Archive for Juni, 2010

Ausdauer, Ausflüge

Slowinzinische Fundstücke

28. Juni 2010

18.28 Uhr. Eine Kreuzotter. Fast hätte ich sie überfahren:

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18.44 Uhr. Blick von einem Aussichtstrum über den Lebasee (Jezioro Łebsko):

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Ausdauer, Ausflüge

jest 18:17

28. Juni 2010, 18.17 Uhr

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Ausdauer, Ausflüge

Wie in Maspalomas, nur schöner

28. Juni 2010

15.56 Uhr:

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16.02 Uhr:

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16.07 Uhr:

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17 Uhr:

Kennt ihr Maspalomas auf Gran Canaria? Ungefähr so sieht es hier aus. Nur schöner. Und ohne Schwuppen. Unglaublich, diese Natur. Diese Lontzdüne (Łącka Góra) ist riesig!

Von Leba (Łeba) sind es bis hierher acht Kilometer. Fußfaule können mit Elektrobussen fahren, von der Endhaltestelle der Busse beziehungsweise vom Fahrradparkplatz sind es dann aber noch etwa zwanzig Minuten bis zum Strand zu laufen. Und ich bin hier fast alleine.

Schwimmen war ich auch schon. Weiß jemand, wie warm die Ostsee aktuell ist?

Ach, is det schön hier!

17.23 Uhr:

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17.54 Uhr. Ein todesmutiges Kind stürzt sich kopfüber in die Tiefe:

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17.56 Uhr:

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18.03 Uhr:

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18.04 Uhr:

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18.06 Uhr. Buntspechte:

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18.07 Uhr:

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Ausdauer, Ausflüge

Pierogi ruskie zum Frühstück

28. Juni 2010

Rettung naht in Form eines größeren Ortes. Lebafelde (Żarnowska). Und dort das Restauracja Łebsko.

11.04 Uhr. Endlich Kaffee:

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11.11 Uhr. Pierogi ruskie zum Frühstück:

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11.55 Uhr: Zweiter Kaffee und Naleśniki Schewanee z pomarańcza. galką lodów i sosem (warme Pfannkuchen, gefüllt mit Orangenscheiben, dazu Ananas, Schlagsahne und Soße):

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Ausdauer, Ausflüge

Hart erkämpfe Naturschönheit

28. Juni 2010

10.06 Uhr:

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10.14 Uhr:

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10.26 Uhr. Wielkie bagno:

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10.30 Uhr:

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10.41 Uhr:

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Ohne Frage, die Landschaft hier im Slowinzischen Nationalpark ist der Hammer. Fast Urwälder, sanfte Hügel, zwischendurch flache Heidelandschaft und Gewässer. Aber der Radweg R10, der hier durchführt, erfordert wirklich alle Kräfte. Man merkt, dass ein Großteil der Landschaft ehemalige Dünen sind. Der Weg ist ein sehr schlechter Feldweg, der aus Sand besteht. Streckenweise musste ich auf den heutigen vierzehn Kilometern schieben. Und selbst das ging nur im Schneckentempo und unter großem Kraftaufwand.

Das Ganze auch ohne ein Frühstück oder wenigstens einen Kaffee heute früh. Dieses Giesebitz (Izbica) ist so ein kleines Nest, dass es dort auf meinem Weg nichts zu kaufen gab. Die nächsten Ansiedlungen unterwegs sind bestenfalls kleine Weiler. Beim Start dachte ich noch, bis Leba (Łeba) sind es ja »nur« fünfzehn bis zwanzig Kilometer, die schaffe ich innerhalb einer Stunde auch ohne Frühstück und unterwegs wird es ja mal einen kleinen Sklep geben. Gibt es aber nicht.

Ausdauer, Ausflüge, Autsch

Peulenpest und Matschauge

28. Juni 2010, 8 Uhr

Als ich eben in den Spiegel blickte, dachte ich, Bata Illic stehe vor mir. Ich habe total verschwollene Augen und außerdem die Peulenpest. Wo die Beulenpest herkommt weiß ich: trotz Autan werde ich abends immer dermaßen von Moskitos attackiert. Das mit den Augen finde ich etwas verwunderlich. Ich merkte gestern schon, dass sie tränten und dick wurden. Die Kontaktlinsen habe ich natürlich nicht seit Tagen drin. Das war nur eine Notlösung für eine Nacht. In Rügenwalde (Darłowo) gibt es einen Optiker und dort bekam ich auch Kontaktlinsenbehältnisse. Eine Bindehautentzündung fände ich jetzt nicht so prickelnd.

In Giesebitz (Izbica) bin ich gelandet, weil es gestern zum Sonnenuntergang hin zuging, ich mit meinen Kräften etwas am Ende war und außerdem der einzige Campingplatz auf den nächsten achtzehn Kilometern bis Leba (Łeba) eingezeichnet war.

8.16 Uhr:

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Der Campingplatz ist in Wirklichkeit der sehr große und sehr schöne Garten einer Familie, wo ich auf dem langen, schmalen Grundstück hinter einer Scheune mein Zelt aufschlagen konnte. Die Waschräume sind eher rustikal und aus der Kategorie selbstgezimmert. Aber auch in Ordnung.

