Archive for the 'Autsch' Category

Autsch

Los Wochos Verarschos?

8. August 2010, 20 Uhr

Haben wir eigentlich gerade Los Wochos Verarschos?

Seit Freitag wurde ich von drei Leuten versetzt.

Nachtrag 9. August 2010, 0.45 Uhr:

Zwei der Versetzer sind rehabilitiert. Der SMS-Speicher meines Mobiltelefons war voll und es stauten sich seit Donnerstag schon fast ein Dutzend SMS im Eingang. Mit einem iPhone wäre mir das nicht passiert.

Autsch

Dir mach ich noch einmal Frühstück!

2. August 2010, 16.24 Uhr

2010-08-02-1624.jpg

Von mir mit viel Liebe und noch mehr Obst zubereitetes Müsli vom Vortag, vom Nachbarn verschmäht.

Autos, Autsch

Wie bescheuert muss man eigentlich sein …

17. Juli 2010, 12 Uhr

2010-07-17-31grad.png

Wie bescheuert muss man eigentlich sein, wenn man mit dem Auto und einem Zelt im Hochsommer auf den Campingplatz eines Ostseebades fährt, um sich dort bei über dreißig Grad Hitze bei laufendem Motor (und vermutlich laufender Klimaanlage) in die Karre zu setzen, anstatt fünfzig Meter zum Strand zu laufen und sich in der Ostsee zu erfrischen?

So geschieht es seit etwa zwei Stunden. Da es in dem Auto offenbar ein wenig langweilig ist, muss man natürlich das Radio anschalten und die Lautstärke total hoch drehen. Und dann ist’s scheinbar auch nicht kühl genug in der Karre. Dann drückt man ab und zu ordentlich aufs Gaspedal.

Autsch

Fahrradcomputer

12. Juli 2010, 0.30 Uhr

Hat jemand Verwendung für einen kleinen Fahrradcomputer? So ein Ding, das Geschwindigkeit, Distanz und Fahrzeit ermittelt?

Ich habe gerade in der Hose, die ich seit vier Tagen nicht trug, das verloren geglaubte Teil wiedergefunden:

2010-07-12-0006.jpg

Ausdauer, Ausflüge, Autsch

Das Fährdesaster von Kahlberg-Liep

11. Juli 2010, 13.30 Uhr

Natürlich musste es mich auch auf dieser Tour erwischen: ein Fährdesaster. Nach denen meiner Radtouren von 2009 und 2008.

Gestern hatte ich mir bei einem Fremdenverkehrsbüro den Fahrplan der Fähre von Kahlberg-Liep (Krynica Morska) nach Frauenburg (Frombork) über das Frische Haff (Zalew Wiślany) eingesteckt. Nach diesem sollte die Fähre heute um 13.30 Uhr fahren. Als ich mir vor einer Stunde das Ticket kaufen wollte, wurde mir gesagt, dass die Mittags-Fähre heute nicht fährt. Diese verkehre nur auf Bestellung und bei mehr als dreißig Fahrgästen, die es heute nicht gibt. Das stehe auch auf dem Fahrplan, den ich – weil natürlich nur polnischsprachig – nicht in Gänze verstand. Wobei – wenn ich mir jetzt die Website der Reederei ansehe – so eindeutig ist das wirklich nicht.

Heute früh um halb zehn wäre eine gefahren. Die hätte ich sogar bekommen können. Nun ja. Ich mach das Beste daraus. Und das heißt bei der Affenhitze heute, mich in den Schatten zu setzen, das MacBook auszupacken und das Blog ein bisschen zu aktualisieren.

2010-07-11-30grad.png

Alternativ könnte ich natürlich auch an den Strand gehen. Aber wohin mit all meinem Gepäck? Mit dem voll gepackten Fahrrad durch den Sand? Nee, besser nicht. Und das Fahrrad mit Gepäck unbeaufsichtigt stehen lassen? Besser auch nicht.

Ich habe ein kleines italienisches Café – beziehungsweise eine Kawiarnia – entdeckt: Ciao Bella. Ich trinke bereits meinen zweiten Caffè, hatte schon ein leckeres polnisches, für mich heute zweites, Frühstück. Rührei mit Pilzen. Lecker!

Mir gegenüber sitzt eine Frau, die wie eine Chantal Lehner (aber ungeschminkt!) aussieht, zur Begrüßung schallte eine neue Version von Boys don’t cry aus den Lautsprechern. Sympathisch.

