Archive for April 24th, 2011

Ausflüge

beruhigend

beruhigend: verbindung nach hause (re md-bln) saust wie ein glühwurm hinterm see durch den wald.

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Ausflüge

immerhin kommt man auf dem land früh ins bett

immerhin kommt man auf dem land früh ins bett. gute nacht!

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Ausdauer, Ausflüge

Sonnenstich? Oder betrunken?

24. April 2011, 21 Uhr

Hab ich einen Sonnenstich oder bin ich nur betrunken? Mindestens hab ich einen Sonnenbrand. Mein Gesicht fühlt sich ganz heiß an. Obwohl ich Sonnenkrem, Sonnenbrille und Schildmütze getragen habe. Sonnenkrem heute allerdings erst ab meinem Bad in der Havel. Also nach 14 Uhr.

Es ist der Hammer, wie sommerlich es die letzten Tage ist. Von Winter auf Hochsommer innerhalb von zwei Wochen. So kommt es mir jedenfalls vor.

Als ich in der Havel baden war (zugegenermaßen nicht sehr lange, aber immerhin einmal Kopf unter Wasser und ein bisschen richtig geschwommen), kam mir das Wasser vor wie nur knapp über null Grad kalt und ich dachte, vor kurzem trieben hier noch Eisschollen rum.

Kann es sein, dass einem nach körperlicher Anstrengung Alkohol schneller in den Kopf steigt? Dieses sehr spezielle Gefühl von (angenehmem) Schwips wie jetzt kenne ich nur von meinen Radtouren. Wenn ich in Berlin mal zwei Bier trinke (was selten vorkommt), fühle ich mich viel nüchterner.

Egal wie: der Tag heute war schick. Hoffentlich macht morgen das Wetter noch einmal mit. Weil ich seit Potsdam keine Internetverbindung mehr hatte, konnte ich meine Wetter-App nicht aktualisieren.

Morgen schaffe ich es hoffentlich bis Magdeburg. Wenn mich nicht wieder falsch aufgestellte Fahrradschilder in die Irre führen. Und sich mein Hintern etwas erholt hat. Ich fragte mich heute unterwegs schon, wie ich im vergangenen Sommer eigentlich über tausend Kilometer auf dem Sattel ausgehalten habe.

So. Es wird dunkel. Und etwas frisch hier draußen am See. Zeit, schlafen zu gehen.

Ausblicke

Tag 2

24. April 2011, 20.30 Uhr

Von Ketzin bis Kirchmöser. Gefahrene Strecke laut Fahrradcomputer: 53,53 Kilometer, Fahrzeit: 3 Stunden, 15 Minuten. Vmix: 16,3 km/h, Vmax: 31,5 km/h.

Radroute 931617 – powered by Bikemap

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Ausdauer, Ausflüge

Kirchmöser Fundstücke

24. April 2011

19.34 Uhr. Hausmannskost in der Gaststätte Kanuheim in Kirchmöser:

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20.26 Uhr. Abendlicher Gast am Breitlingsee:

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Ausdauer, Ausflüge

Eine Nacht in Kirchmöser

24. April 2011, 19.30 Uhr

Die Angst, heute Nacht wieder irgendwo wild campieren zu müssen (wobei ich das gar nicht so schlimm fand – aber ich weiß ja nicht, ob ich heute wieder so ein Glück gehabt hätte), der sich langsam dem Ende neigende Tag, ein schöner See und vor allem mein doch sehr schmerzender Arsch haben mich auf den Campingplatz Kirchmöser geführt.

Kirchmöser liegt etwa dreizehn Streckenkilometer südwestlich von Brandenburgs Zentrum. Der nächste auf meiner Karte eingezeichnete Campingplatz ist westlich der Elbe. Das sind noch einmal gut zwanzig Streckenkilometer.

Dieser Campingplatz hier ist super. Direkt am Breitlingsee, mit Blick auf eine kleine Insel, mit Bademöglichkeit, mit einem Ruderclubvereinsheim, in deren Küche mir die Wirtin gerade Bratkartoffeln mit Spiegelei zubereitet. Das einzige vegetarische Gericht. Neben etwa zwanzig fleischhaltigen.

