig 0 comments
4. August 2009. Noch immer Uckermark.
10.34 Uhr. Pasewalk. »Caro. I love you.«

10.44 Uhr. Schon wieder ein DDR-Relikt. Sieht aus wie ein DKW (West), ist aber ein IFA F9 (Ost):

10.53 Uhr. Ständige Begleiter seit zwei Tagen auf meiner Tour: Baltic Runner:

11.17 Uhr. Plattenbauten mitten in der uckermärkischen Pampa:

11.19 Uhr. Arme Schweine auf einem Truppenübungsplatz bei Viereck:

11.20 Uhr. Noch mehr arme Schweine:

11.32 Uhr. Zu spät:

11.57 Uhr. Friedhofsrast:

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4. August 2009, 10.30 Uhr:

Bahnhof Pasewalk. M. C., erinnern Sie sich? Was für eine dämliche Aktion. Unreflektiert. Unerwachsen. Unnötig. Unglaublich doof.
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4. August 2009. Ihr merkt es schon. Die Uckermark ist groß. Sehr groß!
7.54 Uhr. Meine Schlafstatt der letzten Nacht:

7.55 Uhr. Blick nach draußen:

Diese drei Fohlen als Morgenanblick lassen mir gleich das Herz aufgehen. Süß!
8.55 Uhr. Frühstück:

9.41 Uhr. Abschied von Gut Schmarsow:

9.45 Uhr:

9.52 Uhr. Hier durchschneidet die A 20 (»Ostseeautobahn«) das Uckertal. Danke, Dr. Helmut Kohl.

10.01 Uhr:

10.05 Uhr:

10.13 Uhr. Ortseingang von Pasewalk. Ein – wie ich finde – sehr passendes Bild:

10.14 Uhr. Kreis-Poliklinik Pasewalk. Okay, die ehemalige Poliklinik Pasewalk:

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