Archive for April 25th, 2011

Ausdauer, Ausflüge

Tag 3

25. April 2011, 22.30 Uhr

Von Kirchmöser bis Burg. Gefahrene Strecke laut Fahrradcomputer (inklusive der Fahrt von Alexanderplatz bis nach Hause): 70,77 Kilometer, Fahrzeit: 4 Stunden, 45 Minuten. Vmix: 14,8 km/h, Vmax: 30,8 km/h.

Radroute 931687 – powered by Bikemap

→ nächster Eintrag

Ausblicke, Ausdauer, Ausflüge

Zu Hause

25. April 2011

21.55 Uhr. Fahrplanmäßig pünktliche Ankunft am Bahnhof Alexanderplatz.

21.59 Uhr. Heimatgefühl:

2011-04-25-2159.jpg

22.22 Uhr. Nachbars Aussicht:

2011-04-25-2222.jpg

→ nächster Eintrag

Ausflüge

krass

krass, wie ein regionalexpress mühsam erkämpfte fahrradkilometer pulverisiert.

→ nächster Eintrag

Ausflüge

in wenigen sekunden bin ich selbst das glühwürmchen

in wenigen sekunden bin ich selbst das glühwürmchen am breitlingsee.

→ nächster Eintrag

Architektur

Burger Fundstücke

25. April 2011

19.38 Uhr. Ankunft in Burg (bei Magdeburg):

2011-04-25-1938.jpg

13 Kilometer in 37 Minuten. Geht doch!

19.41 Uhr. Nicht wirklich vertrauenserweckend:

2011-04-25-1941.jpg

»Naziaktivitäten in den letzten Wochen in Burg. In den letzten Wochen kam es immer wieder zu Nazisprühereien und Angriffen in der Stadt. So wurden Wände, Geschäfte und Wohnhäuser mit faschistischen und rassistischen Inhalten besprüht sowie Menschen, die nicht in das Weltbild der Nazis passen, angegriffen. Dem muss ein Ende gesetzt werden. Schaut nicht weg! Greift ein! Meldet Naziaktivitäten!«

19.48 Uhr. Burg in Burg:

2011-04-25-1948.jpg

19.49 Uhr. Berliner Torturm:

2011-04-25-1949.jpg

19.50 Uhr:

2011-04-25-1950.jpg

2011-04-25-1950b.jpg

19.51 Uhr:

2011-04-25-1951.jpg

19.52 Uhr. Ehemalige »Anstalt armer Kinder«. Heute Altenheim:

2011-04-25-1952.jpg

Gegenüber Verfall:

2011-04-25-1952b.jpg

19.55 Uhr. Rathaus und Oberkiche Unsere lieben Frauen:

2011-04-25-1955.jpg

19.56 Uhr:

2011-04-25-1956.jpg

2011-04-25-1956b.jpg

19.58 Uhr:

2011-04-25-1958.jpg

19.59 Uhr. Hübscher Plattenbau mitten in der Altstadt:

2011-04-25-1959.jpg

Gab es in der DDR eigentlich keine Stadtplaner mit etwas Feingefühl?

20.01 Uhr. Markt:

2011-04-25-2001.jpg

Das ist doch gelogen:

2011-04-25-2001b.jpg

Bei mir waren es 180 Kilometer. Und ich komme aus der anderen Richtung. Vermutlich ist das ein Entfernungsstein noch aus Reichsstraße-1-Zeiten.

20.02 Uhr:

2011-04-25-2002.jpg

2011-04-25-2002b.jpg

20.04 Uhr. Schartauer Straße:

2011-04-25-2004.jpg

20.05 Uhr:

2011-04-25-2005.jpg

20.08 Uhr. Rolandplatz. »… tritt ein bring Spass hinein!«:

2011-04-25-2008.jpg

20.13 Uhr. Bahnhofstraße. Noch ein Beispiel für besonders gut gelungene DDR-Stadtplanung:

2011-04-25-2013.jpg

20.15 Uhr:

2011-04-25-2015.jpg

20.16 Uhr:

2011-04-25-2016.jpg

20.18 Uhr. Am westlichen Ende des Goetheparks der Bahnhof Burg:

2011-04-25-2018.jpg

20.22 Uhr. Zufällig kommt gerade ein Regionalexpress aus Magdeburg.

20.31 Uhr. Kaum hab ich mein Fahrrad abgestellt und einen Sitzplatz im Regionalexpress nach Berlin gefunden, wird als nächster Halt Güsen angekündigt. Da, wo ich vor 15 Kilometern und zwei Stunden noch bei Bier und Spargel saß:

