17. Juli 2010, 4 Uhr

Irgendwie finde ich heute kein Ende. Bis halb vier war ich im Mandarynka. In neun Stunden geht mein Zug.

Statt endlich schlafen zu gehen, muss ich jetzt aber noch die örtliche Homodisko anschauen. Sixty9. Musiktechnisch auf alle Fälle ein Abstieg. Billigtechno. Tuntenpop. Warum haben Schwule so oft so einen hundsmiserabel schlechten Musikgeschmack?

Aber immerhin das erste Mal seit drei Wochen ein paar Schwule um mich herum. So ganz kann ich gar nicht fassen, wie viele um die Zeit noch hier sind. Sind das alles Touristen? Oder versammeln sich alle Lesben und Schwule aus der Dreistadt freitags hier?

Ich werde mein Bier austrinken und schlafen gehen. Als soziokultureller Ausflug war es auf alle Fälle gut.

Und die Location ist hübsch. Eine Villa. Unten Disko. Oben ist Rumlümmeln auf Wildledersitzsäcken angesagt. Gefällt mir gut.

Ah. Und jetzt läuft doch noch vertraute Musik. Róisín Murphy. Fast wie zu Hause.