Archive for the 'Abschaum' Category

Abschaum, Ausflüge

Ich muss sofort kotzen

26. Juni 2010, 12 Uhr

Es sind wirklich Nazis dabei. Richtige deutsche Nazis. Ich könnte gerade kotzen. Ich bin wieder in Rügenwalde (Darłowo), hab mir in einer Bar einen Kaffee bestellt, sitzt dort einer in SS-Uniform am Tresen. Mit Hakenkreuz und SS-Runen. Ich schau ihn an und frage auf deutsch: “Was soll denn dieser Scheiß?” Er, etwa mein Alter, schon ziemlich betrunken: “Was bist du denn? Bist du Deutscher?” “Ich bin jedenfalls nicht betrunken und vor allem nicht so geschmacklos, mich in Polen in einer SS-Uniform in eine Kneipe zu setzen.” Er fing dann an, mich wüst zu beschimpfen: Vaterlandsverräter, Feigling, Weichei. Ich hab ihn einfach nur verächtlich angesehen und dachte, was bist du doch für ein Würstchen. In Deutschland hätte ich die Polizei gerufen. Ob ich das hier mache, überleg ich mir noch. Mich wundert total, dass der überhaupt bedient wurde. Den zwei ziemlich schüchternen Mädels hinterm Tresen empfahl ich, ihm nichts mehr zu trinken zu geben. Und bat um Entschuldigung und sagte, dass zum Glück nicht mehr viele Deutsche solche Idioten seien.

Als ich mit meinem Kaffee rausging, lallte er mir noch die Drohung hinterher, dass wir uns noch einmal träfen und dann gnade mir Gott. Ich dachte nur, du schaffst es doch nicht einmal mehr auf die Straße, so besoffen wie du bist.

Ist das nicht wirklich zum Kotzen?

Abschaum

Sonst klappt noch alles, Frau Schröder?

8. Juni 2010, 1 Uhr

Gerade auf Twitter entdeckt:

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Geht’s noch zynischer, Kristina Schröder?

Natürlich ist die Elterngeldstreichung für Hartz IV-Empfänger hart.

Aber: Eine Familie in Hartz IV, 2 Kinder, erhält inkl. Elterngeld 1885 € vom Staat. Netto! Ist das gerecht gegenüber denen, die arbeiten?

Ich habe als Abgeordnete aus voller Überzeugung der Schuldenbremse zugestimmt. Dann muss ich mich jetzt auch am Sparen beteiligen.

Frau Schröder, wenn für Sie »am Sparen beteiligen« bedeutet, Leuten mit wenig Geld davon noch etwas wegzunehmen, dann haben Sie natürlich alles richtig gemacht.

Ich finde die CDU gerade mal wieder richtig zum Kotzen.

Ach ja, falls sich jemand fragt, warum ich Kristina Köhler (jetzt Schröder) auf Twtter folge: ich will natürlich auch wissen, was der Feind denkt.

Abschaum

Es muss wohl sein

29. September 2009

Quelle: YouTube

Was ist dieser Mann doch unsympathisch, besserwisserisch, ekelhaft. Dass er schlechtes Englisch spricht, finde ich völlig unerheblich. Nicht aber, dass er in diesem Ton vor internationaler Presse auftritt. Mich beschlich eben ganz viel ganz große fremde Scham, als ich das sah.

Abschaum

Jetzt reicht’s – aber wirklich!

18. September 2009, 13.46 Uhr

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An meinem Briefkasten klebt ein Schild »Bitte keine Werbung«. Trotzdem habe ich heute wiederholt Werbung von und für die NPD mit spitzen Fingern aus ihm herauspuhlen dürfen. Kann man sich dagegen juristisch wehren? Ist das nicht so etwas wie Hausfriedensbruch? Oder zumindest Nötigung? Denen würde ich echt total gerne so richtig ans Bein pinkeln wollen.

Abschaum

Kotzbrockenranking

18. Januar 2009, 19.30 Uhr

Gibt es eigentlich aktuell einen größeren Kotzbrocken in der bundesrepublikanischen Politiklandschaft als Roland Koch?

