Abschied

HL 203,1

4. Dezember 2014, 11.51 Uhr

Letzter Gruß aus der Fischerinsel 9:

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Das ist ein Papieraufkleber auf einer der Großtafel-Betonplatten meiner alten Wohnung, der beim Tapetenablösen vor fast zehn Jahren zum Vorschein kam und um den ich ganz vorsichtig herum neu strich.

Das Übergabeprotokoll ist ohne Probleme abgezeichnet, der Bautrupp war auch schon ein erstes Mal in der Wohnung. In einer Woche werden sie vermutlich den schönen alten Linoleumboden rausgerissen haben.

Antiquitäten

Coming Out

9. November 2014, 21.54 Uhr

Statt im Kino International (wo der Film heute wieder aufgeführt wird) aus der YouTube-Konserve mit englischen Untertiteln:

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Kleine Mauerfall-Erinnerungsgeschichte dazu: ich war von meinen Ost-Berliner Freunden Daniel und Dirk im November 1989 gefragt worden, ob ich nicht auch zur Premiere des Filmes kommen möchte. Vier Tage vorher war ich ja erst in Ost-Berlin. Ich lehnte damals ab, weil mir der Aufwand (Grenzübertritt; schon wieder 25 D-Mark »Mindestumtausch« ausgeben müssen; direkt nach der Aufführung und während der Premierenfeier auf die Uhr starren müssen, da Ausreise bis 1 Uhr zu erfolgen hatte), doch zu groß erschien. Außerdem hatte ich Karten für eine Theateraufführung im Renaissance-Theater für den Abend des 9. Novembers. Passenderweise Kassandra auf Basis des Buches von Christa Wolf, die ich erst vier Tage zuvor auf dem Alexanderplatz hatte sprechen hören.

Ausblicke

Leuchten-Nachbarschaft

7. November 2014, 16.18 Uhr

In meiner unmittelbaren Nachbarschaft:

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Noch einmal 25 Jahre später und das Areal ist komplett bebaut.

Antiquitäten

25

4. November 2014

Vor genau 25 Jahren war ich mit Daniel dort:

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Foto: Bernd Settnik, Bundesarchiv, Wikimedia

Also nicht sehr weit von meinem heutigen Wohnort.

Wenn mir das jemand damals erzählt hätte, ich hätte es fast für möglich gehalten. Aber unter ganz anderen Umständen.

Auftritte

Familie Popow

29. Oktober 2014, 18.25 Uhr

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Autsch

Böen von 37 km/h

4. Juli 2014, 13.34 Uhr

Bei solchen Wetterdaten denke ich eigentlich nicht, dass meine Wohnung in Gefahr sein könnte:

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Ein kurzer und heftiger Windstoß und – zack – fliegt die Wohnzimmertüre zu und auseinander:

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Antiquitäten

Hipstar

14. Juni 2014, 7.36 Uhr

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Kaum zu glauben, aber diese Schwalbe habe ich in Mitte-Mitte aufgenommen. Das Gebäude rechts ist schon das Café Einstein Unter den Linden.

Architektur

Was machen die da?

23. April 2014, 9.12 Uhr

An einem der Gebäude gegenüber, dem eigentlich ziemlich hässlichen Spitteleck, bauen sie seit etwa drei Wochen. Ein Gerüst vorm Haus, vermutlich wird die scheußliche Brutalismus-Fassade aufgehübscht.

So weit, so klar.

Was mir aber nicht klar ist, was die auf dem Dach machen:

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Seit etwa einer Woche kloppen sie mit Bohrhämmern den Boden ab, schichten die Trümmer auf dem Dach um, verlegen neue Dachpappe. Die haben in der Höhe bestimmt 50 Zentimeter Boden abgetragen. Versteht das jemand?

Abschied, Architektur

Und weg

12. März 2014, 13.10 Uhr

Ein weiteres Gebäude aus DDR-Zeit ist endgültig Geschichte:

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Hier stand vor drei Wochen noch ein Teil des Gebäudes des Ministeriums für Bauwesen der DDR.

Antiquitäten

Berlin – Erinnerung und Erneuerung

27. Januar 2014, 16 Uhr

Aus der arte-Reihe »Mit offenen Karten«:

»Die Geschichte Deutschlands und Berlins sind eng miteinander verbunden. Nach der Gründung des Deutschen Reiches 1871 wurde Berlin ›Reichshauptstadt‹. Ab 1918 war es Hauptstadt der Weimarer Republik. In der Zeit des Nationalsozialismus war es wiederum ›Reichshauptstadt‹. Schließlich war während der Teilung Deutschlands von 1949 bis 1990 auch Berlin geteilt.«

Doppelklick startet Film; Quelle: arte+7

Autsch

Da hätte es fast Tote gegeben

25. Januar 2014

Mal wieder eine kleine Krähengeschichte.

Meine vier »Hausvögel« werden jeden Morgen von mir gefüttert. Sie bekommen Katzentrockenfutter und Erdnüsse auf einem Teller auf der Fensterbank serviert. Zwei der Vögel sind so clever, dass sie sich bemerkbar machen, wenn der Teller leer ist und ich im Raum bin. Sie heben den Teller kurz an und machen damit etwas Radau. In der Regel fülle ich dann umgehend den Teller auf.

Heute dachte ich, jaja, habt mal etwas Geduld. Also wurde weiter Radau gemacht. Als ich dann den Teller auffüllen will, sehe ich Folgendes:

10.28 Uhr. Der halbe Teller liegt drei Etagen tiefer auf der Fensterbank:

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Das ist mir etwas zu heikel. Wenn ein Windstoß dieses scharfkantige Ding ganz nach unten weht – das könnte Tote geben. Also ab in die zwölfte Etage, dort klingeln und um »Bergung« der Scherben bitten.

11.35 Uhr. Der Teller lag tatsächlich fast komplett auf der Fensterbank. Die metallene Fensterbank hat eine ordentlich Delle. Und mein schöner Mitropa-Teller ist futsch:

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Den habe ich eigenhändig noch zu DDR-Zeiten von der Transitraststätte Köckern geklaut.

Architektur

»Die Architekten des Sozialismus«

5. Januar 2014, 12 Uhr

»In der DDR wurden die Städte in Kollektiven geplant und gebaut, die Namen einzelner Architekten blieben deshalb unbekannt. Ein Datenbank-Projekt [des Leibniz-Instituts in Erkner – Anm. A. B.] geht dagegen an.«

Doppelklick startet Film; Quelle: ARD-Mediathek

Via Edgar.

Ausblicke

Berlin – Stadt des Friedens

30. Dezember 2013, 15.40 Uhr

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Ausstellungen

Ausreise für Bürger: Berlin (West), anderer Staaten

14. Dezember 2013, 16.44 Uhr

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Mit Tue in der Ausstellung »Grenzerfahrungen« im Tränenpalast.

Auftritte

»Sei dennoch unverzagt«

2. Dezember 2013, 19.45 Uhr

Nach meinem Besuch gestern am Grab von Christa Wolf heute ein Bericht über sie, ihren Mann Gerhard, ihre Enkeltochter Jana Simon und deren Buch »Sei dennoch unverzagt« in Kulturzeit:


Doppelklick startet Film; Quelle: 3sat / Kulturzeit

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