Archive for the 'Autsch' Category

Autsch

Fotografieren ohne Sucher und ohne Display

10. September 2011, 13.53 Uhr

Um mal ein bisschen mein »Leiden« zu demonstrieren, zeige ich eine Serie von Fotos, wie ich sie derzeit immer mache. Mit meiner defekten Lumix, die leider auch keinen optischen Sucher hat, muss ich immer eine ganze Reihe von Fotos machen, um das gewünschte Objekt irgendwann zu treffen. Mal halte ich die Kamera zu hoch, mal zu tief. Die Lichtverhältnisse stimmen natürlich auch nie. Zoomen ist ein reines Glückspiel.

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Fotografieren wollte ich eigentlich die Zwei:

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Auf dem letzten Bild sieht man, wie der »Sohn« noch nach Futter kräht, obwohl es direkt vor ihm liegt. Kleines Dummerchen.

Inzwischen weiß ich, dass es für relativ wenig Geld (etwa 50 Euro) einen Ersatzmonitor für meine Kamera gibt, und dass man diesen selbst austauschen kann. Ich muss das Ding einfach mal bestellen und mich dann eine halbe Stunde mit Werkzeug dransetzen.

Autsch

Kameracrash

14. Mai 2011, 18.23 Uhr

[ohne Bild]

Zwei Minuten nach dem letzten Foto fällt mir beim Zahlen im Gnadenbrot meine unverschlossene Tasche runter. Der Inhalt (Sonnenbrille und Kamera) kracht auf den Boden. Die Kamera hat diesen Sturz nicht ganz heil überstanden. Das Objektiv fährt nach dem Anschalten noch aus, das Display zeigt aber nichts mehr an. Scheiße.

Autsch

Sonntagsfahrer

23. April 2011, 17.15 Uhr

Heute sind nur Idioten mit dem Fahrrad unterwegs. Zumindest in Berlin. Darf ich mal so richtig rumpesten?

Ich hasse besoffene heterosexuelle Jungs, die mit sogenannten Bierbikes grölend durch die Stadt fahren und den gesamten Verkehr behindern und belästigen: Autofahrer. Fahrradfahrer. Fußgänger. Heute dreimal gesehen.

Ich hasse fünfzehnjährige Spanierinnen, die sich das erste Mal in ihrem Leben auf ein Fahrrad setzen. Und das in Berlin. In Gruppen nicht unter zehn. Um dann nebeneinander (!) in Schrittgeschwindigkeit die Busspur und damit den halben Verkehr behindern. Heute zweimal gesehen.

Ich hasse Muttis auf Klapprädern, die sich dreimal im Jahr auf ihr Gefährt setzen, um dann mit maximal 10 km/h neben (!) ihrem Ehemann den Radweg blockieren. Heute einmal gesehen.

Ich hasse sonstige Touristen, die sich in Berlin Fahrräder mieten, obwohl sie sonst nie Rad fahren und dann unsicher und langsam durch die Stadt eiern. Heute unzählige Male gesehen.

Ansonsten ist alles super. Mit Rückenwind zu fahren ist toll.

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Autsch

Wer denkt sich so etwas aus?

8. April 2011, 15.30 Uhr

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Man mag den Entwicklern der Innenausstattung der InterCitys zugutehalten, dass es um 1990, als sie sich diese Klapptischchen mit Magnethalter ausdachten, fast noch keine Laptops gab. Aber richtig schlau war es auch vor zwanzig Jahre nicht. Immerhin gab es schon ec-Karten mit Magnetstreifen.

Mein MacBook stelle ich da jetzt trotzdem beherzt drauf. Mit der Neoprenhülle als Unterlage und Magnetschutz.

Architektur, Autsch

Berlins schönste Ecken

6. April 2011, 11.56 Uhr

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Für Ortsunkundige: Der Fernsehturm ist klar. Das rosafarbene Ungeheuer ist das »Alexa« beziehungsweise dessen südliche Brandmauer. Der Rest des Gebäudes, das als unförmiges Monster mitten in der Stadt steht, ist auch nicht viel besser.