Ich werde jetzt übrigens die nächste Fähre nehmen, die von Kahlberg-Liep (Krynica Morska) um 17.20 Uhr nach Elbing (Elbląg) fährt.

Ausdauer, Ausflüge, Autsch

Dieser wunderschöne Ort des Schreckens ist schwer zu ertragen

9. Juli 2010, 21 Uhr

Heute Abend war ich nach einen schönen Tag, nach einem Bad in der Ostsee in Steegen (Stegna), nach dem Erblicken ganz vieler süßer Häuschen im ehemaligen KZ Stutthof.

Es war nicht mein erster Besuch in einer KZ-Gedenkstätte. Vor vielen Jahren war ich schon im KZ Auschwitz gewesen. Ich wusste in etwa, was mich erwartete. Trotzdem haut es einen dann doch wieder um. Warum tun sich Menschen gegenseitig so etwas an?

Was mich mal wieder so fassungslos gemacht hat, waren zwei Dinge: Diese Perversion der Nazis im Umgang mit Menschen, die ihnen nicht genehm waren. Mit Juden. Oder auch mit Polen. Ich wusste zum Beispiel nicht, dass es Polen in der ehemaligen Freien Stadt Danzig (Wolne Miasto Gdańsk) ab 1940 unter Androhung von Strafe untersagt war, in der Öffentlichkeit Polnisch zu sprechen. Das muss man sich mal vorstellen! Die Menschen waren dort auf die Welt gekommen, lebten dort schon länger als diese Nazi-Idioten teilweise alt waren und sie durften sich nicht in ihrer Muttersprache auf der Straße unterhalten.

Mir fiel auf dem KZ-Gelände der Nazi mit der SS-Uniform, den ich in Rügenwalde (Darłowo) gesehen hatte, wieder ein. Ich bekam so eine Wut. Ich hätte mir gewünscht, ihn in den Stacheldrahtzaun um das Lager zu schmeißen. Oder Schlimmeres.

Das andere war diese Nähe von Grauen auf der einen und “Normalität” und Banalität auf der anderen Seite. Am Eingang zum Lager steht eine wunderhübsche Villa, in der zu KZ-Zeiten der KZ-Kommandant mit seiner Familie lebte. Wie hat das zum Beispiel die Ehefrau ausgehalten?

Als ich Anfang der Neunzigerjahre im KZ Auschwitz war, war es Herbst. Fast schon Winter. Das Wetter war grauenhaft. Alles an jenem Tag war grau und trostlos. Heute war so ein schöner Tag, die Gegend hier ist wunderschön, die sind Häuser total putzig und dann kommt man an diesen Ort des Schreckens. Auch damals muss es schöne Sommertage gegeben haben. Schwer zu ertragen oder vorzustellen, finde ich.

Was ich mich dann auch fragte, war, was meine Großeltern wohl davon wussten oder nicht wissen wollten. Die Konzentrationslager sind eine Sache, das mit den absurden Vorschriften eine andere. Das war total öffentlich. Es wurden Plakate in Danzig und Zoppot aufgehängt, auf denen das Sprechen von Polnisch in der Öffentlichkeit untersagt wurde. Was hat sich meine Oma dabei gedacht?

So ein Besuch lässt einen jedenfalls nicht kalt. Zum Schluss des Rundgangs, an den Gaskammern und in dem Krematorium, konnte ich jedenfalls nur noch heulen und mich schämen.

Wer nach Danzig (Gdańsk) kommt, sollte sich einen Tag Zeit nehmen und auch Stutthof (Sztutowo) und dort das KZ besuchen.

Kein schöner Besuch im eigentlichen Sinne, aber auf alle Fälle ein Verständnis bringender. Ich dachte dann auch, dass ich jetzt wieder ein wenig verstehen kann, warum die Deutschen nach dem Krieg so erbarmungslos von hier vertrieben wurden. Oder warum diese Erika Steinbach in Polen so verhasst ist.

Ausdauer, Ausflüge, Autsch

Plattfuß an der Weichselmündung

8. Juli 2010, 15 Uhr

Mein Vorderrad ist platt. So platt und kaputt, dass auch mal eben Aufpumpen für fünfhundert Meter fahren nicht reicht. Ich bin fünf Kilometer von meinem Zelt entfernt. Dort liegen Flickzeug und Ersatzschlauch. Super. Ich werde also gleich mein Fahrrad fünf Kilometer durch den Wald schieben dürfen.

Zum Glück gibt es hier – an der westlichsten Mündung des Weichseldeltas, dem Weichseldurchbruch von 1840 – eine kleine Strandbar.