Meine Top-10:

Roland Koch
Roland Koch
Roland Koch
Roland Koch
Roland Koch
Roland Koch
Roland Koch
Ronald Pofalla
Ronald Pofalla
Ronald Pofalla

Abschaum, Autos

Die spinnen, die Russen

9. Januar 2009, 19.30 Uhr

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Screenshot: autobild.de

Tolle Idee! Ein Wolga aus den Sechzigern mit moderner Technik unter der Haube und einem Massenmörder auf der Fahrertüre. Ich hätte da noch ein paar weitere Vorschläge: Wie wäre es mit einem Brezelkäfer mit einem auf der Beifahrertüre (!) aufgemalten Hitler für uns Deutsche? Oder einem brasilianischen Passat mit einem auf der Motorhaube aufgepinselten Saddam Hussein für den Irak? Einem Seat 1800 mit Franco auf dem Dach für Spanien? Oder einem Fiat Topolino mit Mussolini auf dem Kofferraumdeckel für Italien? Und dann all diese Autos gemeinsam in eine große Schrottpresse stopfen. Zu manchen Geschmacklosigkeiten fällt mir echt nicht mehr viel ein. Und dass die ganze Geschichte mit diesem Herrn Stalin völlig unkommentiert auf autobild.de vorgestellt wird, macht mich fast sprachlos.

Abschaum

»Fass mich nicht an, ich habe Aids!«

5. Januar 2009, 17.15 Uhr

Mit Herrn N. habe ich heute einen kleinen Winterspaziergang gemacht. Über die Museumsinsel. Nach Besuch eines tollen Buchladens in der Bergstraße Burgstraße neben der Alten Börse wollten wir in der Rosenthaler Straße im Café Central Café Cinema noch in Ruhe jeweils ein Heißgetränk zu uns nehmen und mit unseren neuen Kameras rumspielen.

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Das konnten wir auch machen, bis gegen halb sechs ein Motz-Verkäufer aufkreuzte, sich ohne zu fragen rechts von mir auf das 2½-Mann-Sofa und damit halb auf meinen Schoß setzte.

»Äh, was soll das?« »Ich will hier sitzen.« »Hier sitzen wir aber schon.« »Is doch genug Platz für alle.« »Nein, ist nicht. Du sitzt auf meinem Schoß. Und wie wäre es, vorher zu fragen, ehe man sich zu fremden Leuten auf ein Sofa setzt?« Pause. Nichts geschieht. »Kannste bitte mal wieder aufstehen und uns hier in Ruhe unserem Kaffee trinken lassen?«

Der Typ stand natürlich nicht auf. Sondern blieb auf meinem Schoß sitzen. Ich übertreibe nicht. Der saß mir wirklich halb auf dem Schoß. Ich versuchte, ihn von dem Sofa zu schubsen, dann rief er: »Fass mich nicht an, ich habe Aids!«. Ich hab weiter versucht, ihn vom Sofa zu schieben. Leider ohne Erfolg. Gegangen sind am Ende Herr N. und ich.

Abschaum

Wenn das wirklich stimmt …

18. Oktober 2008

… dann war die heute stattgefundende Beerdigungszeremonie in Klagenfurt wohl die beste Realsatireveranstaltung der Neuzeit.

Abschaum

Endlich mal gute Nachrichten aus Österreich

11. Oktober 2008

Wer mich für diese Meldung für geschmacklos hält, sollte sich folgende Zitate auf der Zunge zergehen lassen.

»Im Dritten Reich haben sie ordentliche Beschäftigungspolitik gemacht.«

»Wenn einer schon Adamovich heißt …«

»Ich verstehe überhaupt nicht, wie einer, der Ariel heißt, so viel Dreck am Stecken haben kann.«

»Es ist gut, dass es in dieser Welt noch anständige Menschen gibt, die einen Charakter haben, die auch bei größtem Gegenwind zu ihrer Überzeugung stehen und ihrer Überzeugung bis heute treu geblieben sind.«

Er hielt Polen für »arbeitsscheu«, nannte Konzentrationslager »Straflager«, beleidigte Jacques Chirac als »Westentaschen-Napoleon« und sperrte sich jahrelang gegen zweisprachige Ortsschilder in Kärnten.