Arbeit, Autsch

Mit mir wäre das nicht passiert

2. April 2011, 11.24 Uhr

Hätte ich dieses Schild am Stralsunder Kniepertor gesetzt, wäre das nicht passiert:

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»Nach Schills Tot«. Also bitte! Da wäre mir ein falscher Apostroph, aber ein richtiger Tod fast lieber.

Vom fehlenden Kerning (Buchstabenausgleich) zwischen T und o sowie zwischen 1 und 8 will ich jetzt gar nicht sprechen.

Autsch

Verschnarchte Produktdesigner

27. März 2011, 10.24 Uhr

Was hat Cateye eigentlich für verschnarchte Produktdesigner? Cateye ist ein japanischer Hersteller von Fahrradzubehör. Bis vor wenigen Tagen dachte ich, von qualitativ gutem Fahrradzubehör.

Eben beim Versuch, an meinem kleinen Fahrradcomputer die Zeit umzustellen, rutschte mir der der »Stellknopf« ins Gehäuse des Tachos:

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Auf dem Bild ist die Rückseite des Tachometers zu sehen. Das große schwarze runde Teil ist das Batteriefach, das kleine Loch oben rechts ist der Stellknopf. Dort sitzt eigentlich ein dunkelgrauer Weichgummipömpel, den man mit einem dünnen Gegenstand drücken muss, um Einstellungen an dem Gerät vornehmen zu können. Dieser Pömpel ist mir schon direkt nach dem Kauf dieses Teiles (aufmerksame Leser erinnern sich) ins Gehäuse gerutscht. Bei der Montage des Tachometers muss man unter anderem die Radgröße einstellen. Damals ist es mir nach ein paar Sekunden Gefummel gelungen, diesen Pömpel wieder an seine ursprüngliche Stelle zu bringen. Heute gelingt es mir auch nach fünfzehn Minuten nicht. Durch Öffnen des Batteriefachs kommt man innen auch nicht dran.

Total ärgerlich. Der ins Gehäuse gerutschte Pömpel sorgt nun für ein Dauerdrücken des Stellknopfes. Damit ist das ganze Gerät unbrauchbar. Wegen eines nicht einmal einem ein Cent billigen Teiles kann ich jetzt einen dreißig Euro teuren Hightech-Gegenstand wegwerfen. Sehr schlau, ihr Penner in Japan!

Überhaupt scheinen die Produktdesigner bei Cateye nicht die Hellsten zu sein. Im vergangenen Sommer habe ich mir einen neuen LED-Fahrradscheinwerfer gekauft. Auch etwa dreißig Euro teuer. Da brach mir vor wenigen Tagen der Schnapper an der Unterseite des Scheinwerfergehäuses ab:

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Zu sehen genau in Bildmitte. Jetzt hält der Scheinwerfer nicht mehr fest an der am Fahrradlenker angeschraubten Halterung und rutscht bei jeder größere Bodenwelle aus dieser Halterung und fliegt auf die Straße.

Auch wieder ein Materialwert von weniger als einem Cent, dafür Schrott für zwei Dutzend Euro. Das entsprechende Gehäuseteil gibt es nicht als Ersatzteil. Sehr nachhaltig.

Ausblicke, Ausdauer, Autsch

Blaue Flecken und Muskelkater

20. März 2011, 15 Uhr

Kann man das auf dem Foto erkennen?

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Ich habe total blaue Fingerkuppen. Vom gestrigen Frisbeespielen. Noch nie taten Tippen und Mausbewegen so weh wie heute. Abgesehen vom Muskelkater überall.

Autsch

Warum schnallt sich dieser Mann an?

18. März 2011, 20.11 Uhr

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Screenshot: tagesschau.de

Ohne besonders zynisch klingen zu wollen, aber warum schnallt sich dieser Mann an? Er gehört zu den »Liqudatoren«, die ins Atomkraftwerk Fukushima-1 fahren. Der erlebt doch diesen Sommer eh nicht mehr.

