Ausblicke

Naja, wundern tut’s mich nicht …

9. Juni 2008, 14.54 Uhr

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Ist ja jetzt fast alltäglich. Ich trete ans Fenster und irgendwo raucht es. Siehe hier.

15.37 Uhr meldet der Tagesspiegel das Feuer in einem Wohnhaus in der Crellestraße.

So ein Feuer in der eigenen Bude ist ja eine meiner Urängste. Vor etwa 15 Jahren stockte mir schon einmal das Herz, als ich nach Hause kam und die Feuerwehr bei uns im Hof stand. Meine bange Frage, wo sie denn gelöscht hätten, wurde damals leider auch mit einem »in der Fabriketage im fünften Stock« beantwortet. Es brannte ein Zimmer in meiner damaligen WG aus. Einer meiner Mitbewohner war obdachlos und — was ich das viel schlimmere Drama fand — auch all seinen persönlichen Besitz los. Fotos, Briefe, Klamotten, Schallplatten, Bücher. Horror.

Ausblicke

Feuer, die vierte?

5. Juni 2008, 14.49 Uhr

So langsam wird’s mir unheimlich. Jedesmal, wenn ich ans Fenster trete, qualmt es irgendwo. Ist diesmal die Bundesdruckerei dran?

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Ausblicke

Please hold the line

27. Mai 2008, 23.42 Uhr

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Es brennt schon wieder. Diesmal ein Auto bei mir vor dem Haus. Ich wähle das erste Mal in meinem Leben die 112. »Bitte legen Sie nicht auf. Der nächste freie Mitarbeiter ist gleich für Sie da. Please hold the line.«

Zwei Minuten später darf ich den Brand melden, weitere zehn Minuten später ist die Feuerwehr da. Nicht wirklich beruhigend.

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Was brennt denn jetzt schon wieder?

20. Mai 2008, 15.33 Uhr

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Bisschen viel Qualm hinterm Potsdamer Platz. Es wird doch nicht etwa die Philharmonie abfackeln?

16.06 Uhr

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Unser rasender Reporter Aron Neubert (mit dem ich vor einer halben Stunde telefonierte und mich beim Blick aus dem Fenster über den Rauch wunderte) schickt mir soeben dieses Bild per iPhone.

Der Tagesspiegel berichtet selbstverständlich auch.

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Viel Rauch um …

14. Mai 2008, 20.22 Uhr

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… ja, um was eigentlich?

20.10 Uhr

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Foto: Aron Neubert vom Nachbarhaus aus (mit seinem iPhone)

Morgen wird’s in der Zeitung stehen.

Nachtrag vom 15.05.2008, 14.10 Uhr: Was da gebrannt hat, dürfte inzwischen jede(r) gelesen haben. Erstaunlich fand ich allerdings, wie verraucht die Stadt die halbe Nacht, wie verpestet die Luft und vor allem wie dreckig die Spree heute früh um sechs Uhr war. Leider ohne Foto.

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