27. Oktober 2009, 11 Uhr

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Meine Nacht im Schlafwagen verlief ganz ordentlich. Ich habe gut geschlafen, bis auf das etwas ruppige Wecken der Grenzleute bei der Einreise nach Serbien heute Nacht konnte ich wunderbar durchschlafen. Gegen acht Uhr heute früh wurde ich wach. Der Zug stand. Kurz danach klopfte der Schlafwagenschaffner. Der ist vermutlich Bulgare, spricht keine meiner Sprachen, ich keine seiner. Irgendwie hat er mir dann verständlich gemacht, dass es mit dem Zug Probleme gibt und dass wir hier in Belgrad bis heute Nachmittag Abend um 17 21.15 Uhr stehen bleiben werden mit unserem Kurswagen. Super. Es regnet. Ich hab keinen blassen Schimmer von der Stadt, hatte bis vor einer halben Stunde natürlich auch keine Dinar bei mir. Im Schlafwagen gibt es nichts zu essen oder zu trinken.

Ich bin dann also auf dem Verschiebebahnhof mitten im Gleisgewirr aus meinem Waggon ausgestiegen und durch das bei dem Wetter extrem unfreundlich wirkende Belgrad gelaufen. Ein paar Meter bisher nur, bis zum eigentlichen Bahnhof. Hier konnte ich Geld am Geldautomaten ziehen, am Bahnhof selbst gibt es ein Café mit WLAN, einem extrem freundlichen jungen Kellner (der auch keine meiner Sprachen spricht), der mir soeben ein Nutallabrötchen als Frühstück gebracht hat.