Ausblicke

2½ Stunden Rumhängen am Hauptbahnhof

27. Februar 2013

Ein Freund aus Süddeutschland fährt mit dem Zug via Berlin nach Warschau. Eher im Scherz haben wir uns für seine geplanten 13 Minuten Aufenthalt am Berliner Hauptbahnhof verabredet, um kurz »hallo« zu sagen.

Der ICE aus Basel, mit dem er um 13.25 Uhr am Gleis 12 hätte ankommen müssen, ist nicht da.

13.28 Uhr. Der Berlin-Warszawa-Express (geplante Abfahrt 13.37 Uhr) steht schon bereit:

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Zwischenzeitlich bekomme ich in Erfahrung, dass der ICE über eine Stunde Verspätung hat. Der Zug nach Warschau ist natürlich weg.

13.56 Uhr. Mein erster Besuch in einem McCafé. Ist okay dort. Schmeckt auch:

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15.58 Uhr. Piotr hat sein Ticket umgebucht. Auf den Berlin-Gdynia-Express, mit dem er bis Poznań fahren wird:

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Mir blutet natürlich das Herz. Ich komme kurz einen Augenblick mit in den Zug und liebkose sein Innenverkleidung. Bliebe ich im Zug, wäre ich ganz schnell um ein Schwarzfahrticket reicher und um mein auf dem Bahnsteig unangeschlossen stehendes Fahrrad ärmer, könnte aber heute Abend in Zoppot Fisch essen.

16.00 Uhr. Sehnsuchtsziel polnischer Speisewagen:

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Ausblicke

Käsefondue

23. Februar 2013

Essenseinladung mit Ulrike bei Frank. Es gibt Käsefondue. Meine erste Assoziation dazu ist »Asterix bei den Schweizern«:

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»Also, alles klar? Wer sein Brotstückchen in dem geschmolzenen Käse verliert, hat was gut! Beim ersten Mal fünf Stockhiebe! Beim zweiten Mal zwanzig Peitschenhiebe! Beim dritten Mal wird er mit einem Gewicht an den Füßen in den See geworfen!« »Oh, göttlicher Raclettus, was hast du doch für köstliche Ideen!«

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»Oh, ich hab mein Brot verloren!« »DEN STOCK! DEN STOCK!«

Zitate und Fotos aus »Asterix bei den Schweizern«, Ehapa Verlag Stuttgart, 1973

20.48 Uhr. Oh, ich hab mein Brot verloren!

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23.38 Uhr. Zum Abschluss Kaffee und Holunder-Nalewka:

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Frank, vielen Dank für den schönen Abend! Auch wenn ich 20.000 Kalorien zu mir nahm.

Arbeit

Frühschicht

16. Februar 2013, 6.37 Uhr

Erwähnt ich schon, dass ich zurzeit einen seltsamen Schlaf-Wach-Rhythmus habe?

Kaffee Nummer drei des heutigen Morgens. Und ein bisschen Wochenendarbeit:

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Autsch

Schlaf-Wach-Rhythmus

15. Februar 2013, 3.15 Uhr

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Mein Schlaf-Wach-Rhythmus nimmt auch immer groteskere Formen an. Ich bin seit über einer Stunde wach und kann nicht mehr einschlafen. Dann gibt’s jetzt eben Kaffee und anschließend Schreibtisch.

Ausblicke

Rettung am Morgen

14. Februar 2013, 9.50 Uhr

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Wider Erwarten habe ich sowohl noch einen Liter Frischmilch als auch einen Liter Sojamilch in meinem Kühlschrank entdeckt. Ich kann also meinen vierten Kaffee trinken und mir sogar noch Müsli machen, ohne erst zu Edeka laufen zu müssen. Wie toll!

Ausblicke

Frühstück im Bett …

21. Januar 2013, 11.37 Uhr

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Frühstück im Bett, weil Montag ist.

Ausblicke

Mit guten Vorsätzen starten

1. Januar 2013, 12.54 Uhr

Alkohol schon zum Frühstück:

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Ausblicke

Kaffee im Bett

26. Dezember 2012, 12.22 Uhr

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Ausblicke

Zweites Frühstück

10. Dezember 2012, 11.22 Uhr

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Zweites Frühstück im der Cafeteria des Jacob-und-Wilhelm-Grimm-Zentrums.

Ausblicke

Frühstück im Bett

7. Dezember 2012, 12.17 Uhr

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Ausblicke

Wunsch und Wirklichkeit

23. November 2012

15.24 Uhr, Gleis 6:

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Auf Gleis 6 steht ein EC aus Wien mit tschechischem Speisewagen. Der könnte gerne nach Hamburg weiterfahren

15.25 Uhr, Gleis 5:

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Auf Gleis 5 mein Regionalexpress nach Schwerin, immerhin fährt er ohne Halt bis Schwerin durch und hat einen Kaffeeautomaten an Bord.

Arbeit, Ausblicke

Streckenfundstücke

18. November 2012

Reisen wie 1989.

16.43 Uhr. Heute leider wieder Uralt-IC-Waggon in kotzgrün-pissgelb-kackbraunen Achtzigerjahre-Design mit Minitischchen, Bundesbahn-Logos an den Wänden und ohne Steckdosen:

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Immerhin verspricht das ausgelegte Bahn-Magazin mobil, dass bis Ende 2013 alle IC-Wagen auf das Komfortniveau der heutigen ICE-2-Züge gebracht werden sollen. Hoffentlich vergessen sie dabei die Waggons mit Fahrradabteilen nicht.

