16. September 2011, 8.57 Uhr

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Auch auf die Gefahr hin, euch mit meinen Krähengeschichten zu langweilen: Gerade eben ist etwas ganz Verrücktes passiert. Ich wache auf, mache mein Wohnzimmerfenster weit auf, streue wie immer etwas Katzentrockenfutter auf den Teller für meine Freundin, bleibe noch kurz am Fenster stehen, gucke mit rausgestrecktem Kopf in die Morgensonne, da kommt sie vorbeigeflogen, meine Freundin. Ich schnalze mit der Zunge, wie ich das immer mache, wenn sie auf meiner Fensterbank hockt und frisst und diese Krähe macht doch tatsächlich direkt vor meinem Fenster im vollen Flug kehrt, legt eine sehr elegante 270-Grad-Kurve hin, segelt mit weit ausgestreckten Flügeln direkt auf mich zu, landet dann aber doch zwei Meter rechts von mir auf dem Fensterbrett, also nicht unmittelbar vor dem offenen Fenster. Wir schauen uns an – ich noch immer den Kopf rausgestreckt, sie ihren Kopf zur Seite gelegt, sie traut sich nicht wirklich zu mir rüber, ich trete vom Fenster zurück und zack – hockt sie am offenen Fenster.

Ich fand diese Aktion mit dem Wenden mitten im Flug so phänomenal. Und das Fenster war wirklich kaum zwanzig Sekunden offen.