Die Übernachtung kostet drei Euro, das große Köstritzer, das ich schon fast ausgetrunken habe, 1,80 Euro, Bratkartoffeln 2,50 Euro.

20 Uhr:

Die Bratkartoffeln waren sehr lecker. Wenn auch nicht ganz vegetarisch. Mit Speck dabei. Egal. Ich bin im Urlaub. Erstaunlich, wie gut so ein simples Gericht nach so einem Tag schmecken kann.

Ich habe heute unglaublich Farbe bekommen. Ich bin knackebraun. Und mein Bart blond. Oder grau. Irgendwie ist das Licht hier in den Sanitärräumen des Ruderclubs, die ich mitnutzen darf, ganz anders als bei mir zu Hause.

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Ausblicke

Kirchmöser Fundstücke

24. April 2011

Ankunft in Kirchmöser.

18.44 Uhr. Blick über den Breitlingsee:

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Blick auf die Insel Kiehnwerder:

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Ausdauer, Ausflüge

Havelländische Fundstücke

24. April 2011

Auf dem Weg durch den Wald westlich der Stadt Brandenburg.

18.05 Uhr. Das Flüsschen Buckau:

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18.06 Uhr:

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Architektur, Ausdauer, Ausflüge

Brandenburger Fundstücke

24. April 2011

17.44 Uhr. Wilhelmsdorfer Landstraße:

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17.47 Uhr:

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Ausflüge

Das Klischee vom Brandenburger Proll

24. April 2011, 17.15 Uhr

Das Klischee vom Brandenburger / Brandenburgischen Proll wird in Brandenburg an der Havel übererfüllt. Ganzkörpertätowierung, Tussie im Schlepptau, debiler, trotzdem leicht aggressiver Blick, bespoilertes Auto, Fenster offen, Musikanlage mit Billigtechno voll uffjedreht. Gibt es hier alles. Mindestens einmal pro Minute.

Die Stadt gefällt mir trotzdem noch.

Hab mich gerade im vermutlich einzigen am Ostersonntag geöffneten Laden (“Öz & Le Backshop”) mit Wasser, Brötchen und Käse eingedeckt. Wer weiß, was der heutige Tag noch für Überraschungen bereit hält. Ich muss die Elbe noch mit einer Fähre überqueren …

Architektur, Ausdauer, Ausflüge

Brandenburger Fundstücke

24. April 2011

16.38 Uhr. In der Steinstraße:

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16.40 Uhr:

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16.41 Uhr:

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16.46 Uhr. Jugendklubhaus »Philipp Müller«:

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Obelisk auf dem sowjetischen Ehrenmal:

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16.51 Uhr. Sowjetischer Ehrenfriedhof:

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16.53 Uhr. Steintorturm und sowjetisches Ehrenmal:

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Zitat von einer Informationstafel am Mahnmal:

»Am Morgen des 24. April 1945 erreichten die ersten sowjetischen Truppenverbände aus Richtung Lehnin die Stadt. […] Nach heftigen Kämpfen besetzte die Rote Armee am 30. April 1945 die Altstadt und übernahm – eine Woche vor der Kapitulation des Nazi-Regimes – die Verwaltung der Stadt. 255 während der Kämpfe gefallene Sowjetsoldaten wurden hier […] bestattet. […] Im gesamten Stadtgebiet fanden mindestens 681 sowjetische Militärangehörige ihre letzte Ruhestätte.«

Mir läuft es wieder eiskalt den Rücken herunter. Ich finde es immer so unglaublich, vor solchen Gräbern zu stehen. Ein normaler Friedhof lässt mich ziemlich kalt. Aber diese Ehrenfriedhöfe der Roten Armee finde ich immer ein bisschen gruselig. Da wurden Zwanzig-, Zweiundzwanzigjährige getötet. Die hatten ihr Leben noch vor sich. Und dann sterben sie in Deutschland für nichts. Da wurden in den letzten Kriegswochen so dermaßen viele junge Männer verheizt. Diese beschissenen Nazis. Dieser beschissene Adolf Hitler. Ich hätte mal wieder Lust, ihm dafür eins reinzuhauen.