Mit etwas Recherche ließe sich diese Liste mit Sicherheit noch erweitern. Ich finde, wenn so einer stirbt, muss man nicht trauern. Auch keine falsche Trauer zeigen.

Sehr lustig fand ich auch diesen Kommentar: »Konsequent bis zum Schluss«.

Abschaum, Apple

Man kann’s ja mal versuchen …

15. Juli 2008

Gestern bekam ich – nach viel Eingekaufe im iTunes Store und diversen korrekten Zahlungsbestätigungen von PayPal – diese Mail:

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Natürlich muss man nach dem Klick Benutzername und Passwort eingeben. Kam mir irgendwie komisch vor. Ich hab mich nicht eingeloggt, sondern die E-Mail an PayPal weitergeleitet und bekam von dort die Bestätigung meiner Annahme, dass das ein Phishing-Versuch war. Nur mal so als Warnung in die Runde, falls noch jemand solche Post bekommen sollte.

Der Zeitpunkt ist geschickt gewählt. Mein PayPal-Konto habe ich mir mal wegen eBay-Transaktionen eingerichtet und zahle damit auch meine Einkäufe im iTunes Store. Und nach diesem Wochenende war klar, dass viele Leute bei Apple auf Shoppingtour waren.

Abschaum

Der Mann ist doch debil

8. Juli 2008, 20.04 Uhr

Entweder hat sich meine Wahrnehmung verändert oder dieser Mann nimmt die Welt um sich anders wahr. Nicht, dass ich jemals Sympathie für diesem Menschen entwickelt hätte, aber in letzter Zeit denke ich immer wieder, wenn ich ihn im Fernsehen sehe, dass er Züge von Debilität zeigt. Er und seine KollegInnen versammeln sich ja meist nicht vor der Weltpresse, um dort Kuchenrezepte zu verkünden. Während sich alle anderen (bis auf Berlusconi) um einen nachdenklichen, seriösen oder zumindest neutral freundlichen Gesichtsausdruck bemühen, macht der hier Faxen und sieht aus wie ein leicht gestörter Schimpanse. Wobei ich jetzt den Affen unrecht tue. Die finde ich eigentlich toll. Bush junior nicht.

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Screenshots: Tagesschau vom 8. Juli 2008, 20 Uhr, ARD

