Autsch

»Iiiii. Pass doch auf!«

25. Juni 2009, 19 Uhr

Eben habe ich mit dem Fahrrad die Karl-Liebknecht-Straße am Berliner Dom gequert. Auf dem Fußgängerübergang. Die Straße ist an der Stelle sechsspurig. Also richtig breit. Dort steht für den Fußgängerübergang eine Ampel. Ich habe brav drauf gewartet, dass ich (mit etwa einem Dutzend anderer Leute) Grün bekam. Dann rollte ich langsam auf die Straße, sah eine Radfahrerin aus Richtung Alexanderplatz anpesen. Sie machte keine Ansätze zu bremsen. Statt dessen schrie sie mich spitz und leicht hysterisch an: »Iiiiii. Pass doch auf!« Ich bin dann stehen geblieben. In ihrem Weg. Extra in ihrem Weg. Sie kam dann doch auf die Idee zu bremsen. Ich fragte sie, wie man ein kleines Kind fragt: »Was zeigt die Ampel für dich?«, dann kam sie wohl auf die Idee, dass eine rote Ampel auch für eine Frau auf einem Fahrrad gelten könnte und trollte sich unter einem gemurmelten »Ich hab nicht auf die Ampel geguckt«.

Mal wieder eine neue Lektion für mich in Sachen Frauenlogik. Erstmal schreien. Und andere anmachen. Ehe man bremst.

Aha

Frauenlogik

28. Juli 2008, 16 Uhr

Auch auf die Gefahr hin, mir mindestens die Haelfte meiner hoch geschaetzten LeserInnenschaft zur Feindin zu machen, muss ich doch soeben Erlebtes niederschreiben und mit (m)einer Schlussfolgerung abschliessen.

Hauptbahnhof Kiel. Der Regionalexpress nach Bad Kleinen steht zur Abfahrt in drei Minuten bereit. Vor dem Fahrradabteil muehen sich mehrere Maedels um die zwanzig ab, die Fahrradtaschen von ihren Raedern abzumachen und die Raeder in den Zug zu bewegen. Dies geschieht nicht, ohne sowohl den Bahnsteig durch zwei quer stehende Fahrraeder und die Tuer zum Zug durch zwei im Moment untaetige Frauen zu blockieren. Rings herum das, was in Kiel vermutlich Rush-hour genannt wird. Die Maedels ungeruehrt. Im Zug selbst verstopfen mit Satteltaschen bepackte Fahrraeder im vorderen Teil (!) des Fahrradabteils den Durchgang sowohl weiteren Fahrgaesten mit Raedern als auch dem Lokfuehrer, der sein Fahrerabteil hinter dem Fahrradraum erreichen moechte. Verstreut dazwischen noch ein paar Frauen, die etwas ratlos in noch verbleibenden Restfreiflaechen rumstehen. Und im Minigang, der noch bleibt, eine grosse Tasche, ueber die man druebersteigen muss.

Ich bin mir sicher, Frauen fehlt ein Logik-Gen.

Fortsetzung