17.03 Uhr. Wredow’sche Zeichenschule und Mini-Jakobskapelle:

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17.10 Uhr: Wilhelmsdorfer Straße:

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Architektur, Ausdauer, Ausflüge

Kein WLAN in Brandenburg

24. April 2011, 16.15 Uhr

Brandenburg wäre erreicht. Die Stadt Brandenburg an der Havel. Ganz hübsch ist es hier geworden. Vor einigen Jahren war ich mit meinem alten Freund Aurelio auf einer Eisenbahnverabschiedungsfahrt schon einmal hier. Und noch viel früher, ganz kurz nach Fall der Mauer, auch schon einmal. Da sah es bedeutend anders aus.

Wirklich ganz hübsch hier. Ein großer Dom auf einer Havelinsel. Mit einer kleinen mittelalterlichen »Domstadt« drumherum. Eine Renaissance-Altstadt. Und eine Jugendstil-Neustadt. Etwa drei Viertel der Gebäude sind saniert. Ein Viertel sieht so aus, wie die DDR heute in Gänze aussähe.

Ich hatte auf ein Café mit WLAN gehofft. Vergebens. Eines, das so aussah, als hätte es eins, hat keines mehr. So sagte es mir die Bedienung. Schade. Dann werde ich wohl bis Magdeburg keine Lebenszeichen außer über Twitter senden können.

In diesem Café hätte ich auch gerne noch was gegessen. Leider macht die Küche erst um 17 Uhr wieder auf. So muss ein Kaffee reichen.

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Architektur, Ausdauer, Ausflüge

Brandenburger Fundstücke

24. April 2011

Man beachte den Unterschied: Brandenburger ist nicht gleich Brandenburgisch.

14.35 Uhr:

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14.40 Uhr. Blick in den Brandenburger Dom St. Peter und Paul:

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Blick auf den Domkietz:

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14.43 Uhr:

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14.45 Uhr. Blick gen Westen auf die Havel von der Fußgängerbrücke zwischen Dominsel und Brandenburger Hauptinsel:

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14.46 Uhr. Blick gen Osten auf den Mühlendamm:

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14.47 Uhr. Große Münzenstraße mit DDR-Relikten:

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14.48 Uhr. Lindenstraße, südliche Straßenseite:

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14.49 Uhr. Lindenstraße, nördliche Straßenseite:

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Große Münzenstraße:

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14.52 Uhr. Plötzlich wird Brandenburg richtig städtisch. Sogar mit Straßenbahn. Hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm, dass da noch eine fährt. Sogar eine meterspurige. Blick in die Hauptstraße:

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14.56 Uhr. Blick von der Jahrtausendbrücke in die Hauptstraße:

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14.58 Uhr:

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14.59 Uhr. Ritterstraße / Ecke Plauener Straße:

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15.04 Uhr. Brandenburger Streetart:

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15.05 Uhr. Brandenburger Pelze:

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15.06 Uhr. Mallorca-Party vs. Neues Forum:

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15.10 Uhr. Historischer Briefkasten in der Hauptstraße:

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Ausdauer, Ausflüge

Havelländische Fundstücke

24. April 2011

13.47 Uhr. Entweder kann ich keine Schilder lesen oder da sind Schilder, aber kein Radweg. Es geht jedenfalls zurück:

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13.49 Uhr. Suchbild. Finde den Laubfrosch:

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13.54 Uhr. Ich bin nicht zu blöd, Schilder zu lesen:

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Liebe Bürgermeister, lasst Radwegschilder doch bitte erst aufstellen, wenn die Radwege fertig sind. Danke.

14.24 Uhr. Das sind Radwege:

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Ausdauer, Ausflüge

Rast an Havelbucht

24. April 2011, 13.15 Uhr

19 Kilometer bin ich bisher gefahren. Hab Rast gemacht. Für das schon getwitterte Bad in der Havel. Mein Körper hat sich jetzt von 12 Grad dank der Sonne wieder auf Betriebstemperatur gebracht. Das Wasser ist total klar. Es herrscht reger Schiffs- und Bootsverkehr. Mir unbekannte Wasservögel führen ihren Nachwuchs aus. Über mir jede Menge anderer Vögel. Das zweite Frühstück (Birne, Banane, Mineralwasser) tat gut.

Schrieb ich schon, dass ich meine Idee mit dem Ausflug ganz toll finde?

(Und jetzt wird alles kopiert und doppelt gesichert.)

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