13. Februar 2017

Dass Apple teuer ist, ist eine Binsenweisheit. Dass Apple viel Geld auch für Adapter verlangt, ebenfalls. Trotzdem muss ich noch einmal mein Kopfschütteln über deren Preisgestaltung und vor allem deren Schnittstellenpolitik kundtun.

Wegen meines streikenden MacBooks habe ich mir bei Cyberport in Berlin am Freitag zuerst einen Thunderbolt-auf-FireWire-800-Adapter für 33,90 Euro gekauft (Erklärung folgt unten), dann fälschlicherweise angenommen, dass ich den doch nicht brauche und ihn am Samstag zurückgeben und gegen ein Thunderbolt-Kabel getauscht.

11.24 Uhr. Ein Halb-Meter- Kabel kostet 29,90 Euro (in Weiß übrigens schon 33,90 Euro):

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Dieses Kabel in mit zwei Metern Länge kostet dann schon 43,90 Euro. Egal, ob schwarz oder weiß.

11.43 Uhr. Das Kabel (und auch die Steckplätze an den Rechnern) für Mini-Display-Port und Thunderbolt sehen genau gleich aus:

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Sie funktionieren aber unterschiedlich.

Warum diese Kabelgeschichte?

Mein MacBook Pro (das nicht mehr starten will) ist von Ende 2009, mein neuer iMac zu Hause ist (entwicklungstechnisch) von Ende 2015. Das MacBook hat noch FireWire 800, der iMac hat nur noch Thunderbolt 2. Ich will die Daten vom MacBook über den Target Mode auf den iMac kopieren. Bevor ich das System neu installiere. Dazu brauche ich eine Verbindung via FireWire oder via Thunderbolt.

Weil das MacBook kein Thunderbolt hat, habe ich mir den Adapter Thunderbolt-auf-FireWire gekauft. Um meinen iMac zu Hause mit dem »alten« MacBook verbinden zu können.

Als ich bei Tue sein MacBook Pro (von 2012) mit meinem mit meinem MacBook mit FireWire verbinden wollte, sah ich, dass Tues MacBook ja Thunderbolt hat. Ich schaue auf mein MacBook. Genau die gleiche Steckplatzanordnung. Ich denke also, ach, wie toll, mein MacBook hat ja doch schon Thunderbolt, dann kann ich ja den Adapter zurückgeben und mir ein Thunderbolt-Kabel kaufen.

Jetzt in Warschau verbinde ich beide Geräte im Target Mode, das MacBook erscheint auf dem iMac aber nicht. Gucke ich genauer hin, muss leider feststellen, dass der vermeintliche Thunderbolt-Anschluss tatsächlich ein Mini-Display-Port ist.

Ich kann also mit den Kabeln, die ich hier habe, die beiden Geräte nicht verbinden.

Super. Wenn sogar ich nicht durchblicke, wer tut es denn dann? Für die Zukunft weiß ich es natürlich.

Um die Verwirrung noch zu vergrößern: es gibt auch zwei verschiedene FireWire-Standards (400 und 800) mit völlig unterschiedlichen Steckern und Kabeln.

Es gibt bei den ganz neuen MacBook Pros und vermutlich auch beim kommenden iMac kein Thunderbolt 2 mehr, sondern Thunderbolt 3. Diese Schnittstelle sieht aus wie USB C. USB C ist aber nicht USB B. Die Kabel und Steckplätze von USB B und USB C sind unterschiedlich und nicht abwärtskompatibel. Zumindest nicht ohne Adapter.

AAAARRRGGGGHHHH!

Was ich nun mit dem MacBook mache, weiß ich noch nicht. Die letzte Datensicherung ist von Ende Januar. Die Festplatte für meine Time-Machine-Sicherungen habe ich auf Reisen natürlich nicht dabei.