27. Juni 2010, 10.30 Uhr

Geweckt wurde ich heute vom Kirchengeläut. Ich schlief quasi im Pfarrgarten. Der Stolpmünder Campingplatz (bisher der beste – obwohl alle okay waren) liegt am Stadtrand an einer Einfamilienhaussiedlung und dort direkt neben einer Achtzigerjahrekirche. Deren eher dürres Geläut war also das erste Geräusch, das ich um halb neun vernahm.

Jetzt gibt’s Frühstück im Zentrum, in der Nähe des Hafens. Hier machen die Möwen Geräusche. Ohne Unterlass. So krass habe ich das noch nie erlebt. Das war mir gestern Abend beim Ankommen schon aufgefallen. Zu Hause muss ich mich wohl auch mal mit Möwen beschäftigen. Wo welche leben. Und welche Art was für Töne von sich gibt.

Stolpmünde (Ustka) hat sonst nicht so viel zu bieten. Nicht wirklich hässlich, aber auch nicht wirklich schön. Einen tollen Strand gibt’s hier. Aber den hat ja fast jeder Ort hier an der Küste.

Meine Favoriten bisher sind Treptow an der Rega und Rügenwalde. Beides wirklich ganz bezaubernde Städtchen. Rügenwalde wäre auch wieder so ein Kandidat für den Dreh eines Films, der 1950 spielt. Oder auch 1900. Ein paar Satellitenschüsseln abschrauben, ein paar Werbeschilder abmontieren und fertig ist die perfekte Kulisse.