Archive for Mai, 2011

Ausblicke, Ausflüge

Herr Bodewig verabschiedet sich von seinem Vogel

29. Mai 2011

Heute kommt August in die Krähenaufzuchtstation. Am liebsten würde ich meinen neuen Freund natürlich bei mir behalten, aber artgerecht wäre das wohl nicht. Abgesehen davon müsste ich eine große Voliere besorgen. August kackt mir bisher zum Glück, da er noch nicht richtig fliegen kann, nur zwei Stellen in der Wohnung voll, die ich mit alten Zeitungen auslegen kann. Wie das in vier Wochen aussähe, will ich mir gar nicht vorstellen.

Die Aufzuchtstation wird von einer sehr engagierten Privatperson im äußersten Westen Charlottenburgs betrieben. August darf heute das erste (und vermutlich das einzige) Mal in seinem Leben Fahrrad fahren. Ich bastele ihm eine Transportbox aus einer Ortlieb-Fahrradtasche und Karton zur Innenverstärkung der Tasche.

Vor Abreise werden natürlich noch ein paar Abschiedsfotos gemacht.

16.21 Uhr:

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16.22 Uhr:

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16.23 Uhr:

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17.18 Uhr. Auf dem Weg durch den Tiergarten:

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17.44 Uhr. Ankunft in der neuen Heimat:

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18.24 Uhr:

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18.35 Uhr:

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18.48 Uhr. Abschiedsgeschenk:

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Ausblicke

Herr Bodewig hat einen Vogel, Tag 2

28. Mai 2011

Aufwachen gegen halb acht. Noch bevor ich mir einen Kaffee mache, wird August (so haben wir den Kleenen gestern getauft) von mir versorgt. Auf nüchternen Magen schnipple ich rohes Fleisch klein und füttere es ihm.

9.12 Uhr. Gestocktes Ei mit Milch und Honig für den Gast:

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Das Füttern erfordert ungemeine Geduld. Man darf sich August nicht als ständig hungriges Küken, das dauernd mit weit aufgesperrtem Schnabel nach Futter bettelt, vorstellen. August isst drei Happen, will dann ein bisschen Wasser nippen, braucht fünf Minuten Ruhe. Kackt. Und dann darf weiter gefüttert werden. So zieht sich ein Frühstück leicht über zwei Stunden.

Ich will den Kleinen einigermaßen gestärkt wieder aussetzen. Falls seine Eltern (so sie denn auftauchen), ihn nicht sofort füttern können oder wollen.

10.21 Uhr:

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10.26 Uhr:

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10.27 Uhr:

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10.32 Uhr:

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12.16 Uhr. August sitzt wieder in der Astgabel, in die ich ihn gestern Abend schon gesetzt hatte:

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Leider plumpst er in den folgenden zwanzig Minuten zweimal zu Boden. Keine harte Landung. Aber Fliegen kann man das noch nicht nennen. Nach der dritten Bruchlandung lass ich ihn am Boden, setze mich gut zwanzig Meter weg und halte ihn und den Luftraum über ihm in Beobachtung.

Bis 16 Uhr passiert leider gar nichts. Er ruft nicht. Seine Eltern tauchen nicht auf. Wenn man annehmen sollte, dass er irgendwo in der Breiten Straße aus seinem Nest gefallen ist, sollte man die Alttiere eigentlich in den Bäumen in der Nähe sichten können. Wenn sie denn noch weiteren Nachwuchs zu versorgen haben. Aber vier Stunden lang passierte nichts.

Freundlicherweise bekam ich ab halb zwei Gesellschaft bei der Vogelsichtung.

16.13 Uhr. Wir sind wieder bei mir zu Hause und Augusts Appetit auf Hühnerleber und Wasser ist zumindest anfangs ganz ordentlich:

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16.24 Uhr:

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Das Zetttelchen am Bein bekam August von mir verpasst. Heute Morgen sprach ich mit einer Frau von einer Berliner Vogel-Auffangstation. Sie empfahl mir, den Vogel mit meiner Telefonnummer zu »markieren«, falls er nach erfolgreicher Annahme durch seine Eltern noch einmal hilflos werden und von anderen Leuten gefunden werden sollte. Die könnten mich dann anrufen und ich könnte raten, den Vogel nicht mit nach Hause zu nehmen. Damit sich dieses Drama nicht wiederholt. Irgendwie war das Zettelchen heute überflüssig.

16.25 Uhr:

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16.41 Uhr:

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17.01 Uhr.

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18.44 Uhr:

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Ausblicke

Herr Bodewig hat einen Vogel

27. Mai 2011

20.15 Uhr: Eigentlich wollten Herr Neubert und ich nur auf den Schlossplatz gehen und eine Runde Frisbee spielen. Aber der Abend sollte sich ganz anders entwickeln.

20.30 Uhr. Eine junge, noch flugunfähige Nebelkrähe sitzt verängstigt und mich anfauchend unter einem Baum auf der Breiten Straße. Die Rabeneltern – wenn sie’s denn sind – krächzen weiter oben im Geäst.

