23. Oktober 2011
Sinn und Zweck meines Harzausfluges ist: Ich will mit dem Fahrrad fahren, ich will herbstlichen Wald sehen, ich will mal wieder frische Bergluft atmen, ich will die unter Umständen letzten sonnigen Stunden des Herbstes nutzen.
14.35 Uhr. Achim Bodewig, da hast du deinen Herbstwald:

Während ich mich die vor ein paar Tagen ganz übermütig per Google Maps ausgesuchte Strecke emporquäle (»ach, zwanzig Kilometer, die schaff ich doch locker in einer Stunde«), röchelt rechts von mir im Wald ein Zug mit einer Dampflok Serpentinen hinauf. Von Wernigerode bis Schierke sind 450 Höhenmeter zu überwinden. Jetzt weiß ich, warum der Zug für diese läppische Entfernung eine Stunde braucht.
14.38 Uhr. Achim Bodewig, da hast du deine Bergluft:

15.28 Uhr. Mein Fahrrad vor dem Bahnhof Drei Annen Hohne (540 m):


15.35 Uhr. Bis heute wusste ich nicht, dass Hasserode ein Ortsteil Wernigerodes ist. Darauf ein Hasseröder:

15.52 Uhr. Was für ein Zufall. Ausfahrt zweier Züge aus dem Bahnhof Drei Annen Hohne:

Ich erinnere mich an die Zeit, in der ich als Zwöfljähriger bei meinem Vater voller Begeisterung Eisenbahnmagazine las. Schmalspurbahn! Dampfloks! DDR! Wie mich das vor allem in Kombination damals schon begeisterte! Und diese Stationsnamen! Sorge. Elend. Schierke. Drei Annen Hohne. Alles noch präsent. Die Bahnhofsausfahrt von Drei Annen Hohne – stand da geschrieben – sei bis Mauerbau legendär gewesen. Richtung Elend und Richtung Brockenbahn geht es einige hundert Meter parallel gen Südwesten. Seit zwanzig Jahren fährt die Brockenbahn wieder, aber mich lässt die Ausfahrt der zwei Züge heute ziemlich kalt. Kein hektisches Aufspringen. Keine Fotos davon.
16.59 Uhr. Was für ein Zufall. Kommt mir doch auf der Rückfahrt nach Wernigerode bei Drei Annen ein Zug entgegen:
