26. Januar 2017, 19.30 Uhr

Was man braucht:

  • einen iMac, einen MacMini oder ein MacBook, hergestellt 2008 oder später (genaue Liste der kompatiblen Geräte gibt es hier); neuer als von 2010 ist auch möglich, aber Quatsch, da diese Rechner Sierra schon von Hause aus unterstützen;
  • das Programm MacOS Sierra Patch von einem Geek namens Collin Mistr;
  • MacOS Sierra Installer – muss im App Store geladen werden. Das geht leider nur auf Rechnern, die Sierra auch unterstützten. Notfalls also einen Freund mit einem neueren Rechner besuchen gehen und das Installationsprogramm dort herunterladen. Die Installationsdatei kann dann anschließend auch auf jedem Medium mit mehr als 8 GB Größe transportiert werden. Wer diesen Freund mit einem neueren Rechner nicht hat, kann es auch hier versuchen (ohne Gewähr);
  • auf dem Rechner muss System Integrity Protection ausgeschaltet haben (siehe unten);
  • einen leeren, mindestens 8 GB großen USB-Stick, alternativ geht auch eine leere USB-Festplatte;
  • ein aktuelles Time-Machine-Backup (die interne Platte des Macs muss formatiert werden);
  • nützlich halte ich einen zweiten Rechner auf dem Schreibtisch, auf dem man die Anleitungen verfolgen und notfalls Daten irgendwoher ziehen kann;
  • viel Zeit und vor allem Geduld.

Da nach dem Installationsvorgang noch ausgewählt werden muss, welches Gerät man verwendet, ist es sinnvoll, sich vorher den Gerätetyp zu notieren (Hardware-Übersicht, zweite Zeile):

2017-01-25-1701.png

In meinem Fall ist es das MacBook5,5.

SIP (System Integrity Protection ausschalten (nur bei Rechnern mit MacOS 10.11 nötig):

  • Neustart mit gedrückten Tasten cmd + R;
  • Sprache auswählen;
  • in den Dienstprogrammen Terminal öffnen;
  • csrutil disable; reboot eingeben (ggf. muss die Tastaturbelegung auf Deutsch geändert werden, um an das Semikolon zu kommen, ansonsten ist das Semikolon bei US-amerikanischer Belegung auf dem deutschen ö)
  • Rechner startet anschließend mit deaktiverten SIP.

So geht man vor:

Das Programm erzeugt nun einen startfähigen USB-Stick.

2017-01-25-1729.png

Ist dieser USB-Stick fertig (kann durchaus eine Stunde dauern): Neustart des Rechners mit gedrückter alt-Taste, als Startvolume den Stick auswählen und dann den Anweisungen auf der Website sierrapatch folgen (»How to use«, ab Punkt 4).

Zu Schritt 8 in der Anleitung ist zu sagen, dass dort wieder mit gedrückter alt-Taste gestartet werden muss.

Schritt 10 kann ein bisschen dauern und muss unter Umständen ab Schritt 8 wiederholt werden.

Anschließend sollten noch nicht die Daten vom Time-Machine-Backup übertragen werden. Ich hatte das im ersten Versuch gemacht, anschließend ließ sich der Rechner nicht mehr starten. Also erstmal ohne alte Daten mit der eigenen Apple-ID anmelden und den Rechner starten:

2017-01-26-1135.png

Jetzt ist MacOS 10.12 installiert.

Um die Apple-System-Updates automatisch aus dem App Store laden zu können, muss noch ein weiteres Programm bemüht werden. Der AUSEnabler. In der Anleitung auf sierrapatch ganz unten ist das beschrieben.

Nachdem dieser aktiviert ist, kann man im App Store das Update auf die neueste Version von Sierra laden:

2017-01-26-1145.png

Noch ein Neustart und das (im Moment) aktuelle Betriebssystem läuft:

2017-01-26-1229.png

Wer mit TotalFinder und Little Snitch arbeitet, sollte nun beide Programme in neuester Version installieren. Ich weiß nicht, welche der beiden Programme bei zwei Versuchen dafür gesorgt hatten, dass sich der Rechner nach der Migration der alten Daten vom Backup nicht mehr starten ließ, aber nachdem ich diese beiden Programme separat installiert hatte, läuft der Rechner dann auch nach der anschließenden Migration.

Warum das Ganze? Weil ich die Möglichkeit, unter Sierra auch die Schreibtische von zwei Rechnern synchroneren zu können, ganz dufte finde. Außerdem habe ich es lieber, auf meinen beiden Rechnern identische Betriebssystem laufen zu haben.