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25 Aug 2009 Achim Bodewig 0 comments

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25. August 2009
11.36 Uhr. »Mein« Stück Strand bei der Ankunft. Nun gerade so in Deutschland. Heute also ohne Badehose.

16.51 Uhr:

16.56 Uhr. Eine schlaue Krähe. Ich hatte die Vögel mit Brot gefüttert. Die Möwen schlangen das Fressen sofort runter, die Krähe hat die großen Stücke im Sand verbuddelt und mit einem Stückchen Holz markiert (!!):

17.09 Uhr. Von diesen Tieren hatte ich Anfang August wahre Schwärme erwartet. Gesehen hatte ich damals bestenfalls fünf:

17.21 Uhr. Deutsch-polnisches Kulturverständnis:

Ein Schild am Strand, von polnischer Seite aus: »Willkommen. Hinweis: In 300 m beginnt ein FKK-Strand.«

Das Schild von deutscher Seite aus: »Willkommen. Hinweis: Sie überschreiten hier die Grenze nach Polen. Beachten Sie bitte die Einreisebestimmungen.«
25 Aug 2009 Achim Bodewig 0 comments
25. August 2009, 16 Uhr

Am Strand entlang bis hinter die Ahlbecker Seebrücke gen Nordwesten. Zurück südöstlich auf der Strandpromenade bzw. durch den Wald bis kurz vorn Swinemünder Stadtrand und dann wieder am Strand entlang zu meinen Habseligkeiten.

7,16 km in 49 min 14 sec gleich 8,73 km/h und 271 verbrannte kCal.
25 Aug 2009 Achim Bodewig 0 comments
25. August 2009, 14 Uhr
Am Sonntag habe ich vergessen, ein Buch einzupacken (ich vergesse immer etwas einzupacken). Ich habe tatsächlich noch zwei Bücher von Christa Wolf in meinen Bücherregalen, die ich noch nicht gelesen habe. Gestern Morgen war ich deshalb in Ahlbeck in der vermutlich einzigen örtlichen Buchhandlung. In Buchhandlungen bin ich immer etwas ratlos, wenn ich keinen konkreten Plan habe, was ich kaufen soll. Viele Mankells. (Schreibt man den so? Wahrscheinlich Krimiautor. Lese ich nie.) Dann entdeckte ich Inge Jens. Und Monika Maron. Schließlich John Irvings “Bis ich dich finde”. Es gibt auch Bücher von John Irving, die ich noch nicht gelesen habe. Die stehen allerdings nicht bei mir zu Hause in den Regalen.
Jetzt lese ich also seit gestern mal wieder John Irving. Wie immer total verworren zu Beginn. Drei Millionen Figuren werden vorgestellt. Und ich ahne, dass sie mir “Jahre” später wieder begegnen werden. Ich freue mich schon.
25 Aug 2009 Achim Bodewig 0 comments
25. August 2009, 12 Uhr
Seit halb zwölf bin ich am Strand. Während sich in Berlin der Eine gerade erst aus dem Bett bewegt oder die Andere nach der Mittagspause sehnt, habe ich ein Bad in der Ostsee genossen und als zweites Frühstück zwei leckere polnische Brötchen mit mittelleckerem niederländischen Käse verdrückt. Ein Kaffee dazu wäre toll gewesen.
Ich liege auf dem ehemaligen Grenzstreifen. Gerade so in Deutschland. Ein paar Meter nordwestlich von mir erahnt man noch die DDR-Grenzsicherungsanlagen. (Im Moment schickt der Himmel einen fliegenden Händler vorbei. Mit Kawa. Kaffee. Eiskaffee zwar. Aber Kaffee. Toll.) Etwa fünfzig Meter südöstlich die tatsächliche Grenze zu Polen. Ich denke mal wieder über die Absurdität dieser DDR-Grenzanlagen nach. Selbst zum “Bruderland” nach Osten totale Abschottung. Völlig beknackt.
Mir wird gewahr, dass dies heute wohl mein letzter Tag am Meer für das Jahr 2009 sein wird. Mit Sicherheit mein letzter Tag im Meer. Vielleicht sogar der letzte Sommertag. Ab morgen bin ich bis Ende September mit Ulrikes WGZ-Ausstellung beschäftigt. Dazwischen die anderen Aufträge. Aber ich will nicht jammern. Mir ist ziemlich lange schon bewusst, dass ich ein ungemein entspanntes (Arbeits-)Leben führe. Keine Pflicht, morgens Punkt neun an einem Schreibtisch zu sitzen. Womöglich sogar noch früher. Keinen Jahresurlaub, den ich im Herbst des Vorjahres genau planen muss. Ich hab’s schon ziemlich gut. Und aktuell, bei schätzungsweise 26 Grad, mit der rauschenden Ostsee vor mir, ganz besonders. Jetzt noch ein polnisches süßes Hörnchen und dazu den Eiskaffee!
25 Aug 2009 Achim Bodewig 0 comments
25. August 2009
Noch einmal mit Rad und Kamera quer durch den Ort und die Strandpromenade rauf und runter.
10.37 Uhr. Plattenbau neben dem Campingplatz:

10.37 Uhr. Strandpromenade in Richtung Westen:

10.38 Uhr. Strandpromenade, die Fußgängerzone, etwas weiter Richtung Meer (also rechts vom obigen Bild aufgenommen):

10.38 Uhr. Strandpromenade, andere Blickrichtung. Wie man sieht, ist dort leider alles mit Verkaufsbuden zugebaut. Ich schrieb vor drei Wochen ja schon, dass ich vermute, dass die Polen auf so Budenzauber stehen. In Swinemünde ist es aber wirklich sehr dezent gehalten:

10.39 Uhr:

10.41 Uhr:

10.42 Uhr:

10.43 Uhr:

10.44 Uhr:

10.45 Uhr. Inzwischen eine absolute Rarität: Ein Fiat 125p. Als ich vor inzwischen mehr als fünfzehn Jahren das erste Mal in Polen war, fuhren praktisch nur diese Fiats, die kleineren 126 oder die etwas moderneren Polonez dort rum. Alle drei Typen sind inzwischen fast völlig aus dem Straßenbild verschwunden.

10.48 Uhr:

10.52 Uhr:

11.06 Uhr. Auf der ul. Chopina. Ich würde tippen, hier wohnt man als echter Swinemünder:

11.07 Uhr:

11.08 Uhr. Was vom Kriege übrig blieb:

11.10 Uhr. Bibliothek:

11.16 Uhr. Noch einmal ulica Chopina:

11.22 Uhr. Strandpromenade, nordwestliches Ende. »Na sprzedaż« heißt vermutlich »zu verkaufen«. Hat mal irgendjemand ne Million Złotych übrig? Könnte renoviert eine Goldgrube werden. Für Interessenten: www.DomyNadMorzem.pl

11.23 Uhr. Ein paar wenige Gebäude weiter steht das letzte Haus an der Strandpromenade. Dahinter geht die Straße etwa einen halben Kilometer durch den Wald, dann kommt die Grenze nach Deutschland.

25 Aug 2009 Achim Bodewig 0 comments
25. August 2009
10.06 Uhr. Mein Zelt in voller »Größe«:

10.10 Uhr. Im Inneren. Wie man sieht, sind die Platzverhältnisse nicht sehr üppig. Die Isoliermatte ist 50 cm breit:

10.30 Uhr. Alles verstaut. Abreisebereit. Das Zelt samt Schlafsack und Isomatte ist in der schwarzen Tasche verstaut. In einer der zwei gelben Satteltaschen sind meine Klamotten, in der anderen Verpflegung und ein großes Badetuch. Mehr braucht man nicht für ein paar Tage Ostsee. Bei gutem Wetter.