Auch den Schreck erstmal Piroggen und ein Bier.

Am Strand war’s toll. Dreimal schwimmen gewesen.

Ausdauer, Ausflüge, Autsch

Schwimmt da Scheiße auf dem Meer?

3. Juli 2010, 13 Uhr

Heute bin ich nicht direkt in Jurata an den Strand gegangen, sondern mit dem Fahrrad ein paar Kilometer in den Westen gefahren und zwischen Syberia und Heisternest (Jastarnia) an den nördlichen Strand gegangen.

2010-07-03-1257.jpg

Was ist das, was da auf dem Wasser schwimmt? Ist das Scheiße? Also menschliche Exkremente? Von diesen Bollen schwimmen Massen herum, die sich mit jeder Welle zu einem hellbraunen Brei auflösen.

Es ist zwar relativ leer hier am Strand, aber die paar anderen Leute lassen sich nicht davon abhalten, trotzdem ins Wasser zu gehen.

Als ich ins Wasser gehen wollte (tiefer als knietief fand ich eklig), kam mir beim Versuch, ein paar Dutzend Meter weiter westlich eine saubere Stelle zu finden, eine Frau im Wasser entgegen. So eine jungsche Hippiebraut. Ich fragte sie, ob sie wisse, was das ist, ob das Scheiße sei, was da auf dem Wasser schwimmt. Sie kicherte vor sich hin und und meinte, nein, bestimmt nicht. Und bespritzte dabei, etwas tiefer im Wasser stehend, eine recht frische Wunde an ihrem Bauch – sah aus wie die Verletzung nach einem Sturz. Bestimmt hatte sie Pilze gefuttert oder LSD genommen. Wobei, auf LSD erträgt man Dreck ja überhaupt nicht. Aber das wäre jetzt eine andere Geschichte …

Also, wenn das wirklich von Menschen gemachter Dreck ist, dann frage ich mich natürlich, wo kommt der her? Von den Dörfern der Halbinsel? Aus Danzig? Aus Helsinki? Aus St. Petersburg? Von einem Schiff? Und wenn ja, könnte man bitte sofort jede Form von Umweltverschmutzung mit Handabhacken unter Strafe stellen?

Die Lust auf Baden ist mir – zumindest an dieser Stelle und bis mir jemand eine schlüssige Erklärung liefert, was das Zeug ist, wenn es sich nicht um Scheiße handelt – gründlich vergangen.

Autsch

Bundespräsidentenwahl

30. Juni 2010, 19.15 Uhr

War der dritte Wahlgang jetzt eigentlich schon oder gilt meine Wette von vor drei Wochen noch?

Apple, Ausdauer, Ausflüge, Autsch

Scheiß iBlogger

30. Juni 2010, 19 Uhr

Schon wieder hat iBlogger einen Eintrag verschluckt. Verdammte Axt. Ich hatte so schön von Nonnen und Gräbern und dem Vertrag von Versailles und dem Polnischen Korridor geschrieben. Werde ich wohl wieder mein Gedächtnis bemühen müssen. Und iBlogger in die Tonne treten.

Ausdauer, Ausflüge, Autsch

Schlecht geschlafen im Paradies

30. Juni 2010, 10.30 Uhr

Fangen wir mit dem Schönen an: Dieses Stilo (Osetnik) ist ein Traum. Ein total winziges Dorf, aber ganz wunderbar am Wald gelegen. Der Campingplatz ist der süßeste von allen. Mein Geheimtipp für Leute, die wirklich ganz ursprünglichen Urlaub in der Kaschubei machen wollen.

Eigentlich eher eine Wiese mit ein paar Bäumen, einem Zaun drumherum und ein paar versprengselten Gebäuden für Wasch- und Duschräume drauf verteilt. Aber wirklich total schön. Und die sanitären Einrichtungen auch alle in bestem Zustand.

Gerade bekomme ich mein Fischfrühstück gebracht.

11.15 Uhr

Mein Frühstück – das ungewöhnlichste, das ich bisher hatte, aber auch sehr lecker, hab ich verputzt, gerade steht der zweite Kaffee vor mir.

Und nun zum Schrecklichen dieser Nacht: Gegen halb zwei bin ich das erste Mal aufgewacht, weil ich dermaßen starke Halsschmerzen beim Schlucken hatte (und nur dann). Das ging im Halbstundentakt die ganze Nacht so. Gegen vier Uhr dachte ich schon, ich könne gar nicht wieder einschlafen und ich sollte vielleicht besser sofort aufbrechen, statt mich stöhnend im Schlafsack hin- und herzuwälzen.

