10. Januar 2011, 16.28 Uhr

Wenn man, so wie ich, dicht an der Spree wohnt, kennt man das Gewässer etwas besser. Üblicherweise dümpelt das Flüsschen recht gemächlich vor meinem Fenster lang. Im Sommer manchmal so träge, dass keine Strömung mehr erkennbar ist. Seit etwa vier Wochen hat sie ein für ihre Verhältnisse höllisches Tempo drauf.

Was mich nun seit einigen Tagen total irritiert: Vor meinem Haus fließt sie noch immer wahnsinnig schnell, der Wasserstand ist aber etwa dreißig bis fünfzig Zentimeter niedriger als sonst.

Heute habe ich einen kleinen Spaziergang einmal um die Spreeinsel gemacht und mir die Spree auf meinem Weg genauer angesehen. Der Hauptarm nordöstlich der Insel scheint zumindest hinter der Mühlendammschleuse normales Niveau zu haben, der Nebenarm führt hinter der alten Schleuse an der Friedrichsgracht auch normalen Wasserpegel, davor aber die schon erwähnten dreißg bis fünfzig Zentimeter weniger als sonst.

Auf dem Bild gut zu sehen ist das deutlich niedrigere Wasserniveau vor dem Wehr am Auswärtigen Amt:

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Wieso führt ein Gewässer weniger Wasser, hat aber trotzdem eine deutlich schnellere Strömung? Das verstehe ich nicht.