14. Dezember 2012

Gegen halb zwölf: Start von der Fischerinsel. Ich habe diverse Dinge an diversen Stellen in der Stadt zu tun. Es ist kalt, es liegt Schnee, ich habe aber trotzdem keine Lust auf BVG.

15.55 Uhr. Heimkehr mit vollen Taschen:

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Und das war meine Runde:


Radroute 1926472 – powered by Bikemap

Ein paar Anmerkungen zu meinen Erfahrungen auf dem Fahrrad, zumal ich heute früh diesen »Kampfradler«-Artikel gepostet habe.

Die Straßen waren relativ schnee- und eisfrei, was man von den Radwegen überhaupt nicht behaupten konnte. Wie schon in den Jahren zuvor wurde der Schnee oft von Straßen und Gehwegen auf die dazwischen liegenden Radwege geschippt. Also fuhr ich ausschließlich auf der Straße. Ich weiß nicht, wie oft ich so geschnitten wurde, dass ich es nicht anders interpretieren konnte, als wollten mir die Autofahrer damit sagen, du blödes Arschloch, fahr doch auf dem Radweg.

Auf der Bergmannstraße zwischen Marheinekeplatz und Südstern (dort ist die Straße eine Fahrradstraße!) passierte mir sogar Folgendes: Ich fuhr Richtung Osten, meine Spur war frei. Auf der Gegenrichtung zwei haltende Lieferwagen in relativ großem Abstand. Mir kam ein Autofahrer entgegen, der den ersten Lieferwagen überholte und dann mehr als genug Platz gehabt hätte, vor dem zweiten Lieferwagen zu warten und mich, da ich vorfahrtberechtigt war, vorbeifahren zu lassen. Was machte er? Er blieb auf »seiner« (also meiner) Spur und wir trafen uns genau auf Höhe des zweiten Lieferwagens. »Trafen« darf man hier wörtlich nehmen. Er hielt erst an, nachdem auch ich nicht anhielt und ihm Platz machte. Ich hätte in den Schneehaufen zwischen rechts parkenden Autos fahren müssen. Es gab keine gefährliche Kollision, ich wollte einfach mal wissen, was der jetzt macht. Der fuhr einfach weiter. Bis seine Stoßstange mein Vorderrad berührt. Und beschimpfte mich dann. Er nimmt mir auf einer Fahrradstraße die Vorfahrt und beschimpft mich. Das ist leider Standard in Berlin.

Nach meinem Einkauf bei Bauhaus am Hermannplatz wurde ich auf dem Weg zum Kottbusser Tor zweimal richtig übel von – sorry für das Auskippen von Vorurteilen – tiefergelegten Gölfern und Dreier-BMWs mit migrationshintergründigen Fahrern so derartig übel geschnitten, dass ich nur knapp einen Zusammenstoß vermeiden konnte. Weil ich bremste.

Aber ich bin natürlich in der Ramsauerschen Definition ein Kampfradler.