Ich hoffe, dass ich nicht bis Leba (Łeba) mit einem Kaffee warten muss. Das nächste Mal nehme ich mir einen Gaskocher mit. Ich glaube, das dachte ich im vergangenen Jahr auch schon.

Ausblicke

Tag 5

27. Juni 2010, 22 Uhr

Von Stolpmünde (Ustka) bis Giesebitz (Izbica) am Lebasee (Jezioro Łebsko). Gefahrene Kilometer: 77, Fahrzeit: 4 Stunden, 33 Minuten. Vmix: 16,80 km/h, Vmax: 42,30 km/h.

Diesmal mit dreigeteilter Karte, weil Google Maps den Weg durchs Moor natürlich nicht kennt. Nicht einmal als Weg für Fußgänger.


Von Rowe (Rowy) nach Groß Garde (Gardna Wielka) habe ich oben um den Garder See (Jezioro Gardno) herum auf der Nehrung genommen.

Der direkte Weg von Klucken (Kluki) nach Giesebitz (Izbica) führt durchs Moor.

Ausdauer, Ausflüge

Slowinzischer Radwegwahnsinn

27. Juni 2010

Merke: Wenn du denkst, das Schlimmste hast du hinter dir, kommt es noch schlimmer.

19.54 Uhr. Der Radweg wird sehr abenteuerlich:

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19.59 Uhr. Das Hellgrüne in der Mitte ist kein Moos und auch kein Rasen, das ist Wasser. Ich weiß nicht, wie tief es ist. Das Schwarzbraune rechts ist keine Erde, sondern Schlamm, in dem man augenblicklich versinkt. Der einzige Weg, hier weiter zu kommen, führt über die zwei etwa zehn Zentimeter dicken Äste, die freundlicherweise über diesem Morast liegen:

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20.04 Uhr. Mir blieb nichts anders übrig, als mein Gepäck vom Fahrrad zu nehmen und einzeln über die Äste zu tragen und dann das Fahrrad huckepack zu nehmen und auch über die »Brücke« zu balancieren:

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20.09 Uhr. Ich hatte mich nicht verfahren, das alles ist weiterhin als Radweg deklariert.

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Es ging übrigens etwa einen Kilometer folgendermaßen weiter: dünne Grasnabe, auf der man halbwegs ordentlich fahren kann, im Abstand von zehn Metern eine Kuhle, die total verschlammt und vermatscht ist. Nicht ganz so schlimm, dass Äste als Hilfsbrücken ausgelegt wurden, aber man muss immer abbremsen, die Ideallinie nehmen und hoffen, nicht im Schlamm stecken zu bleiben.

20.11 Uhr. Die Belohnung:

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20.26 Uhr. Noch mehr Belohnung:

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20.27 Uhr:

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Ausdauer, Ausflüge

jest 18:17

27. Juni 2010, 18.17 Uhr

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Ausdauer, Ausflüge

Eine verwirrte polnische Omi und eine Flasche Żywiec

27. Juni 2010, 17.40 Uhr

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Vorhin am Strand hätte ich vielleicht mal nicht so vorlaut sein sollen. Hätte ich geahnt, was auf mich zukommt, hätte ich nicht geschrieben, dass ich neidisch auf mich wäre. Zumindest nicht auf den Zustand der Strecke zwischen Rowe (Rowy) und Groß Garde (Gardna Wielka) und dessen Auswirkung auf meinen Hintern und meine Bandscheiben. Ich wurde auf acht Kilometern dermaßen durchgeschüttelt, dass ich mich gar nicht mehr auf den Sattel setzen wollte. Aber nur im Stehen kann ich auch nicht fahren.

Dass ich in Groß Garde (Gardna Wielka) gelandet bin, war gar nicht geplant. Ich hätte im Slowinzischen Nationalpark irgendwann mal mitten in der Heide abbiegen müssen. Nach dem Gehoppel war ich froh, aus dem Park heraus am Horizont eine Kirche entdeckt zu haben, dachte, wunderbar, da kommt wieder Zivilisation, also dorthin. Das Dorf ist wieder ganz süß. Da es mir auf der Karte in seiner Lage am Garder See (Jezioro Gardno) anders erschien als das Dorf Schmolsin (Smołdzino), in dem ich eigentlich hätte landen sollen, ging ich eben eine alte Frau fragen, die auf einer Bank vor einem Haus sitzt. Dzień dobry. Jak nazywe się ta miejscowość? Das heißt Guten Tag, wie heißt dieser Ort? Zur Unterstützung legte ich ihr das Fahrradroutenbuch vor, das neben ganzseiten Kartenausschnitten auch kleine Abbildungen enthält. Die Frau fing dann an, in dem Buch rumzublättern, auf die Bilder zu zeigen und mir irgendwas zu erzählen. Verstanden habe ich natürlich nichts. Ich bedankte mich und zog von dannen.

