11. Juli 2010, 13.30 Uhr

Natürlich musste es mich auch auf dieser Tour erwischen: ein Fährdesaster. Nach denen meiner Radtouren von 2009 und 2008.

Gestern hatte ich mir bei einem Fremdenverkehrsbüro den Fahrplan der Fähre von Kahlberg-Liep (Krynica Morska) nach Frauenburg (Frombork) über das Frische Haff (Zalew Wiślany) eingesteckt. Nach diesem sollte die Fähre heute um 13.30 Uhr fahren. Als ich mir vor einer Stunde das Ticket kaufen wollte, wurde mir gesagt, dass die Mittags-Fähre heute nicht fährt. Diese verkehre nur auf Bestellung und bei mehr als dreißig Fahrgästen, die es heute nicht gibt. Das stehe auch auf dem Fahrplan, den ich – weil natürlich nur polnischsprachig – nicht in Gänze verstand. Wobei – wenn ich mir jetzt die Website der Reederei ansehe – so eindeutig ist das wirklich nicht.

Heute früh um halb zehn wäre eine gefahren. Die hätte ich sogar bekommen können. Nun ja. Ich mach das Beste daraus. Und das heißt bei der Affenhitze heute, mich in den Schatten zu setzen, das MacBook auszupacken und das Blog ein bisschen zu aktualisieren.

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Alternativ könnte ich natürlich auch an den Strand gehen. Aber wohin mit all meinem Gepäck? Mit dem voll gepackten Fahrrad durch den Sand? Nee, besser nicht. Und das Fahrrad mit Gepäck unbeaufsichtigt stehen lassen? Besser auch nicht.

Ich habe ein kleines italienisches Café – beziehungsweise eine Kawiarnia – entdeckt: Ciao Bella. Ich trinke bereits meinen zweiten Caffè, hatte schon ein leckeres polnisches, für mich heute zweites, Frühstück. Rührei mit Pilzen. Lecker!

Mir gegenüber sitzt eine Frau, die wie eine Chantal Lehner (aber ungeschminkt!) aussieht, zur Begrüßung schallte eine neue Version von Boys don’t cry aus den Lautsprechern. Sympathisch.

Ich werde jetzt übrigens die nächste Fähre nehmen, die von Kahlberg-Liep (Krynica Morska) um 17.20 Uhr nach Elbing (Elbląg) fährt.