Siehe Artikel »Neues vom Intercity«.

17.29 Uhr. Rappelvolles Fahrradabteil im IC von Frankfurt (Main) nach Berlin:

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18.23 Uhr. Arbeit vom vergangenen Herbst holt mich beim Halt in Göttingen ein:

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18.29 Uhr. Obwohl IC, ohne Speisewagen. Immerhin mit mobiler Kaffeebar:

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Ausblicke

Warum mir Karlsruhe sympathisch ist

10. November 2012, 13.30 Uhr

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Seit gut einer Stunde sitze ich im Karlsruher Café am Markt. Ein eher unspektakulärer Laden, auch das Publikum ist eher langweilig, so omamäßig. Aber es versprach laut Karlsruhe-Stadtwiki freies WLAN und – das wusste ich vorher schon – einen schönen Blick über den Marktplatz der Stadt.

Das mit dem freien WLAN hat sich als Fehlinformation im Stadtwiki herausgestellt (den Fehler habe ich auch gleich selbst korrigiert), das mit dem Blick über den Marktplatz stimmt. Es fahren im Zehn- bis maximal Dreißig-Sekunden-Takt Straßenbahnen aus drei Richtungen vorbei, trotz Regens sind massenhaft Leute unterwegs und eine der Karlsruher Sehenswürdigkeiten, die Pyramide, habe ich auch im Blick.

Was ich aber vor allem an der Stadt mag, sind die relativ offenen Menschen. Keine total spießigen Schwaben, wie ich sie aus meiner eigentlichen Heimat Schwäbisch Hall oder aus Stuttgart kenne, auch keine schnodderigen Grobmäuler, wie die Berliner. Offen und interessiert erscheinen sie mir.

Eben sprach mich ein etwa siebzigjähriger Mann an. Er kam ins Café, schaute mich neugierig bis interessiert an, wie ich an meinem MacBook saß, nahm am Tisch neben mir Platz und kam dann zu mir herüber.

Entschuldigen Sie. Darf ich Sie etwas fragen?

Natürlich.

Sind Sie hier online? Gibt es hier im Café WLAN?

Nein, das mache ich mit meinem iPhone.

Ah, okay, danke.

Zwei Minuten später kommt er noch einmal zu mir.

Tut mir Leid, ich muss Sie noch einmal etwas fragen.

Kein Problem, nur zu, fragen Sie.

Wie geht das mit dem iPhone?

Er kramt sein iPhone raus.

Ich hab auch eines, geht das mit jedem iPhone?

Ja, grundsätzlich schon. Das nennt sich »Tethering«. Dazu müssen Sie mindestens iOS 5 installiert haben.

Er schaut mich fragend an.

Ist das ein iPhone 4 oder ein 4S, was Sie haben? Wissen Sie, welches Betriebssystem da installiert ist?

Nein.

Er gibt seinen PIN ein und drückt mir sein iPhone in die Hand.

Ich schau mal eben, was Sie da für ein iOS installiert haben.

Das ist iOS 4. Sie müssen erst das aktuelle Betriebssystem installieren, dann geht das auch bei Ihnen

Kostet das was?

Nein, das ist kostenlos. Haben Sie einen Mac oder einen PC zu Hause?

Einen PC.

Aber Ihr iPhone haben Sie mit iTunes gefüttert?

Ja.

Dann schließen Sie zu Hause das iPhone an den PC an, und lassen sich mit iTunes die neues Software für das iPhone installieren und dann haben Sie auch diesen Menüpunkt auf Ihrem Gerät.

Ich zeige ihm an seinem und meinem iPhone den Unterschied mit dem Menüpunkt »Persönlicher Hotspot«. Der ältere Herr strahlt übers ganze Gesicht, bedankt sich, zwischenzeitlich wurden sein Kaffee und sein Stück Kuchen gebracht, ich wünsche ihm, dass er sich seinen Kuchen schmecken lassen soll.

Solch eine Szene stelle man sich in Berlin vor. Oh. Stimmt. Pardon. So etwas passiert in Berlin ja nicht. Da sind ja alle cool und kaum einer spricht den anderen an. Oder wenn man Fremde anspricht, muss man befürchten, angerüffelt zu werden.

Und just in diesem Moment kommt ein anderer Mann, etwa in meinem Alter, der zwei Tische weiter mit Frau und zwei Kindern sitzt, zu mir und fragt mich, ob ich wisse, wo hier in Karlsruhe ein Mac-Händler oder eine Apple-Reparaturwerkstatt sei. Ich kann ihm immerhin sagen, wo er Gravis findet (obwohl ich Gravis ziemlich Scheiße finde).

Ach ja, der Kuchen hier im Café schmeckt auch.

Nachtrag um 15 Uhr: Mein MacBook-Strom ist alle. Ich frage die Bedienung, ob ich eine Steckdose hier im Café benutzen kann.

Hâ jôô.

Dabei schaut sie mich so verwundert an, als hätte ich gefragt, ob es mir erlaubt sei, hier im Café zu atmen.

Ausblicke

Morgenlektüre

31. Oktober 2012, 7.55 Uhr

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Ausblicke

Ich liebe Bahnfahren!

25. Oktober 2012, 14 Uhr

Es ist wieder alles perfekt in meinem Zug. Ein IC-Viererplatz, sonst keiner am Tisch. Strom für mein MacBook, eine am Bahnhof gekauftes Schokocroissant und heißer Kaffee für mich:

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Der InterCity fährt für mich ab Ansbach. Bis Hannover – also drei Stunden – kann ich darin sitzen bleiben.

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