29. August 2017

Wer meint, dass meine heutige Zugfahrt besonders günstig sei, weil ich ausschließlich mit Regionalzügen der TER fahre, irrt. Hätte ich vor fünf Tagen ein Ticket mit dem TGV nach Sète gebucht, hätte ich für die Fahrt von Karlsruhe mit einem Umstieg in Straßburg und einem Umstieg in Montpellier ziemlich genau 85 Euro bezahlt. Ich hätte gemütlich gegen ½ 12 mittags losfahren können und wäre genau jetzt in Sète angekommen. Also sieben Stunden Fahrt. Nun komme ich auf acht Züge, 15 ½ Stunden Fahrt und mit den Fahrkarten bis Mulhouse, die ich schon vor fünf Tagen gekauft habe, auf 150,40 Euro.

19.24 Uhr. Die Tickets von Mulhouse nach Belfort (9,90 Euro), von Belfort nach Lyon (35 Euro) von Lyon nach Avignon (36,20 Euro) und von Avignon nach Sète (22,10 Euro). Immerhin ist in Frankreich die Radmitnahme kostenlos:

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Die Fahrtkarten, die ich mir in Mulhouse gekauft habe, wurden mir alle als Einzeltickets ausgedruckt. Ein gemeinsames Ticket für eine Fahrt eines Tages, wie wir es in Deutschland kennen, gibt es nicht. Immerhin musste ich nicht einzeln bezahlen. Beim nächsten Schimpfen über die Deutsche Bahn also dran denken, dass es in anderen Ländern durchaus schlechter geht.

21.10 Uhr. Bahnhof Avignon Centre (gare d’Avignon centre):

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Beim Ausstieg aus dem klimatisierten Zug erschlägt mich die aktuelle Temperatur. Um 9 Uhr abends noch immer 28 Grad.

21.25 Uhr. Mein letzter Zug für heute, der nach Sète:

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23.07 Uhr. Pünktliche Ankunft am Bahnhof Sète (gare de Sète):

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Es hat noch immer 26 Grad.