Wo diese Halsschmerzen herkommen, weiß ich nicht. Es war gestern definitiv nicht kalt, auch die Nacht war mild und ungewöhnlich trocken.

Inzwischen ist es nicht mehr ganz so schlimm (immerhin konnte ich mein Frühstück essen), aber ganz in Ordnung ist der Hals noch nicht.

Ausdauer, Ausflüge, Autsch

Peulenpest und Matschauge

28. Juni 2010, 8 Uhr

Als ich eben in den Spiegel blickte, dachte ich, Bata Illic stehe vor mir. Ich habe total verschwollene Augen und außerdem die Peulenpest. Wo die Beulenpest herkommt weiß ich: trotz Autan werde ich abends immer dermaßen von Moskitos attackiert. Das mit den Augen finde ich etwas verwunderlich. Ich merkte gestern schon, dass sie tränten und dick wurden. Die Kontaktlinsen habe ich natürlich nicht seit Tagen drin. Das war nur eine Notlösung für eine Nacht. In Rügenwalde (Darłowo) gibt es einen Optiker und dort bekam ich auch Kontaktlinsenbehältnisse. Eine Bindehautentzündung fände ich jetzt nicht so prickelnd.

In Giesebitz (Izbica) bin ich gelandet, weil es gestern zum Sonnenuntergang hin zuging, ich mit meinen Kräften etwas am Ende war und außerdem der einzige Campingplatz auf den nächsten achtzehn Kilometern bis Leba (Łeba) eingezeichnet war.

8.16 Uhr:

2010-06-28-0816.jpg

Der Campingplatz ist in Wirklichkeit der sehr große und sehr schöne Garten einer Familie, wo ich auf dem langen, schmalen Grundstück hinter einer Scheune mein Zelt aufschlagen konnte. Die Waschräume sind eher rustikal und aus der Kategorie selbstgezimmert. Aber auch in Ordnung.

Ich hoffe, dass ich nicht bis Leba (Łeba) mit einem Kaffee warten muss. Das nächste Mal nehme ich mir einen Gaskocher mit. Ich glaube, das dachte ich im vergangenen Jahr auch schon.

Ausflüge, Autsch

Bin ich im Irak?

25. Juni 2010, 23.45 Uhr

Es ist wirklich total gespenstisch. Hier im Ort rennen komplett ausgestattete “Soldaten” rum. Mit komplett ausgestattet meine ich komplett ausgestattete US-Soldaten. Inklusive Maschinengewehr. Milchgesichtig zwar. Aber mit Maschinengewehr überm Arm. Hilfe! Wo bin gelandet?

Leider kann ich keine Fotos machen. Den Kameraakku (diesmal hab ich das Ladegerät dabei!) habe ich zum Aufladen an der Zeltplatzrezeption gelassen.

Autsch

»Ein innerer Reichsparteitag«

13. Juni 2010, 21.28 Uhr

Hab ich mich da eben verhört oder hat die ZDF-Tante Katrin Müller-Hohenstein wirklich was vom »inneren Reichsparteitag« Kloses gesprochen?

Autsch

Das Wettbüro schließt am Sonntag um 22 Uhr

12. Juni 2010, 15.22 Uhr

2010-06-12-1522.png

Screenshot: Tagesspiegel

Was meint ihr, wie lange hält Frau Merkels »Wunschkoalition« noch? Wird sie diesen Monat überleben? Nach der letzten Meldung würde ich darauf keine 50 Pfennig mehr verwetten.

Off topic: Den Zeilenfall der Überschrift kann ich kaum ertragen.

Nachtrag um 17.22 Uhr:

2010-06-12-1724.png

Screenshot: FAZ

Man kann fast schon Mitleid bekommen mit Angela Merkel.

In der Überschrift schon wieder so ein hässlicher Zeilenfall.

Nachtrag um 19.40 Uhr:

Spiegel-Titel

Quelle: spiegel.de

Nachtrag um 23.50 Uhr:

2010-06-12-2350.png

Screenshot: mittelhessen.de

Nachtrag am 13. Juni um 18.53 Uhr:

2010-06-13-1853.png

Screenshot: FAZ

Nachtrag um 19.07 Uhr:

2010-06-13-1907.png

Screenshot: taz

Nachtrag um 21.59 Uhr:

2010-06-13-2159.png

Screenshot: Süddeutsche Zeitung

Next »