2011-04-25-2031.jpg

→ nächster Eintrag

Ausdauer, Ausflüge

Jerichower-Land-Fundstücke

25. April 2011

19.11 Uhr. Wieder eine dieser gleichförmigen Brücken über den Elbe-Havel-Kanal:

2011-04-25-1911.jpg

19.12 Uhr:

2011-04-25-1912.jpg

19.29 Uhr. Das sind Radwege:

2011-04-25-1929.jpg

19.31 Uhr. Immerhin mal eine andere Farbvariante:

2011-04-25-1931.jpg

→ nächster Eintrag

Ausdauer, Ausflüge

Güsener Fundstücke

25. April 2011

18.36 Uhr. Endlich bekomme ich meinen frischen Spargel:

2011-04-25-1836.jpg

19.01 Uhr. Bahnhofsgaststätte Güsen:

2011-04-25-1901.jpg

19.02 Uhr. Auf zur Verdauungsfahrt:

2011-04-25-1902.jpg

Ich fühle mich so vollgefressen, dass ich jetzt doch noch ein bisschen weiterfahren muss. Eigentlich nur, um gleich wieder mit der Bahn durch diesen Bahnhof zu fahren. Aber ich muss mich noch bewegen, bevor es zurück nach Berlin geht.

→ nächster Eintrag

Ausblicke, Ausdauer, Ausflüge

Der Niedergang ländlicher und kleinstädtischer Infrastruktur

25. April 2011, 18.30 Uhr

Nun habe ich wohl das Ende meiner österlichen Ausfahrt erreicht: Güsen. Vor einer Stunde habe ich am Ortseingang eine erste Rast gemacht, meine letzte Käseschrippe vertilgt, mich telefonisch über die Entwicklung des Wetters erkundigt – es sieht nicht gut aus für morgen. Meinen Plan, bis nach Magdeburg zu fahren, muss ich wohl aufgeben.

Der heutige Tag war streckentechnisch eher eine Katastrophe. Sowohl was die zurückgelegten Kilometer als auch was die Beschaffenheit der Strecke angeht.

Güsen ist eines dieser brandenburgischen Straßendörfer. Kein richtiger Ortskern, eher eine lose Ansammlung von Gebäuden entlang der größeren Straßen.

Ich komme heute doch noch zu meinem Spargel. Am Bahnhof preist die Bahnhofsgaststätte frischen Spargel aus Hohenseeden an.

Nun sitze ich also in einem sachsen-anhaltinischen Dorf mit Blick auf den Bahnhof und sinniere über meine Erlebnisse der letzten drei Tage.

Güsen macht einen halbwegs intakten Eindruck. Es gibt noch Infrastruktur, die in vielen Dörfern schon fehlt: Bäcker, Metzger, Modegeschäfte, Gaststätten, Bahnhof. Kein hässlicher riesenhafter Supermarkt auf der grünen Wiese.

Der Bahnhof existiert aber – und das habe ich in den letzten Tagen schon oft sehen müssen – nur noch als funktionierende Haltestelle. Ein Fahrkartenautomat. Zwei neue Bahnsteige mit den typischen von Erik Spiekermann designten dunkelblauen Stationsschildern. Eine kleine Wartehalle. Das eigentliche Bahnhofsgebäude steht leer und ist dem Verfall preisgegeben. Ich denke wieder, was für eine Verschwendung! Das denke ich bei jedem verfallenem Haus, das etwas ehemalige Schönheit oder vergangene Eleganz ausstrahlt. Was da für Werte vor die Hunde gehen. Sowohl materiell als auch für den Ort identitätsstiftende.

Früher wurde ein Dorf oder eine kleine Stadt von wenigen wichtigen Gebäuden dominiert. Kirche. Schule. Rathaus. Bahnhof. Heute stehen Kirchen leer und verfallen. Schulen werden geschlossen. Bahnhofsgebäude verfallen.

Was prägt die Dörfer oder Kleinstädte in zwanzig Jahren? Hässliche Supermärkte in Containerbauart auf der grünen Wiese, die man nur mit dem Auto erreichen kann. Seniorenresidenzen mit Einwohnern, die nicht mehr Auto fahren können. Leerstehende und vielleicht schon halb verfallene Kirchen.

Warum kann man diese alten Gebäude nicht retten? Warum kann man eine alte Schule nicht zu einem Seniorenstift umbauen? Warum kann man einen Bahnhof nicht anders nutzen?

Ich weiß, dass ich nicht der erste Mensch bin, der sich darum Gedanken macht.

Ich weiß, dass es Probleme gibt, Gebäude mit bestimmten Grundrissen umzuwidmen. Ein Bahnhof mit Güterschuppen nebenan wurde vor hundert Jahren eben zu einem anderen Zwecke geplant als man heute ein Ärztehaus oder einen Supermarkt plant.

Ich weiß, dass heute keine Waren mehr mit dem Zug angekarrt und am Bahnhof zwischengelagert werden. Ich weiß, dass heute in den Zeiten von Online-Tickets kaum ein Mensch mehr einen beratenden Fahrkartenverkäufer und das entsprechende Gebäude drumherum braucht.

Trotzdem finde ich das alles sehr schade.

→ nächster Eintrag

Architektur, Ausdauer, Ausflüge

Güsener Fundstücke

25. April 2011

17.20 Uhr. Ankunft in Güsen.

Die letzten Kilometer waren eine Frechheit. Als ich heute Mittag auf sandigen Wegen fahren musste, war ich vorher wenigstens gewarnt gewesen. Keine Radwege auf der Karte – da darf ich nichts erwarten.

Die Strecke zwischen Genthin und Güsen ist aber als ganz offizieller Radfernweg ausgeschildert. Da erwarte ich etwas Anderes als sandige Feldwege.

Wissen die Verantwortlichen eigentlich, was das bedeutet? Liebe Leute, wenn man mit einem vierradgetriebenen Auto gerade noch so durchkommt, heißt das nicht, dass man diesen Weg als Radweg bezeichnen kann. Wenn man da nicht ständig extrem konzentriert fährt, dreht es einem unvermittelt das Vorderrad quer zur Fahrtrichtung und man fliegt auf die Fresse.

Ich würde vorschlagen, dass jeder Bürgermeister, der in seiner Gemeinde Radwege ausschildern lässt, diese selbst einmal abfahren muss.

17.36 Uhr. Kleine Stärkung vor dem Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr Güsen:

2011-04-25-1736.jpg

Das Thermometer an der Wand zeigt übrigens 21 Grad.

17.52 Uhr:

2011-04-25-1752.jpg

18.01 Uhr:

2011-04-25-1801.jpg

18.02 Uhr:

2011-04-25-1802.jpg

18.03 Uhr:

2011-04-25-1803.jpg

18.04 Uhr:

2011-04-25-1804.jpg

18.07 Uhr. Die ehemalige FDGB-Schule:

2011-04-25-1807.jpg

Historische Aufnahmen von diesem und anderen Güsener Gebäuden gibt es hier. Wer will, kann das Anwesen kaufen.

18.30 Uhr. Schon wieder Essen. In der Bahnhofsgaststätte Güsen:

2011-04-25-1830.jpg

→ nächster Eintrag

Ausdauer, Ausflüge

Jerichower-Land-Fundstücke

25. April 2011

16.10 Uhr. Riesenhafte Atom-Hühner:

2011-04-25-1610.jpg

16.20 Uhr. Das ist das, was sie in Sachsen-Anhalt als Radfernweg bezeichnen:

2011-04-25-1620.jpg

16.21 Uhr. »Altmarkrundkurs«. Pfff!

2011-04-25-1621.jpg

16.23 Uhr. Wenigstens ist der Wald schön:

2011-04-25-1623.jpg

16.30 Uhr:

2011-04-25-1630.jpg

16.44 Uhr. Frischer Spargel. Leider in geschlossenem Restaurant:

2011-04-25-1644.jpg

2011-04-25-1644b.jpg

16.49 Uhr:

2011-04-25-1649.jpg

16.56 Uhr. Ihr habt doch echt einen Knall!

2011-04-25-1656.jpg

17.15 Uhr:

2011-04-25-1715.jpg

17.22 Uhr:

2011-04-25-1722.jpg

→ nächster Eintrag

Ausdauer, Ausflüge

Genthiner Fundstücke

25. April 2011

14.59 Uhr. Eis und Kaffee am Marktplatz:

2011-04-25-1459.jpg

15.30 Uhr. Genthin und Persil? Stimmt. Da war doch was:

2011-04-25-1530.jpg

15.40 Uhr. Denkmal vor dem Bahnhof für das größte Eisenbahnunglück Deutschlands:

2011-04-25-1540.jpg

15.50 Uhr. Hübsche Plattenbauten im Mützeler Weg:

2011-04-25-1550.jpg

→ nächster Eintrag

Ausflüge

Genthiner Geschichten

25. April 2011, 14.45 Uhr

Nach sehr verworrenen Wegen habe ich Genthin erreicht. Zum Glück bin ich das gestern nicht mehr gefahren.

Seit drei Minuten sitze ich am Marktplatz vor einer Eisdiele.

Habt ihr schon einmal ein offenes (!) Cabriolet mit Dachbox gesehen? Kommt nach Genthin! Ein extremst aufgebrezeltes Golf-I-Cabrio (mit passenden Piloten) dreht hier seine Runden.