Im Dorfladen (zu den polnischen Tante-Emma-Läden muss ich demnächst noch etwas mehr schreiben) habe ich dann erfahren, wo ich bin – nämlich falsch – und kaufte mir zur Abendverpflegung dafür ein kaltes Bier.

Der Dorfkaufmann war ausgesucht hilfsbereit und sprach ein bisschen deutsch (wie hier überhaupt fast alle eher deutsch sprechen denn englisch).

Ausdauer, Ausflüge

Und was macht ihr so?

27. Juni 2010, 15.55 Uhr

Und was macht ihr so? An einem Sommersonntag, kurz vor vier? Während ich am Strand liege und mir die Sonne auf den Bauch scheinen lasse? Nachem ich am Rande eines Nationalparks schwimmen war?

Seid ihr neidisch? Ich wäre total auf mich neidisch, um es mit Rose Nylunds Worten zu sagen.

Ausdauer, Ausflüge

Zweiundzwanzig Kilometer Horrorstrecke

27. Juni 2010, 15 Uhr

Die Strecke zwischen Stolpmünde (Ustka) und Rowe (Rowy), wo ich seit einer halben Stunde bin, war der reinste Horror. In einem meiner zwei Reisebücher als idealer Radweg, da eine aufgegebene Bahnstrecke, gepriesen, entpuppte sich der Weg als Mischung aus holprigstem Plattenweg, Sandstrecke oder üblem Feldweg. Ein kurzes Stück bin ich Straße gefahren, da drohten aber wieder wahnsinnige polnische Autofahrer. Eigentlich schade. Da der Weg so schlecht war, konnte ich mich nur auf diesen konzentrieren und nicht auf die schöne Landschaft. Wenn ich mal ein bisschen Tempo drauf hatte, musste ich wegen Schlaglöcher oder tiefem Sand auch schon wieder abbremsen. Streckenweise war das mit Sand so schlimm, dass ich schieben musste.

In Rowe (Rowy) angekommen, war ich dann zuerst so fertig, dass ich mir nicht einmal eine Stulle machen konnte. Völlig erschöpft und kraftlos.
Das Wetter ist noch immer super. Vermutlich sogar schon zu super für meine Haut. Heute Abend werde ich dankbar um die After-Sun-Lotion sein, die ich mir gestern in Rügenwalde (Ustka) gekauft habe.

Jetzt trinke ich gerade meinen ersten Caffè Latte in Polen und werde danach den Strand testen gehen.

Fußball gucken ist vermutlich nicht drin. Entweder liege ich am Strand oder fahre weiter, dann durch den Slowinzischen Nationalpark (Słowiński Park Narodowy), der hier beginnt und sich bis Leba (Łeba) ausdehnt.

Ausblicke

Sonne satt

27. Juni 2010, 11.45 Uhr

Weit bin ich heute noch nicht gekommen. Bei prallem Sonnenschein und etwa 25 Grad kann ich mich kaum von der Strandpromade (sogar mit freiem WLAN) losreißen.

Gerade habe ich gesehen, dass Deutschland heute um vier Uhr gegen England spielt. Mal schauen, ob es in Pommern auf dem Land auch Public Viewing gibt.

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Antiquitäten, Architektur, Ausdauer, Ausflüge

Warum Lachmöwen Lachmöwen heißen

27. Juni 2010, 10.30 Uhr

Geweckt wurde ich heute vom Kirchengeläut. Ich schlief quasi im Pfarrgarten. Der Stolpmünder Campingplatz (bisher der beste – obwohl alle okay waren) liegt am Stadtrand an einer Einfamilienhaussiedlung und dort direkt neben einer Achtzigerjahrekirche. Deren eher dürres Geläut war also das erste Geräusch, das ich um halb neun vernahm.

Jetzt gibt’s Frühstück im Zentrum, in der Nähe des Hafens. Hier machen die Möwen Geräusche. Ohne Unterlass. So krass habe ich das noch nie erlebt. Das war mir gestern Abend beim Ankommen schon aufgefallen. Zu Hause muss ich mich wohl auch mal mit Möwen beschäftigen. Wo welche leben. Und welche Art was für Töne von sich gibt.

Stolpmünde (Ustka) hat sonst nicht so viel zu bieten. Nicht wirklich hässlich, aber auch nicht wirklich schön. Einen tollen Strand gibt’s hier. Aber den hat ja fast jeder Ort hier an der Küste.

Meine Favoriten bisher sind Treptow an der Rega und Rügenwalde. Beides wirklich ganz bezaubernde Städtchen. Rügenwalde wäre auch wieder so ein Kandidat für den Dreh eines Films, der 1950 spielt. Oder auch 1900. Ein paar Satellitenschüsseln abschrauben, ein paar Werbeschilder abmontieren und fertig ist die perfekte Kulisse.

Ausdauer, Ausflüge

Tag 4

26. Juni 2010, 23 Uhr

Von Regenwaldermüde (Darłówko) bis Stolpmünde (Ustka). Gefahrene Kilometer: 81, Fahrzeit: 4 Stunden, 46 Minuten. Vmix: 16,90 km/h, Vmax: 42,30 km/h.

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