Abschaum

Neuköllner Provokation

13. Juni 2008

Gestern war ich seit langem mal wieder in Neukölln. Am früheren Nachmittag begleitete ich meine Freundin Monika zu cyberport (nicht in Neukölln), um dort für sie ein neues MacBook zu kaufen. Anschließend wurde bei Lutter & Wegner darauf mit Lutter & Wegner-Sekt angestoßen und dann ging es zu Monika nach Hause. Nach Neukölln. Monika mit der Bahn. Icke mit dem Rad. Ich war natürlich schneller und wartete am Kottbusser Damm / Ecke Sanderstraße gegen 19 Uhr – also am helllichten Tage – auf Monika. Stand da. Mit meinem Rad zwischen den Beinen. Niemandem im Weg. Dafür meinen Kopfhörern in den Ohren. Kam so ein Besoffener an. Etwa mein Alter, deutlich weniger Zähne im Mund als ich, laut grölend, die Arme stoßweise in die Höhe gereckt. Bleibt vor mir stehen und blökt mich an. Ich hab ihn einfach ignoriert. Nach etwa zwei Minuten Geblöke nehme ich meine Kopfhörer aus den Ohren, guck ihn an und sage, junger Mann, ich hab kein einziges Wort verstanden und will auch nichts verstehen. Pack mir die Dinger wieder in die Ohren und versuche, diese unangenehme Person weiter zu ignorieren. Blökt er weiter, ziemlich laut. Ich die Dinger wieder aus den Ohren, er faselt was, ob ich mich »für nen besseren Linken« (?) hielte und ob ich Stress machen wolle. Ich mach also Stress. Aha. Is recht, sag ich zu ihm, und jetzt setze mal deinen Weg weiter fort und lass mich in Ruhe. Ich will keinen Stress und du bestimmt auch nicht. Er torkelt weiter, dreht sich mehrmals um und brüllt in meine Richtung. Nach etwa fünfzig Metern bleibt er stehen. Schreit immerzu zu mir. Ich mach eine Hand-, Gesichts- und Kopfbewegung wie »Is recht, du Penner, jetzt zieh mal Leine«. Er kommt zurück. Zieht sich seine Bomberinnenjacke aus, schmeißt die auf den Boden und geht in Boxhaltung auf mich zu. Ich (mit kompletter Technikausrüstung uff Tasche) hatte natürlich wenig Lust auf wirklichen Stress und habe den Rückzug angetreten. Auf dem Rad ist das mit einem besoffenen Neuköllner als Gegner auch nicht schwer. Aber trotzdem hat es mir kurzfristig so die Laune verdorben. Vom Adrenalinausstoß mal abgesehen. Warum darf man solche Leute nicht sofort erschießen? Von Neukölln hab ich eigentlich erstmal genug. Auch wenn mich Monika in einer Daten-von-Alt-iMac-zu-Neu-MacBook-Kopier-Pause zum Essen ans Maybachufer einlud. Wo es leckere Kässpätzle und äußerst angenehme Menschen gab.

P.S. In Neukölln gibt es jetzt eine sehr glückliche MacBook-Besitzerin, die die Fähigkeiten ihrer Neuerwerbung kaum fassen kann.

Abschaum

Doch Stalking

7. April 2008, 16.01 Uhr

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Vor ein paar Tagen machte ich mir Gedanken, ob denn diese massive Präsenz der BILD-Werbung vor meiner Nase den Tatbestand des Stalkings erfüllt. Heute rückte mir der Axel-Springer-Verlag deutlich näher: Ein »kostenloeses Probeexemplar« ungefragt und unerwünscht in meinem Briefkasten. Die Berliner Zeitung liegt schon ausgelesen im Altpapier (über die freue ich mich auch jeden Tag), mit der BILD werde ich mir noch (ungelesen) den Arsch abwischen.

An der Stelle noch einmal der Link zu BILDblog. Wenn ich das jetzt in den letzten Wochen richtig verfolgt habe, ist mindenstens eine Nachricht pro Tag in der BILD erlogen, erfunden. Es werden Tatsachen verdreht, Grenzen überschritten. Ekelhaft.

Abschaum

Ist das eigentlich Stalking?

24. März 2008, 13.00 Uhr

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Wenn ich mir die Definition bei wikipedia anschaue, fallen mir mindestens drei Argumente ein, meinen Anwalt einzuschalten:

  • penetranter Aufenthalt in der Nähe (Herumtreiben)
  • Hinterlassen von Nachrichten an Haustür, Auto etc. des Opfers
  • Verbreitung von Diffamierungen und Unwahrheiten auf jegliche Art

Scheiße. Ich hab gar keinen Anwalt.

Abschaum

Handabhacken für Fahrraddiebe

5. Februar 2008, 14.49 Uhr

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Hat mir doch am Wochenende so ein Depp meinen tollen Fahrradcomputer geklaut. Halterung abgerissen, Kabel durchgerissen. Vor meiner Wohnungstüre im 15. Stock. Im SED-Spießerhaus. Samstagabend war noch alles da, Sonntagmittag fehlte das Ding. Was macht man mit so nem halben Teil? Der Impulsgeber ist noch dran am Rad.

15.26 Uhr

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Knapp eine Stunde später ist das Ding ersetzt. Ich bin um 18 Euro 90 ärmer und schmutzige Finger reicher. Und wünsche mir die Sharia für Fahrrad(teil)diebe.

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