Habt ihr schon einmal extrem ahnungslose Einwohner erlebt? Kommt nach Genthin! Meine Frage an die (im Gesicht mehrfach gepiercte und am Hals mindestens einfach tätowierte) Eiscafé-Bedienung, wie viele Einwohner Genthin hätte wurde mit einem gekicherten “det weeß ick doch nich” beantwortet. “Aber Sie wohnen schon hier?” “Ja, aber dafür hab ick mir noch nie intaressiat.”

Na denn.

Architektur, Ausdauer, Ausflüge

Genthiner Fundstücke

25. April 2011

14.30 Uhr. Ankunft in Genthin.

14.39 Uhr:

2011-04-25-1439.jpg

14.40 Uhr. St. Trinitatis am Marktplatz:

2011-04-25-1440.jpg

14.41 Uhr. So ein Pech aber auch. Leider verpasst:

2011-04-25-1441.jpg

→ nächster Eintrag

Ausblicke

Jerichower-Land-Fundstücke

25. April 2011

13.32 Uhr. Hier irgendwo muss die Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt sein. Es geht weiter durch den Landkreis Jerichower Land:

2011-04-25-1323.jpg

13.28 Uhr. Es sieht so aus, als hätte ich mir das Gequäle durch den Sand sparen können. Der Elbe-Havel-Kanal wird offenbar von einem Deichweg begleitet:

2011-04-25-1328.jpg

13.30 Uhr:

2011-04-25-1330.jpg

2011-04-25-1330b.jpg

13.35 Uhr. Das war’s dann wohl mit dem befestigten Weg:

2011-04-25-1335.jpg

13.43 Uhr. Zurück auf der Brücke und die Seite des Elbe-Havel-Kanals gewechselt:

2011-04-25-1343.jpg

13.44 Uhr. Kader Schleuse:

2011-04-25-1344.jpg

13.57 Uhr. Ein verirrter ICE auf der Strecke Berlin–Magdeburg:

2011-04-25-1357.jpg

Eigentlich fährt auf dieser Strecke kein ICE mehr.

13.59 Uhr. Mit ein Grund, warum diese Strecke keine ICE führt. Beschrankte Bahnübergänge:

2011-04-25-1359.jpg

14.11 Uhr. Mal wieder eine Frechheit:

2011-04-25-1411.jpg

2011-04-25-1411b.jpg

Man stelle sich so etwas für Autofahrer vor. Eine Straße, die einfach gesperrt ist. Ohne Umleitung. Ohne Anzeige einer Alternativroute. Fast so gut wie eines meiner Lieblingsschilder »Radfahrer absteigen«. Gibt es ein »Autofahrer schieben«?

14.19 Uhr. Endlich mal Tempo und Strecke machen:

2011-04-25-1419.jpg

14.26 Uhr. Das Niederreißen des Zauns haben schon andere für mich übernommen:

2011-04-25-1426.jpg

→ nächster Eintrag

Ausdauer, Ausflüge

Havelländische Fundstücke

25. April 2011

12.26 Uhr. Wusterwitz:

2011-04-25-1226.jpg

12.28 Uhr:

2011-04-25-1228.jpg

2011-04-25-1228b.jpg

2011-04-25-1228c.jpg

2011-04-25-1228d.jpg

12.32 Uhr. Brücke über den Elbe-Havel-Kanal in Wusterwitz:

2011-04-25-1232.jpg

12.40 Uhr. Das Abenteuer beginnt. Querfeldein, durch den Wald, obwohl die Karte sagt, dass dort keine Radwege sind:

2011-04-25-1240.jpg

12.42 Uhr. Am Alten Kanal in Wusterwitz:

2011-04-25-1242.jpg

12.46 Uhr:

2011-04-25-1246.jpg

12.52 Uhr:

2011-04-25-1252.jpg

13.02 Uhr:

2011-04-25-1302.jpg

13.05 Uhr. Von »Weg« kann inzwischen keine Rede mehr sein. Ich muss mein Fahrrad durch den märkischen Sand schieben:

2011-04-25-1305.jpg

Mir fällt dabei meine Geschichtslehrerin Frau Bohn ein. Von ihr hörte ich das erste Mal den von Friedrich dem Großen geprägten Begriff »märkische Sandbüchse«. Wie wahr!

13.12 Uhr. In der Ferne taucht als Hoffnungsschimmer wieder eine Brücke auf (die alle gleich auszusehen scheinen – einschließlich ihrer blau-roten Lackierung):

2011-04-25-1312.jpg

→ nächster Eintrag

Nächste Seite »