Archive for the 'Aha' Category

Aha

Post aus Kreuzberg

2. August 2010, 16.29 Uhr

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Schon letzte Woche Samstag hatte ich einen Ersatz-Kalender 2010 im Briefkasten. Das Original hatte ich in Zoppot (Sopot) verschlampt, den Ersatz hat mir Etienne Girardet kostenlos (!) zugeschickt. Weil ich seit Jahren so ein treuer Kunde sei. Das finde ich doch mal erwähnenswert. Hat mich sehr gefreut!

Aha

Dit is Berlin

2. August 2010, 2.30 Uhr

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Gesehen am Nollendorfplatz.

Aha

… und nachher

19. Juli 2010, 11.39 Uhr

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Hier geht’s zum Vorher.

Aha, Ausflüge

Der Westen hat mich wieder

17. Juli 2010, 20 Uhr

Seit einer halben Stunde hat mich der Westen wieder. Ich sitze im Berlin-Warszawa-Express (der in meinem Falle Warszawa-Berlin-Express heißen müsste) und weiß jetzt, was modernes Bahnreisen bedeutet. Nicht, dass die Fahrt von Zoppot (Sopot) nach Posen (Poznań) besondern unbequem gewesen war. Aber nun ist es bedeutiend leiser (bis auf das ständige Hupen, dessen Sinn sich mir nicht erschließt), die Waggons sind besser geferdert, die Strecke ist auf höhreres Tempo ausgebaut, die Fenster lassen sich nicht öffnen, dafür sind die Wagen angenehm temperiert.

Aha, Ausflüge

Der Sinn von Wagenstandanzeigern

17. Juli 2010, 19.15 Uhr

Deutschland gilt im Ausland als total durchorganisiert. Zu Recht. Zumindest was die Durchstrukturierung von Bahnhöfen angeht.

Wegeleitsysteme (danke, Erik Spiekermann!), überall Aufzüge, Hochbahnsteige, Wagenstandanzeiger. All das bemerkt man erst, wenn es fehlt.

Mit einem relativ voll gepackten Fahrrad per Bahn in Polen zu reisen ist eine mittlere Katastrophe. Anders kann man es nicht sagen.

Aha, Antiquitäten

Zitat des Tages

16. Juli 2010

Der beste Weg, die meisten Ehemänner dazu zu bewegen, etwas zu tun, ist anzudeuten, dass sie zu alt dafür sind.

Anne Bancroft (via Helmut Schmidt Universität)

Aha, Architektur, Ausdauer, Ausflüge

Diese Stadt hat alles

11. Juli 2010, 23 Uhr

Diese Stadt Elbing (Elbląg) hat alles: Eine am Sonntagabend im elf Uhr nicht verkehrende Straßenbahn, eine teilweise abgeschaltete innerstädtische Straßenbeleuchtung, eine nicht mehr vorhandene historische Innenstadt, ganz viele halbfertige Neubauten im Zentrum, kein geöffnetes Restaurant (von zwei Dönerbuden und einem hochpreisigen Spanier abgesehen), eine ausgestorbene Fußgängerzone, eine vierspurige “Prachtstraße” mit Plattenbauten und ohne Verkehr, ganz viele geschlossene Bars, eine geöffnete Bar ohne Küche, aber mit gekühlten Żywiec im Angebot und mit großen historischen Fotos an den Wänden, damit jeder sieht, wie schön diese Stadt wohl einmal war.

Sehr komisch, der erste abendliche Eindruck von Elbing (Elbląg). Wo sind denn bitte die 120.000 Einwohner abgeblieben in dieser tropischen Sommernacht? In einer halben Stunde Rumgekurve durch die Innenstadt sind mir maximal zwei Dutzend Menschen begegnet. Sind die alle an der Ostsee? Oder schon im Bett? Hab ich die Evakuierung der Gegend wegen eines kollabierten russischen Kernkraftwerks verpasst? Oder liegt’s am Fußball-WM-Endspiel?

Wirklich ganz seltsam, die Stimmung hier. Ich bin mal gespannt, wie sich das morgen früh präsentiert.

Mobile Blogging from here.

Aha

Zum Frühstück erstmal ’n Bier

5. Juli 2010, 9.30 Uhr

Keine Sorge, ich schreibe in diesem Falle nicht über mich. Ohne Zweifel ist mein Bierkonsum in Polen etwa zehnmal größer als in Deutschland, aber es darf Nachmittag werden, ehe ich mein erstes trinke.

Ich trinke gerade meinen ersten Kaffee (nachdem ich tatsächlich um acht Uhr schon am total menschenleeren Strand schwimmen war), aber ein paar Jungs hier am Campingplatzbüdchen zischen sich jetzt schon ihr zweites Bier rein. Respekt.

Die zweite Maschine Wäsche läuft, heute Abend sind die Klamotten trocken und ich hätte dann wieder Saubere-Wäsche-Vorrat für mindestens eine Woche.

Am Dienstag wird es nun doch einmal kurz Regen geben:

Ich hab noch keine rechte Ahnung, was ich mit diesem Wissen anfangen soll. Auf Wohnen auf einem eingematschen Zeltplatz habe ich recht wenig Lust.

Ab Mittwoch ist dann aber wieder alles gut mit den Wetter.

Hoffentlich ist meine Post aus Berlin heute da, dann könnte ich morgen nach dem Frühstück gen Osten aufbrechen.