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25. August 2009, 9 Uhr
Das Schlimmste an Übernachtungen an fremden Orten ist das Fehlen meines Morgenrituals. Aufstehen, kurz pinkeln gehen, Kaffee machen, mit dem wieder ins Bett gehen und dort wach werden. Mit dem iPod in der Hand. Weltlage checken. E-Mails lesen. Ich brauche morgens Stunden, um wach zu werden. Ohne Kaffee werde ich praktisch nie wach. Wie schlimm es mir Anfang August auf meiner Radtour und auch jetzt wieder nach dem Aufwachen (noch ohne wirklich wach zu sein) erging und ergeht, kann man sich denken. Ein Sprung ins Meer zum Sonnenaufgang hilft, auch ohne Kaffee in den Tag zu starten. Dazu muss das Meer aber direkt vor meinem “Bett” sein.
Weil ich dieses Morgenritual schon seit Jahrzehnten brauche, kam ich bisher noch nicht einmal entfernst auf den Gedanken, Urlaub mit dem Zelt zu machen.
Heute war ich kurz nach sechs das erste Mal wach. Ich dachte nur, wie bescheuert bin ich eigentlich, dass ich das mit dem Zelt schon wieder mache. Über diesen Gedanken schlief ich zum Glück gleich wieder ein.
Dass ich überhaupt mit einem Zelt unterwegs bin, habe ich Dirk zu verdanken. Dirk ist ein Bekannter aus Lübeck, der – wie ich – Polen sehr mag. Das Land. Und gerne Rad fährt. Wir hatten letztes Jahr die Idee, zusammen mit den Rädern nach Masuren zu fahren. Dirk muss aus beruflichen Gründen seinen Jahresurlaub für das Folgejahr schon im Herbst einreichen. Anfang Juni schien uns eine gute Zeit für zwei Wochen Masuren. Die Details der Reise machten wir erst nach und nach im Frühjahr diesen Jahres klar. Unter anderem auch, dass wir zelten würden. Ich war mäßig begeistert. Dirk bestand aber darauf. So kam es, dass ich mir Ende Mai ein Zelt kaufte. Beim Zeltkauf war Dirk dabei, wir wollten zwei Tage danach mit dem Zug nach Allenstein aufbrechen. Daraus wurde nichts, weil es nach zwei Monaten Hochsommer im April und Mai zwei total verregnete Monate Juni und Juli gab.
Als es dann Anfang August endlich doch noch nach Sommer aussah, nach verlässlichem Sommer, startete ich mit meinem Rad. Und meinem Zelt. Wo ich es doch nun besaß.
So kam Achim B. zum Zelten. Richtig anfreunden werde ich mich mit dieser Form des Urlaubs wohl nie. Aber für maximal eine Woche ist es okay. Oder so einen Kurzausflug von zwei Tagen, wie aktuell. Man hat hat “seine Wohnung” bei sich. Kann fast überall sein Lager aufschlagen. Und weiß danach seine eigenen vier Wände wieder sehr zu schätzen.
Jetzt zum Wachwerden gibt es auf dem innerstädtischen Campingplatz von Swinemünde – dem Himmel sei Dank – einen kleinen Laden, in dem sie große Becher Instantkaffee mit viel Milch servieren. Für die, die ohne Gaskocher unterwegs sind. Aber ohne Kaffee nicht wach werden.
Der zweite Becher ist gleich leer. Dann kann ich mein Zelt abbauen. Und danach ans Meer fahren. Heute soll es selbst hier an der Ostsee 26 Grad warm werden. Ich freu mich schon. Und dafür lohnt sich die ganze Qual am Morgen dann doch.
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24. August 2009, 22.40 Uhr
Dieser Sternenhimmel über der Ostsee ist echt der Knaller. Es tut mir gerade fast schon Leid, dass ich mein Zeltchen auf einem richtig ordentlichen Campingplatz aufgebaut habe und diesen Ausblick, der sich mir jetzt gerade wieder zeigt, nicht noch einmal beim Einschlafen haben werde. Auf der anderen Seite: nur so im Schlafsack an der Ostsee zu liegen, mag zwar ganz romantisch klingen, aber selbst bei Daunenfütterung wird es nachts doch ganz schön frisch.
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24. August 2009
Einmal mit Rad und Kamera durch den Ort.
17.04 Uhr:

17.25 Uhr. Eine Kreuzung und drei ihrer Ecken:



17.48 Uhr. Heilbutt und ein gutes Żywiec:

17.59 Uhr. Auch in Swinemünde inzwischen extrem selten: Ein Fiat 126p.

19.52 Uhr. Sozialistische Ferienwohnheimarchitektur:

19.54 Uhr. Neupolnische Bäderarchitektur:


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24. August 2009
Im Grenzgebiet zwischen Ahlbeck und Swinemünde. Ich liege gerade so in Polen. Deshalb ganz züchtig mit Badehose.
13.11 Uhr:


15.09 Uhr:

15.10 Uhr:

15.28 Uhr:


15.39 Uhr:

16.45 Uhr:

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24. August 2009
Mit dem Fahrrad und der Kamera einmal durch den Ort und die Strandpromenade rauf und runter. Bäderarchitektur wie aus dem Lehrbuch.
12.17 Uhr:

12.19 Uhr:

12.20 Uhr:


12.21 Uhr:

12.22 Uhr:

12.23 Uhr:

12.46 Uhr:

12.47 Uhr:

12.48 Uhr:

12.49 Uhr:

12.51 Uhr:

12.53 Uhr:

24 Aug 2009 Achim Bodewig 0 comments
24. August 2009, 12.30 Uhr

Bei einem Auftrag verfolgt er mich seit Wochen, auf Usedom begegnet er einem auch fast auf Schritt und Tritt: Wernher von Braun. Schnappschuss in einer Ahlbecker Buchhandlung.
24 Aug 2009 Achim Bodewig 0 comments
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