11. Juli 2010, 9 Uhr

Heute war ich schon um halb acht wach. Nach einer Nacht zur einen Hälfte mit polnischsprachigen Träumen (oder dem, was ich im Traum für Polnisch hielt), zur anderen Hälfte in den Fängen eines wahnsinnigen Dennis Hopper wie in einem David-Lynch-Film.

Heute heißt es zumindest vorerst Abschied zu nehmen von Ostsee und Schwimmen im Meer. Ich werde gleich noch einmal reinspringen, dann meine Siebensachen packen und nach Kahlberg-Liep (Krynica Morska) fahren, von dort um halb zwei die Fähre übers Frische Haff (Zalew Wiślany) nach Frauenburg (Frombork) nehmen.

Wie es dann weitergeht? Noch keine Ahnung. Die Sache mit dem Oberländischen Kanal (Kanał Elbląski) von Elbing (Elbląg) nach Osterode (Ostróda), auf dem die Schiffe über Berge gezogen werden, finde ich ganz spannend. Masuren (Mazury) wäre toll. Warschau (Warszawa) wäre noch was oder zwei Tage zum Abschluss nach Zoppot (Sopot). Gestern habe ich mir noch einmal fünfhundert Złotych gezogen, außerdem “darf” ich ab sofort Zug fahren.

Erwähnte ich schon, wie toll es ist, am Zelt Kaffee trinken zu können? ;-) Gerade habe ich mir den dritten heute früh gekocht.

Gestern war ich übrigens beim Fryzjer. In Kahlberg-Liep (Krynica Morska). In einem ganz schnieken. Als einziger Mann. Sonst nur total aufgedonnerte oder aufzudonnernde schicke Frauen um mich herum. Kostete mit Bartschneiden dreißig Złotych.