8,90 km in 56 min 40 sec gleich 9,42 km/h und (laut TrailRunner) 311 verbrannte kCal.
Heute das erste Mal seit Monaten in langen Hosen und mit Sweatshirt gelaufen. Handschuhe habe ich auch fast schon vermisst. Aber immerhin hängen noch grüne Blätter an den Bäumen und die Sonne scheint. Ich will nicht, dass Winter wird!
NetNewsWire war mir bis vor ein paar Tagen das liebste und vor allem auch – bis auf die Musikabspielfunktion – das wichtigste Programm auf meinem iPod. Seit die Synchronisation nicht mehr über NewsGator läuft, sondern über Google, kann man das Programm aber in die Tonne treten. Es ist total lahm beim Aufrufen von Meldungen und das Synchronisieren dauert ewig. Wer hat das Programm auch auf iPod touch beziehungsweise iPhone in Betrieb und kann Ähnliches (oder vielleicht auch Gegensätzliches) berichten?
Was ist dieser Mann doch unsympathisch, besserwisserisch, ekelhaft. Dass er schlechtes Englisch spricht, finde ich völlig unerheblich. Nicht aber, dass er in diesem Ton vor internationaler Presse auftritt. Mich beschlich eben ganz viel ganz große fremde Scham, als ich das sah.
Man fragt sich bei diesem Plakat, wie wohl die anderen Bilder aus dem Fotoshooting ausgesehen haben müssen, dass ausgerechnet dieses hier ausgewählt wurde. Geht’s noch unnatürlicher, Frau Dr. Högl?
16.59 Uhr:
Herr Lederer ist der optisch attraktivste Kanditat in meinem Wahlkreis – wie ich finde. Das reicht aber nicht, um meine Stimme zu bekommen.
17.01 Uhr:
Dr. Burholt – wirkt nicht unsympathisch. Der wird’s aber auch nicht sein.
Wer auch immer gestern Nacht (auf Sonntag) in Ihrer Etage eine Bodenturn-WM veranstaltet hat, den bitten wir diese Aktivitäten (wenn denn nötig und was immer das war) doch bitte auf den Tag zu verlegen. Das Gepolter war einfach nicht auszuhalten!
Welche Whg. es genau war, konnten wir nicht »ermitteln«, sonst hätten wir direkt geklingelt.
8,90 km in 58 min 25 sec gleich 9,14 km/h und (laut TrailRunner) 314 verbrannte kCal.
Um den Reichstag herum gab es die versammelte Journallie der Republik und der halben Welt.
Passend zum heutigen 27. September hörte ich – wie immer zum Joggen – Christa Wolfs »Ein Tag im Jahr«. Es ist der 27. September, den sie dort beschreibt. 1998 gab es auch schon eine Bundestagswahl am 27. September. Damals wurde Rot-Grün gewählt. Hach, was waren das noch für hoffnungsvolle Zeiten!
Ich geh jetzt gleich auch mal noch meine zwei Kreuze machen.
Gestern Abend begann mein Holga-Experiment. Ich habe den ersten Mittelformatfilm meines Lebens verknipst. Alleine das Einlegen des Films in die Kamera (im Dunkeln!) ist ein Aufwand und ein Gefummel, wie man es sich mit einer Digitalknipse gar nicht mehr vorstellen kann.
Zwölf Bilder passen auf einen Film. Die waren schnell verschossen. Danach habe ich einen Kleinbildnegativfilm in meine Holga gelegt, aber vergessen, vorher den passenden 35-mm-Adapter innen ins Gehäuse zu setzen. Wenn der Adapter fehlt, kann man zwar auch fotografieren, allerdings hat dann offenbar der KB-Film keine richtige Führung und liegt mehr oder minder loddelig vor der Linse. Das in Kombination mit den massiven Lichteinfällen auf den Film (entweder vom nicht ganz dicht schließenden Gehäuse, vom anfangs nicht abgeklebten Filmzählers oder vom Filmwechsel) führt dann zu solchen Fotos:
Mit meiner Lumix sieht dasselbe Motiv zu identischen Lichtverhältnissen so aus:
Die Frage »was haben Sie denn mit dem Film gemacht?« stellte mir die Fotolaborantin total entsetzt, als ich den Kleinbildfilm heute nach zwanzig Minuten entwickelt abholen konnte. Noch ein paar Bespiele gefällig?
Der Versuch einer Langzeitbelichtung:
Dr. Helmut Kohl anno 1980 (fotografiert vom Fernseher) in Langzeitbelichtung – ab da hatte ich dann das Zählerfenster zugeklebt:
Diese Aufnahme ist von heute Mittag:
Vielleicht hätte ich diese Anleitung auf YouTube gestern schon sehen sollen:
Die Entwicklung des Mittelformatfilms dauert leider eine Woche. Ich glaube, dass darauf diese totalen Unschärfen nicht vorkommen werden, da der Adapter der richtige war.
Jetzt habe ich wieder einen 35-mm-Film drin – aber mit dem passenden Adapter. Und das Filmzählfenster ist abgeklebt.
Bis Ende nächster Woche ist hoffentlich auch mein neuer Scanner da. Den Microtek Scanmaker i800 von letzter Woche habe ich wegen der völlig unbefriedigenden Scangeschwindigkeit und auch enttäuschender Scanergebnisse zurückgeschickt. Die Scans hier habe ich mit meinem Kleinbilddiascanner (Nikon Super Coolscan 4000 ED) gemacht. Der scannt nur das reine Kleinbildformat. Der Clou an der Holga ist aber, dass sie auch Kleinbildfilme im Mittelformat belichtet. Also über die Transportstanzung hinaus. Das wiederum kann ich nur mit einem Durchlichtscanner scannen. Es bleibt also spannend.
Bisher finde ich die Ergebnisse ganz charmant. Ich werde vermutlich noch einiges an Lehrgeld in Form von sinnlos verschossenen und entwickelten Filmen bezahlen müssen. Aber ich bin froh, wenn ich am Ende pro Film ein richtig tolles Foto gemacht habe. So hielt ich es früher, als ich nur analog fotografierte, auch schon. Ein gutes Bild je Film. Der Rest kann gerne Ausschuss sein.
Mittelformatfilme gibt es bei MediaMarkt übrigens gar nicht mehr. Netterweise lagen der Kamera vier Filme bei. Zwei Kleinbild- und zwei Mittelformatfilme. Für die Zukunft gibt es zum Glück spezialisierte Online-Shops.
Im Frühjahr 1966 im Südwesten der alten Bundesrepublik geboren. Sprachlich und mental zum Glück westpreußisch (mütterlicherseits) und niederrheinisch (väterlicherseits) sozialisiert. Anfang 1988 Umzug nach Berlin (West), seit Spätsommer 2005 Plattenbaubewohner (Ost). Der erste Apple: 1990 – ein Macintosh IIci.