20.39 Uhr. Wer von den Rabeneltern-Attacken in Berlin gelesen (2009, 2010, 2011) hat, schützt sein Haupt:

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20.40 Uhr. Nach kurzem Überlegen (was passiert mit einem Jungvogel, der auf einer Innenstadtstraße umherirrt und nicht höher als zwanzig Zentimeter fliegen kann?) wird die Adidas-Jacke als Krähennetz eingesetzt:

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20.41 Uhr. Der Jungvogel wird von mir in einer Astgabel abgesetzt:

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20.50 Uhr. Schlendernd gen Sonnenuntergang (ohne Vogel und auf der anderen Straßenseite):

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21.10 Uhr: Der Vogel sitzt noch immer ohne ihn versorgende Eltern einsam auf seinem Ast. Wieder kurzes Überlegen. Sollen wir ihn seinem Schicksal überlassen? Oder könnte es sein, dass der Vogel ohne sein schützendes Nest und ohne Futter in der Nacht vor Erschöpfung wieder vom Baum fällt und von einem Fuchs gefressen oder von einem Auto überfahren wird? Wir entschließen uns für ein erneutes Einfangen und den Transport zu mir nach Hause.

21.16 Uhr. Frisches Wasser für den Gast auf dem Sofa meiner Wohnung:

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Gegen 21.30 Uhr: Telefonat mit Vater Neubert (Wildtierexperte), der zu rohem Fleisch als Mahlzeit rät und unsere Idee, die Krähe nach Hause genommen zu haben, in Ordnung findet.

23.18 Uhr. Inzwischen ist der Gast sehr zutraulich:

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23.49 Uhr. Kaiser’s hat bis Mitternacht offen. Innerstädtische Wildtierfütterung mit frisch gekaufter Geflügelleber (und das passiert zwei Vegetariern!):

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Gegen Mitternacht: nach etwas Googlen wissen wir, dass unser Adoptivkind etwa drei bis vier Wochen alt sein muss, Ästling genannt wird und unter Umständen noch von seinen Eltern weiter versorgt worden wäre. Ich werde den Kleinen morgen früh an die Fundstelle zurückbringen, ein oder zwei Stunden warten und schauen, ob die Eltern auftauchen und sich ihres Kindes wieder annehmen. Töne hat der junge Gast allerdings die ganze Zeit keine von sich gegeben.

1.28 Uhr:

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2 Uhr: Der Kleene schläft nun seit zwei Stunden und scheint sich ganz wohl in seinem neuen Nest zu fühlen. Ich gehe jetzt auch schlafen und hoffe, er verwüstet mir bis morgen früh nicht meine Wohnung.

Aha

Zitat des Tages

24. Mai 2011

Heute gilt man schon als starke Frau, wenn man nach der Scheidung einen Tangokurs oder den Führerschein macht.

Senta Berger (via Helmut Schmidt Universität)

Arbeit

Platzhalter

21. Mai 2011, 18.38 Uhr

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Ausblicke

Platzregen

14. Mai 2011, 18.43 Uhr

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Ausblicke

Alte Heimat in der Nachbarschaft

14. Mai 2011, 18.35 Uhr

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In der Schöneberger Maaßenstraße am Nollendorfplatz gibt es Haller Löwenbräu. Offenbar schon seit drei Jahren. Ich bekomme echt nichts mehr mit in der Stadt.

Der Facebook-Site des Ladens nach kann ich aber wohl auf einen Besuch dort verzichten. Ich müsste mir vorher ein Solarium in mein Schlafzimmer einbauen, es jede Nacht einschalten, mir die Haare und die Fingernägel verlängern lassen, damit ich zwischen den anderen Gästen nicht auffalle.

Ach ja. Wie man sieht, nimmt meine Kamera noch Bilder auf. Nur sehe ich nichts auf dem Display. Einen Sucher hat sie auch nicht. Jetzt wird das Fotografieren ein bisschen ein Blindekuhspiel.

Autsch

Kameracrash

14. Mai 2011, 18.23 Uhr

[ohne Bild]

Zwei Minuten nach dem letzten Foto fällt mir beim Zahlen im Gnadenbrot meine unverschlossene Tasche runter. Der Inhalt (Sonnenbrille und Kamera) kracht auf den Boden. Die Kamera hat diesen Sturz nicht ganz heil überstanden. Das Objektiv fährt nach dem Anschalten noch aus, das Display zeigt aber nichts mehr an. Scheiße.

Antiquitäten

Transitstrecke

14. Mai 2011, 18.21 Uhr

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Gesehen in der Raststätte Gnadenbrot.

Ausblicke

Rauchmelder

13. Mai 2011, 12.31 Uhr

Was gibt’s denn da schon wieder für Gequalme?

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Nachtrag 13.30 Uhr: Inzwischen stinkt es in meiner Wohnung total verkokelt und ich weiß, dass das Haus Cumberland in der Nürnberger Straße am Ku’damm brennt beziehnungsweise gebrannt hat. Oh je. Das schöne Gebäude!

Ausblicke

Monduntergang

13. Mai 2011, 2.46 Uhr

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Ausblicke

Rechts rum

10. Mai 2011, 20.42 Uhr

Die Sonne schafft es wieder rechts um das Nachbarhaus rum:

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Ausblicke, Autos

Wie sieht’s denn hier aus?

6. Mai 2011

Den ganzen Tag machen Filmschaffende vor meinem Haus schon total viel Krach. Da werden alte Autos ohne Reifen über den Asphalt geschoben, anschließend zerdeppert und auf verbrannt getrimmt. Vermutlich soll der Kreuzberger 1. Mai »gefilmt« werden. Oder sonst wie das rohe Berlin. Nur: so sieht es hier sonst nie aus.

19.02 Uhr. Ob der Rolls-Royce auch noch demoliert wird?

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19.34 Uhr:

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19.35 Uhr:

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Ausblicke

Innerstädtisches Tierleben

3. Mai 2011, 17.13 Uhr

Jungschwanenausflug:

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Ausblicke

Blende 8

2. Mai 2011, 20.39 Uhr

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