Ausblicke, Autsch

(Horror-)Bild des Tages

12. März 2011, 15.47 Uhr

Die heutigen Top Sites auf meinem MacBook:

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Fast überall dasselbe Foto des in die Luft fliegenden Atomkraftwerks Fukushima-1.

Spiegel Online, Berliner Zeitung, taz, Tagesspiegel, Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Rundschau.

Darauf hätte ich gerne verzichtet. Tschernobyl bekommt einen Nachfolger. Super.

Wer noch einmal erzählt, Kernenergie sei »sinnvoll«, »beherrschbar«, »sauber« oder gar »sicher«, dem stecke ich einen Brennstab in den Hintern!

Autsch

Treppenhausfundstücke

13. Februar 2011

18.23 Uhr. Eine ausgesetzte Pflanze. Abzuholen in der Fischerinsel 10:

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18.26 Uhr. Eine ausgesetzte Eckbank. Abzuholen in der Fischerinsel 9:

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Autsch

»Nach dem Öffnen zügig aufbrauchen«

30. Januar 2011, 4.01 Uhr

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Ich tu ja nur, was mir befohlen wird.

Autsch

Geschichtsklitterung

29. Januar 2011, 15.46 Uhr

Schon wieder ein Rentnerspaziergang mit Rumgemeckere.

Diesmal ist mir die »Domklause« im DDR-Museum beziehungsweise deren Speisekarte übel aufgestoßen:

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Das Logo passt. Von den DDR-Eierbechern habe ich sogar auch noch welche im Schrank. »Sonja-Plastic. EVP M –,82«.

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In der DDR gab es nie und nimmer Cappuccino oder Espresso.

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Auch vegetarische Gerichte sind mir nie begegnet. Außer, man bestellte ausschließlich »Sättigungsbeilagen«.

Antiquitäten, Architektur, Autsch

Geschichtsklitterung

27. Januar 2011, 15.35 Uhr

Schon wieder ein Spaziergang. Gegen den Winterspeck. Gegen die Winterdepression. Heute sogar mit blauem Himmel.

Beim Laufen fallen mir viel mehr Dinge auf, an denen ich auf dem Fahrrad vermutlich einfach zu schnell vorbeifahre. Heute dieses Schild in der Burgstraße:

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Da steht doch tatsächlich an einem maximal zehn Jahre alten Gebäude unter der Überschrift »Berliner Gedenktafel«:

»Im ehemligen Palais Itzig – dem heutigen Spreepalais am Dom […]«

Dieses Gebäude ist nicht das ehemalige Palais Itzig! Das Palais Itzig wurde – wenn ich es richtig sehe – schon um 1858 abgerissen, weil an dieser Stelle ab 1859 der Neubau der Berliner Börse errichtet wurde. Das »heutige Spreepalais« ist ein Neubau, der sich nicht einmal im Ansatz bemüht, so auszusehen wie eines der Vorgängergebäude. Wie man auch unschwer an der Glasfassade erkennen kann. Warum wird in dieser Stadt so oft mit Geschichte so fahrlässig umgegangen?

Weiter heißt es übrigens auf dem Schild: »… wohnte der Begründer des modernen Judentums Israel Jacobsen […] Wegbereiter jüdischer Emanzipation in Deutschland. Er erneuerte das jüdische Schulwesen und errichtete 1810 in Seesen die weltweit erste Reformsynagoge. […]«

Aufmerksame LeserInnen erinnern sich, dass ich Ende November 2010 im Städtisches Museum Seesen war und ein Modell eben jener Synagoge fotografierte.

Autsch

»Mit guter Laune durch den Winter«

26. Januar 2011, 16.27 Uhr

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Wie nennt man so etwas? Einen Widerspruch in sich selbst? Genau. Oxymoron.

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