Ideen, was ich mit dieser Woche anstellen kann, habe ich genug: Stutthof (Sztutowo), Frische Nehrung (Mierzeja Wiślana), dort einmal am russischen Grenzzaun rütteln, Frauenburg (Fromborg), eine Fahrt auf dem Oberländischen Kanal (Kanał Elblaski) von Elbing (Elbląg) nach Osterode (Ostróda), am Samstag zum CSD nach Warschau (Warszawa) und dann vielleicht doch mal wieder nach Berlin zurück. Entweder direkt mit dem Berlin-Warszawa-Express oder via Gdynia und dann mit der Fähre nach Rostock. Dann könnte ich mir noch einmal zwei oder drei hübsche Tage zum Abschluss meiner Polenreise in Zoppot (Sopot) machen.

Aha, Ausflüge

Mit Tilda Swinton beim Bäcker

4. Juli 2010, 11 Uhr

Gerade stand Tilda Swinton vor mir an der Bäckereitheke. Oder ihre ihr total ähnlich sehende polnische Doppelgängerin.

Mein Zelt ist schon verstaut, nach dem Kaffee geht’s zuerst zwölf Kilometer bis ans Ende von Hela (Półwysep Helski) und dann übers Wasser.

Aha, Ausdauer, Ausflüge

Umgang mit Behinderten in einem katholisch geprägten Land

25. Juni 2010, 15 Uhr

Meinen erhofften Kaffee habe ich gerade bekommen.

Eine Beobachtung, die ich hier in Polen mache: Es gibt offenbar viel mehr behinderte Kinder und junge Erwachsene als in Deutschland. Ich vermute, das liegt an der restriktiveren Abtreibungsgesetzgebung. Schon krass, wenn man sich vorstellt, dass ein Großteil der behinderten Kids bei uns gar nicht erst auf die Welt gekommen wären.

Das ist nur eine Feststellung, womöglich sogar eine Mutmaßung. Ich will weder das eine noch das andere be- oder gar verurteilen. Ich bin froh, dass ich in so eine Gewissensfrage als werdendes Elternteil nie kommen werde.

Die Sonne knallt jetzt total. Geil! Ich hab vorhin am Strand mein T-Shirt im Meer kurz ausgewaschen (übrigens noch immer das, mit dem ich in Berlin gestartet bin – aber das will vermutlich kein Mensch wissen), es ist noch etwas feucht und kühlt mich nun ganz wunderbar.

Aha

Vorher …

23. Juni 2010, 11.52 Uhr

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Geburtstag in den Zeiten von Facebook

6. Juni 2010

Vor einer Woche hatte ich Geburtstag (nein, ich möchte jetzt keine Glückwünsche mehr) und fand es erstaunlich, wohin sich die Übermittlung von Geburstagsgrüßen verschoben hat. Nämlich komplett in Richtung Facebook:

  • 19 per Facebook
  • 13 per E-Mail
  • 6 persönlich
  • 5 automatisiert (Netzwerke, E-Mails)
  • 4 per SMS
  • 2 telefonisch
  • 1 per MMS (die ich aber nicht anschauen konnte und nicht einmal weiß, von wem sie kam)
  • 1 per Banküberweisung
  • 1 per Blumenstrauß
  • 1 per Post

Als Kind bekam ich noch massenhaft Postkarten und Brief. Der Glückwunsch, den ich diesmal noch per Post bekam, war von einer Firma, bei der ich Kunde bin.

Aha

Irritation am Vormittag

27. Mai 2010, 11.50 Uhr

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Meine Macs und meine iPod melden mir jeden Vormittag anstehende Geburtstage. Das Programm BirthdayScannerX generiert aus iCal beziehungsweise aus dem Adressbuch Erinnerungen, die nach Wunsch aufploppen.

Heute hat mich der 44. »Geburtstag« meines Vaters etwas irritiert. Mein Vater wäre in Wirklichkeit schon fast 82 Jahre alt und lebt seit über 20 Jahren nicht mehr. Tatsächlich meldet das Programm aber den 44. Hochzeitstag meiner Eltern (die aber auch schon weit über 30 Jahre Scheidung feiern könnten).

Erschreckt hat es mich trotzdem kurz. Schließlich werde ich selbst die nächsten Tage 44 Jahre alt.

Aha

Endlich wieder richtig frühstücken

25. Mai 2010, 16.45 Uhr

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Montag vor einer Woche hatte ich bemerkt, dass mir meine ec-Karte fehlte. Vermutlich habe ich sie kurz vorher aus Versehen in den Altpapiercontainer geworfen. Ich hab dann gleich die alte Karte sperren lassen und eine neue bestellt. Diese kam auch schon am folgenden Tag, die PIN dazu brauchte allerdings etwas länger. Nämlich bis heute. Mein Kühlschrank war am Montag vor einer Woche schon ziemlich leer, im Portemonnaie hatte ich keine vier Euro mehr. Ich musste zwar nicht hungern. Es gab nur die letzten Tage nicht mein geliebtes Schokomüsli mit Joghurt und geschnippeltem Obst, keinen Kaffee mit Sojamilch (was eklig aussieht, aber lecker schmeckt). Dafür Bratkartoffeln. Oder Toastbrot mit Honig.

Schön, wenn man zu alten Gewohnheiten zurückkehren kann.

Bezahlt habe ich meinen heutigen Einkauf dann übrigens mit meiner Unterschrift. Nicht mit PIN. Ich hätte also gar nicht so lange darben müssen.

Aha

So schlimm ist es dann offenbar doch nicht

17. Mai 2010, 19.05 Uhr

So schlimm kann es um den Euro und Deutschland und überhaupt um die Welt noch nicht bestellt sein, wenn in den heute-Nachrichten die ersten fünf (!!) Minuten ausschließlich über Michael Ballacks kaputten Knöchel berichtet wird.

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